Terroranschläge von Brüssel Türkei wies Attentäter in die Niederlande aus

Einer der Selbstmordattentäter von Brüssel ist von der Türkei in die Niederlande ausgewiesen worden. Der niederländische Justizminister Ard van der Steur sagte, die türkischen Behörden hätten Ibrahim El Bakraoui im Juli 2015 in ein Flugzeug von Istanbul nach Amsterdam gesetzt. Ein Grund für die Abschiebung hätten die türkischen Behörden nicht genannt.

In den Niederlanden nicht bekannt

El Bakraoui habe keinen Bezug zu den Niederlanden gehabt. Er sei zu diesem Zeitpunkt auch nicht in den Datenbanken der niederländischen und internationalen Ermittler registriert gewesen. Daher habe es keinen Grund gegeben, ihn festzunehmen.

Khalid und Brahim el-Bakraoui
Ibrahim el Bakroui (l.) und sein Bruder Khalid. Bildrechte: dpa

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte erklärt, die Türkei habe Belgien vor El Bakraoui gewarnt. Er sei im Juni 2015 im Süden der Türkei als ausländischer Terrorkämpfer festgenommen und danach über die Niederlande abgeschoben worden.

Die belgische Regierung erklärte, sie sei erst nach der Landung El Bakraoui im niederländischen Amsterdam von dessen Abschiebung durch die Türkei informiert und gewarnt worden. Sie musste aber einräumen, dass die belgische Botschaft im Juni informiert war, dass der Mann an der Grenze zu Syrien festgenommen wurde.

Belgiens Justizminister Koen Geens erklärte, der Mann habe als gewöhnlicher Krimineller gegolten und sei auf Bewährung freigelassen worden. El Bakraoui war 2010 in Belgien zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Hätte er die Strafe vollständig absitzen müssen, säße er heute noch in Haft.

Zuletzt aktualisiert: 25. März 2016, 09:12 Uhr

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12 Kommentare

26.03.2016 16:39 Hubert 12

@8 jochen 25.03.2016 13:18 - Herrje, auf solch krude Gedanken muß man erst mal kommen. Eine wahrhaftige Meisterleistung. - Eine einzige durchgedrehte Person (meinetwegen ein deutscher Islamist) reicht aus, um in einer Menschenansammlung dutzende Menschen in den Tod zu befördern. Egal wo. Hatten wir in Europa zur Genüge. Unter heiterem Himmel im Baskenland, Rote Brigaden, Nordirland, Norwegen (= ein Rechter), Deutschland (Oktoberfest = ein Rechter, Erfurt, Winnenden). Auch ohne Islamismus. - Jochen, lebe weiter mit deinen Vorstellungen von Sicherheit. Aber pass auf, das dich kein Dorfschütze niederschießt.

26.03.2016 12:28 Klaus 11

{ H.E. 10 } Vielleicht wurden die jetzt verhaftet. Die Sicherheitsbehörden sind jetzt ja mal endlich tätig geworden. Aber warum nicht vor den Anschlägen aktiv geworden. In Belgien haben die nicht nur geschlafen sondern auch noch gepfuscht.

25.03.2016 14:38 H.E. 10

Und wo sind die DREI untergetaucht, die SALAH ABDESLAM mit einem Mietwagen aus einem Flüchtlingsheim in ULM a.d. Donau noch vor kurzem abgeholt hat? Es sollen angeblich SYRER gewesen sein.

25.03.2016 14:33 Klaus 9

{ jochen 8 } Was für ein Quatsch. Bei uns gibt es die meisten Ausländer und Asylanten und bei uns passiert auch nix. Wer in der Slowakai oder in Polen leben will, kein Problem, die können sicherlich noch ein paar besorgte Bürger gebrauchen, während wir gut darauf verzichten können.

25.03.2016 13:18 jochen 8

Jeder sollte sich darüber Gedanken machen, weshalb es in Tschechien, der Slowakei, in Ungarn und in Polen keine Horrormeldungen, keine Anschläge gibt ?
Weshalb es dort keine Bedrohungen gibt ?
Weil die dortigen Regierungen ihre eigenen Bürger schützen. Es gibt dort kaum Asylsuchende aus den arabischen Staaten.
Das ist der einzige Grund.

25.03.2016 11:11 Wo geht es hin? 7

@Krause - "ich bin ja ein Nazi, aber" Zitat von Ihnen: Wenn wir Europäer gemeinsame Grenzen verteidigen... Zitat Ende. Na hoppla, das sind ja mal ganz neue Töne von Ihnen! Klingt ja fast so wie von Petry... ausgerechnet Sie (das von Ihnen benutzte "wir" schliesst Sie ja mit ein) wollen "gemeinsame Grenzen verteidigen"?

25.03.2016 01:45 HOPF L. 6

@3 Ingo Flam,24.03.2016,21:10 Uhr.Zunächst vielen
Dank für Ihren Beitrag.Ich gehe davon aus,daß Sie
Informatiker sind.Das was Sie auf der Verwaltungs-
ebene anmahnen,trifft sehr oft ,auch auf die ARD
zu.Ich muß an dieser Stelle,dem MDR ein dickes
Lob aussprechen.Sowie ich Ihren Beitrag aus-
drucken konnte,ist dies bei einigen anderen Rund-
funkanstalten nicht möglich.Ihr Beitrag,wird mir
in anderen Foren,als Arbeitsgrundlage dienen.

24.03.2016 23:55 Elblandelli 5

In den niederländischen Nachrichten (NOS) war zu lesen, dass der Attentäter 2015 in der Türkei darauf bestanden hat, in die Niederlande gebracht zu werden, wohl weil er darauf vertraute, dort nicht aufzufallen. Diese Leute nutzen die Schwächen beim Datenaustausch zwischen den Ländern bewusst aus. Und innerhalb von Deutschland ist ja auch noch immer kein Datenfluss möglich, das hat ja vielen illegalen Migranten ermöglicht, unterzutauchen, weiterzureisen, mehrfach Leistungen zu beziehen, in mehreren Ländern Asyl zu beantragen oder wie die zwei Syrer sich an den Anschlägen in Paris zu beteiligen...

24.03.2016 22:12 Krause - "ich bin ja ein Nazi, aber" 4

Tja, das kommt davon, wenn man selbst keine IT'ler ausbilden möchte... oder keine eigene IT-Abteilung einrichten möchte... Mit einem Auto kann man viel weniger Schaden anrichten als mit einem Computer - und trotzdem braucht man für einen Computer keinen 'Führerschein'... und so verschlafen die Sicherheitsbehörden Neuerungen, die Verbrecher und Terroristen dann um so lieber nutzen. Schon mal ne Playstation bei der Kriminalpolizei gesehen? Nicht?? Das wissen auch Terroristen!

24.03.2016 21:10 Ingo Flam 3

Wer etwas Einblick in die Informationstechnik des Öffentlichen Dienstes in Deutschland hat, der lacht sich über das Gefasel dieser Laien von gemeinsamen Datenbanken kaputt. Ein echter Schenkelklopfer. Das fängt schon in der untersten Verwaltungsebene an, unterschiedliche Datenstrukturen, inkompatible Systeme, getrennte Netze u.s.w. dazu Kompetenzgerangel zwischen Gemeinden, Landkreisen, Städten, Länderbehörden und -ministerien, Bundesbehörden, europäischen Institution u.s.w. Leider muss man unserer Regierung in Sachen IT komplette Ahnungslosigkeit attestieren, seit 20 Jahren immer noch Neuland. Herr Öttinger wurstelt ja auch schon jahrelang rum.