Ein sogenannter 'bump stock' ist an einem halb-automatischen Gewehr angebracht.
Ein sogenannter bump stock an einem halb-automatischen Gewehr Bildrechte: dpa

Nach Massenmord in Las Vegas US-Waffenrecht soll verschärft werden - ein bisschen

Der Massenmörder von Las Vegas konnte so schnell töten, weil er eine spezielle Vorrichtung benutzte, einen sogenannten bump stock. Der soll nun wohl verboten werden. Es scheint die einzige Änderung am umstrittenen US-Waffenrecht zu bleiben.

Ein sogenannter 'bump stock' ist an einem halb-automatischen Gewehr angebracht.
Ein sogenannter bump stock an einem halb-automatischen Gewehr Bildrechte: dpa

Nach dem Massenmord von Las Vegas wird in den USA vermutlich bald eine Vorrichtung verboten, die halbautomatische Waffen fast so schnell feuern lässt wie Maschinengewehre. Nachdem sich die politische Debatte in Washington bereits in diese Richtung bewegt hatte, sprang nun sogar die mächtige Waffenlobby NRA auf den Zug auf.

Am Donnerstag teilte sie mit, der Gesetzgeber solle diese sogenannten "bump stocks" überprüfen und strenger regulieren. Mehr kommt für die NRA aber nicht in Frage: In derselben Mitteilung, der ersten nach der Tat von Las Vegas, stellt sie sich gegen grundsätzlicheren Änderungen des Waffenrechts.

Verbot von bump stocks könnte zum Feigenblatt werden

Somit könnte das Verbot der Umbauvorrichtung zu einem Feigenblatt werden - und die Diskussion um ein schärferes Waffenrecht schnell zu Ende sein. Auch Kongressmitglieder hatten sich offen für ein Verbot der Umbauvorrichtung gezeigt.

US-Präsident Donald Trump ist nach Angaben seiner Sprecherin Sarah Sanders "sicherlich offen" für ein Verbot der "bump stocks". Für eine Debatte über ein generell schärferes Waffenrecht sei es aber zu früh, sagte Sanders. Man wisse noch zu wenig über die Tat.

Über dieses Thema berichtet MDR AKTUELL auch im: Radio | 06.10.2017 | 08:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 06. Oktober 2017, 11:40 Uhr

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3 Kommentare

06.10.2017 18:42 pudd'nhead 3

"Man wisse noch zu wenig über die Tat." zynismus pur. da kann einem schlecht werden. und verleitet zu dem ami-vorurteil: erst schießen, dann denken. aber das ist polit-lobby-wahn. der normal-ami, wie man ihn kennengelernt hat, ist das andere, bessere amerika. "America where are you now?" sang einst John Kay & Steppenwolf.

06.10.2017 16:50 Fragender Rentner 2

Mit der Kalaschnikow die wir bei der Armee in den 70er Jahren hatten, konnten wir mit Dauerfeuer auch 30 Schuß abfeuern.

Da brauchten wir keine zusätzliche Vorrichtung.

Das Teil auf dem Bild sieht wie eine aus.

06.10.2017 15:49 Fragender Rentner 1

Bei dem Bild könnte man denken dass das eine Kalschnikow ist?

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