US-Vorwahlen Trump und Clinton bauen Führungsrolle aus

Der umstrittene Immobilien-Milliardär Donald Trump und die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton haben im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur weiter Boden gut gemacht. Der Republikaner und die Demokratin gewannen die Vorwahlen ihrer Parteien in Mississippi. Trump konnte zudem in Michigan punkten. Clinton lieferte sie sich in Michigan ein enges Rennen mit ihrem Rivalen Senator Bernie Sanders. Auch in Idaho und auf Hawaii wurde gewählt.

Donald Trump
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Im US-Nominierungswahlkampf hat der Immobilien-Magnat Donald Trump seine Führung bei den Republikanern weiter ausgebaut. Nach Berichten der US-Fernsehsender Fox News und NBC, setzte sich der Milliardär bei den Abstimmungen in den US-Bundesstaaten Mississippi und Michigan klar gegen seine Verfolger, den erzkonservativen Senator Ted Cruz und Ohios Gouverneur John Kasich, durch. Abgeschlagen war in beiden Bundesstaaten Senator Rubio, auf dem die Hoffnungen des republikanischen Establishments ruhen.

Mit Siegen in bislang 14 Bundesstaaten hat der 69-jährige Trump bei den Republikanern die meisten Vorwahlen gewonnen. Im Ringen um die meisten Delegiertenstimmen konnte er sich aber noch nicht entscheidend absetzen. Eine stärker werdende Strömung innerhalb der Republikaner versucht mit aller Macht, ihn als Präsidentschaftskandidaten zu verhindern. Viele Analysten gehen inzwischen von einer Kampfabstimmung beim Parteitag im Juli in Cleveland aus. Nach seinen Siegen in Mississippi und Michigan wandte sich der umstrittene Präsidentschaftsbewerber an die Kritiker in seiner eigenen Partei: "Ich hoffe, dass die Republikaner es annehmen werden! Umfragen zeigen, dass ich Hillary schlagen kann."

Hillary Clinton Präsidentschaftsbewerberin der Demokraten US-Vorwahlen
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Clinton gewinnt in Mississippi

Tatsächlich sehen die meisten Umfragen Hillary Clinton im Vergleich mit Trump deutlich vorn. Die frühere Außenministerin gewann in der Nacht zum Mittwoch bei den Demokraten mit großem Abstand in Mississippi. Sie profitierte dabei vor allem von der Unterstützung durch afroamerikanische Wähler. In Michigan könnte ihr aber eine knappe Niederlage gegen ihren Rivalen Bernie Sanders blühen. Nach Auszählung von fast der Hälfte der Stimmbezirke führte der 74-Jährige mit fünf Prozentpunkten Vorsprung. Ein Sieger stand zunächst aber noch nicht fest. Nach ihrem Sieg in Mississippi wandte sich Clinton an ihre Anhänger: "Wir sind besser als das, was uns die Republikaner anbieten!".

In Idaho und Hawaii wird noch ausgezählt


Neben Mississippi und Michigan standen bei den Republikanern am Dienstag noch Vorwahlen in Idaho und auf Hawaii an. Mit den Ergebnisse der beiden Abstimmungen ist erst erst am Mittwochmorgen zu rechnen.

Die Vorwahlen beider Parteien ziehen sich bis in den Frühsommer hin, ehe die Kandidaten auf den Parteitagen offiziell gekürt werden. Am 8. November wählen die USA dann ein neues Staatsoberhaupt. Präsident Barack bama darf nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten.

Zuletzt aktualisiert: 09. März 2016, 14:13 Uhr