Truppenumzug Bundeswehr-Investitionen in Incirlik: Das passiert mit dem Geld

Die Bundeswehr hatte vor, einen zweistelligen Millionenbetrag in den Ausbau des türkischen Standortes Incirlik zu investieren. Nach dem Abzug der Truppen soll das Geld in Jordanien investiert werden. Verteidigungsministerin von der Leyen erkläre, dabei komme Deutschland das Zögern der Türkei gelegen.

Plan

In den Standort Incirlik wollte die Bundeswehr rund 58 Millionen Euro investieren. Das Geld wurde 2016 vom Verteidigungsministerium freigegeben. Damit sollten in Incirlik für rund 26 Millionen Euro ein Flugfeld für die deutschen Tornado-Aufklärungsjets sowie Unterkunftscontainer gebaut werden. Für weitere 30 Millionen Euro sollte die Luftwaffe einen mobilen Gefechtsstand kaufen (Fundament dafür rund 2 Millionen Euro). Der Kauf des Gefechtsstands ist laut Verteidigungsministerium unabhängig vom Einsatz in Incirlik nötig gewesen, die Technik könne demnach auf jeder anderen Basis eingesetzt werden.

Ist

Für die vorgesehenen Baumaßnahmen (Flugbetriebsfläche, Unterkunft, Stabsgebäude, Aufstellfläche mobiler Gefechtsstand; Kosten ca. 28 Millionen Euro) gab es laut Verteidigungsministerium noch keinen Spatenstich. Bislang wurde demnach lediglich ein niedriger fünfstelliger Betrag für die Erstellung von Bauunterlagen ausgegeben.

Zukunft

Was wird aus dem Geld? Das soll nun in Jordanien investiert werden. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen erklärte am Mittwoch im Deutschlandfunk, Deutschland komme nun zupass, dass der entscheidende Vertrag zu den Investitionen in Incirlik von der Türkei noch nicht unterschrieben worden sei. Außer Planungskosten sei noch nichts investiert worden. "Das ist in all den Schwierigkeiten wiederum ein guter Punkt, denn wir werden natürlich auch in Jordanien investieren müssen."

Über dieses Thema berichtet MDR AKTUELL auch im: Radio | 07.06.2017 | 05:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. Juni 2017, 13:48 Uhr