SIPRI-Institut Weltweiter Waffenhandel nimmt zu

Der weltweite Waffenhandel hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Wie das Friedensforschungsinstitut Sipri in Stockholm mitteilte, stiegen die Rüstungsverkäufe im Zeitraum von 2011 bis 2015 im Vergleich zu den fünf Jahren davor um 14 Prozent.

USA bleiben größter Waffenlieferant

Demnach sind die fünf weltweit größten Waffenexporteure die USA, Russland, China, Frankreich und Deutschland. Die deutschen Exporte seien allerdings im Vergleich zu den Jahren 2006 bis 2010 etwa um die Hälfte gesunken. Riesige Zuwachsraten verzeichnet dagegen China. Das Land steigerte seine Rüstungsexporte laut SIPRI um 88 Prozent. Der größte Waffenlieferant blieben die USA mit einem Weltmarktanteil von genau einem Drittel.

Naher und Mittlerer Osten rüsten auf

Die fünf größten Abnehmer sind dem Bericht zufolge Indien, Saudi-Arabien, China, die Vereinigten Arabischen Emirate und Australien. Besonders stark nahmen die Waffenkäufe im Nahen und Mittleren Osten zu, allen voran in Saudi-Arabien. Das Land steigerte seine Waffenimporte binnen fünf Jahren um 275 Prozent. Für die gesamte Region errechnete das SIPRI einen Zuwachs von fast zwei Dritteln.

Zuletzt aktualisiert: 22. Februar 2016, 21:16 Uhr

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7 Kommentare

22.02.2016 18:58 Kritischer Bürger 7

Jedes Land auf dieser Welt, was seiner eigenen Waffenlobby freie Hand lässt, Angriffswaffen und/oder Einzelteile dazu, zu verkaufen oder zu kaufen sollte sich vor den Internationalen Gerichtshof für Menschenrechte verantworten müssen, sobald Angriffswaffen von der kleinsten Pistole bis zu höchst entwickelter Waffentechnik verkauft wird, egal an wem!

22.02.2016 17:35 REXt 6

Mehr Waffen in Kriesengebiete,dafür mehr Flüchtlinge nach DE, gleicht sich alles aus! Oder?

22.02.2016 15:49 Otto der Teutone 5

Vielleicht sollte man Herrn Gabriel, der ja besonders empört über die Schusswaffen-Aussage von Frau Petry war, mal hin und wieder daran erinnern, dass unter seiner Funktion als Wirtschaftsminister die Waffenexporte gewissermaßen durch die Decke gegangen sind. Er hat also kein Problem damit, Waffen zu exportieren, damit sich andere damit gegenseitig über den Haufen schießen (das ist doch der Zweck einer Waffe, oder?).

22.02.2016 15:08 Fred 4

Da sieht man wie korrupt unsere Regierung ist. Auf einer Seite für die Eindämmung der Flüchtlinge und Flüchtlingsursachen kämpfen, auf der anderen Seite liefern wir Waffen. Sowas st...(riecht) doch zum Himmel. Wenn dann das Volk aufmuckt, ist es ein Mob.

22.02.2016 12:49 zausel 3

Das sichert ja auch für die Zukunft ausreichend Flüchtlinge. Der technische Fortschritt ist offenbar mit keinem moralischen Fortschritt verbunden - eine für den Fortbestand der Menschheit gefährliche Sache.

22.02.2016 12:26 Keyser Söze 2

Die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar steigerten also ihre Waffenimporte - wie wird eigentlich überprüft und sichergestellt, das die Waffen auch dort bleiben? Und wie hoch schätzen eigentlich Experten die Dunkelziffer der durchgereichten Importe an den IS?

22.02.2016 12:22 oppie 1

Ich denke ,dieser Artikel bedarf keines Kommentares mehr . Diese CDU ,SPD ,Grüne ,Linke lobbistenschar gehört auf den Müllberg der Geschichte . Ja liebe Syrer auch deutsche Waffen töten Eure Landsleute ....Schande !