Ein Mann mit USA-Flagge steht am 01.03.2016, dem Super Tuesday, vor dem Weißen Haus in Washington.
Bildrechte: dpa

Super Tuesday in den USA Clinton und Trump feiern Erfolg bei US-Vorwahlen

Hillary Clinton und Donald Trump haben die US-Vorwahlen am Super Tuesday gewonnen. Trump verlor allerdings den wichtigen Bundesstaat Texas an Ted Cruz. Jetzt setzt er offenbar auf Versöhnung der Republikaner. Clintons Rivale Bernie Sanders siegte in vier der elf wählenden Bundesstaaten.

Ein Mann mit USA-Flagge steht am 01.03.2016, dem Super Tuesday, vor dem Weißen Haus in Washington.
Bildrechte: dpa

Die frühere US-Außenministerin und First Lady, Hillary Clinton, hat bei den Vorwahlen der Demokratischen Partei einen klaren Erfolg errungen. Nach den bisherigen Stimmenauszählungen und Hochrechnungen konnte sie sich in sieben von elf Bundesstaaten (Alabama, Arkansas, Georgia, Massachusetts, Virginia, Tennessee und Texas) gegen ihren einzigen Konkurrenten Bernie Sanders durchsetzen.

Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton macht bei einem Wahlkampfauftritt in Fairfax, Virginia, ein Selfie inmitten ihrer Anhänger.
Siegerin des "Super Dienstag" bei den Demokraten - die frühere US-Außerministerin Hillary Clinton. Bildrechte: IMAGO

Clinton gewann auch die eher unbedeutende Wahl im US-Außengebiet Samoa. Sanders ging wie erwartet in seinem Heimatstaat Vermont als Sieger hervor, außerdem in Colorado, Minnesota und Oklahoma. "Im ganzen Land haben Demokraten heute dafür gestimmt, Mauern einzureißen, sodass wir zusammen großartig sein können", sagte Clinton bei einem Auftritt in Florida. Sanders kündigte an, seinen Wahlkampf ungeachtet der Niederlage fortzusetzen.

Trump siegt klar, verliert aber in Texas gegen Cruz

Bei den republikanischen Bewerbern hat der umstrittene Milliardär Donald Trump laut Hochrechnungen die Vorwahlen in den sieben Bundesstaaten Alabama, Arkansas, Georgia, Massachusetts, Virginia, Vermont und Tennessee gewonnen. Im wichtigen Texas siegte allerdings sein Konkurrent Ted Cruz, der dort Senator ist und der radikal-konservativen Tea-Party-Bewegung nahe steht. Texas ist einer der bevölkerungsreichsten US-Bundesstaaten und hat deshalb für die Kandidaten-Kür höheres Gewicht. Cruz setzte sich auch in Oklahoma und Alaska durch. Marco Rubio, der von den gemäßigten Republikanern favorisiert wird, konnte nur in Minnesota gewinnen.

Trump, der in den letzten Wochen durch fremdenfeindliche Äußerungen und eine rüde Wortwahl gegenüber seinen Konkurrenten aufgefallen war, gab sich in einer Pressekonferenz versöhnlich. Er wolle die Partei der Republikaner einen und auf Dialog setzen. Radikalen Islamismus werde er aber weiter hart bekämpfen. Trump lobte mehrmals seinen Konkurrenten Cruz für dessen Wahlkampf in Texas.

In insgesamt zwölf Bundesstaaten standen am sogenannten Super Tuesday (Super Dienstag) Vorwahlen an - so viele wie an keinem anderen Termin. Die Abstimmungen in allen 50 US-Staaten ziehen sich bis in den Frühsommer hin, ihre Kandidaten küren Republikaner und Demokraten offiziell bei Nominierungsparteitagen im Juli. Die Vorwahlen bestimmen die beiden Kandidaten, die für Demokraten und Republikaner zu den Präsidentschaftswahlen am 8. November antreten werden. Der Demokrat und derzeitige US-Präsident, Barack Obama, darf nach zwei Amtszeiten nicht wieder antreten.

Ergebnisse der US-Vorwahlen am 1. März
  Demokraten Republikaner
Alabama Hillary Clinton Donald Trump
Alaska keine Wahl Ted Cruz
Arkansas Hillary Clinton Donald Trump
Colorado Bernie Sanders keine Wahl
Georgia Hillary Clinton Donald Trump
Massachusetts Hillary Clinton Donald Trump
Minnesota Bernie Sanders Marco Rubio
Oklahoma Bernie Sanders Ted Cruz
Tennessee Hillary Clinton Donald Trump
Texas Hillary Clinton Ted Cruz
Vermont Bernie Sanders Donald Trump
Virginia Hillary Clinton Donald Trump
US-Außengebiet Samoa Hillary Clinton keine Wahl

Zuletzt aktualisiert: 02. März 2016, 10:17 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

3 Kommentare

02.03.2016 15:25 Kevin 3

Ich glaube nicht, daß sich alle Amerikaner eine Kopie von Angela Merkel wünschen. Gedrechselte Phrasen und angebliche Pläne, kombiniert mit einem katastrophalen Urteilsvermögen und einer nicht zu übertreffenden Karriere-Orientierung: Weder die USA noch Europa brauchen eine Hillary Clinton, zumal ihre sprichwörtliche Abhängigkeit von der Waalstreet bekannt ist und sich unter ihr die erfolglose Politik von Obama und seinem Machtzirkel nur fortsetzen würde. Trump erhält vor allem Zustimmung für das, was er darstellt: Die pure Antithese zum Establishment in Politik und Medien. Dieses unterstützt ausnahmslos vollkommen austauschbare, von Spendengeldern und Political Correctness gelenkte Politpapageien, die sich in wahl- und politstrategischen Phrasen ergehen. Die Zustimmung zu Trump ist die Antwort vieler republikanischer Wähler vor diesen Hintergrund. Das deutsches Establishment sieht Trumps Erfolg mit Schrecken, waren doch einige Äußerungen zu Merkel wenig schmeichelhaft.

02.03.2016 12:12 L. Trommer 2

Wetten, dass die Wall Street-Kandidatin das Rennen macht?

02.03.2016 11:22 Volkmar 1

Das Clinton gepunktet hat wird in den ÖR groß aufgemacht. Das Trump darauf verwiesen hat das in Deutschland Chaos herrscht wird nicht einmal erwähnt. Aber Amerika ist ganz wichtig,nützt nur dem deutschen Wähler herzlich wenig! Schöne Grüsse an den MDR.

Meldungen zum Thema