Michael Groschek begrüßt Martin Schulz.
SPD-Kanzlerkandidat Schulz und NRW-Verkehrsminister Groschek verbindet auch eine langjährige Freundschaft. Bildrechte: dpa

SPD in Nordrhein-Westfalen Groschek soll neuer Landeschef werden

Nach der Wahl-Niederlage in Nordrhein-Westfalen bemüht sich die SPD um eine schnelle Nachfolge für die zurückgetretene Landeschefin Kraft. Der Landesvorstand schlägt dafür Verkehrsminister Groschek vor.

Michael Groschek begrüßt Martin Schulz.
SPD-Kanzlerkandidat Schulz und NRW-Verkehrsminister Groschek verbindet auch eine langjährige Freundschaft. Bildrechte: dpa

Der bisherige Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen, Michael Groschek, soll die SPD nach ihrer Wahlschlappe wieder vorwärts bringen. Der Landesvorstand sprach sich am Freitag einstimmig für den 60-Jährigen als neuen Parteichef aus. Ein Landesparteitag am 10. Juni soll dann über den Vorschlag entscheiden, wie SPD-Landtagsfraktionschef Norbert Römer mitteilte.

SPD übt sich in Optimismus

SPD-Bundeschef und Kanzlerkandidat Martin Schulz äußerte sich "sehr dankbar für die schnelle Entscheidungsfindung" bei der Kraft-Nachfolge. Die "große Einmütigkeit" der Partei in der Nachfolgefrage wertete er als gutes Zeichen für die Partei. Seinen Parteikollegen Groschek lobte er als erfahrenen Landes- und Bundespolitiker, mit dem ihn eine langjährige Freundschaft verbinde. Beide verfolgten die gleichen Ziele, sagte Schulz, der für die Landesvorstandssitzung nach Düsseldorf gereist war.

Der noch amtierende Landesverkehrsminister Groschek zeigte sich erfreut über das "einhellige und einmütige Votum". Der 60-Jährige ist seit 1974 SPD-Mitglied und war von 2002 bis 2012 Generalsekretär der NRW-SPD. Von 2009 bis 2012 saß er zudem im Bundestag und ist seitdem Verkehrsminister der am Sonntag abgewählten rot-grünen Landesregierung.

Mit nur 31,2 Prozent hatten die Sozialdemokraten bei der Wahl ihr schlechtestes Ergebnis überhaupt in Nordrhein-Westfalen eingefahren. Die bisherige Ministerpräsidentin Hannelore Kraft war noch am Wahlabend als SPD-Landeschefin zurückgetreten. Kanzlerkandidat Schulz sprach daher auch von einer "ganz schwierigen Situation" der Partei, betonte aber zugleich, die SPD in NRW sei "in außergewöhnlichem Maß geschlossen.

Über dieses Thema berichtet MDR AKTUELL auch im : Radio | 19.05.2017 | 00:01 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. Mai 2017, 18:28 Uhr