Bad Aibling Bahnstrecke bleibt noch tagelang gesperrt

Die Unglücksstelle liegt in einem Waldstück an einer Hangkante, die steil zu einem Kanal abbricht, und ist nur schwer zu erreichen
Die Unfallstrecke im oberbayerischen Bad Aibling wird noch mehrere Tage gesperrt bleiben. Das kündigte die Deutsche Bahn an. Grund sind Reparaturen am schwer beschädigten Gleis: Gleisanlagen müssen repariert, Schwellen ausgetauscht und Tonnen von Schotter verbaut werden. Bildrechte: dpa
Die Unglücksstelle liegt in einem Waldstück an einer Hangkante, die steil zu einem Kanal abbricht, und ist nur schwer zu erreichen
Die Unfallstrecke im oberbayerischen Bad Aibling wird noch mehrere Tage gesperrt bleiben. Das kündigte die Deutsche Bahn an. Grund sind Reparaturen am schwer beschädigten Gleis: Gleisanlagen müssen repariert, Schwellen ausgetauscht und Tonnen von Schotter verbaut werden. Bildrechte: dpa
Angehörige der Opfer eines Zugunglückes und Mitglieder von Rettungsdiensten nehmen an einem ökumenischen Gottesdienst teil.
Mit einem ökumenischen Trauergottesdienst war am Sonntag in Bad Aibling der Opfer des Unglücks gedacht worden. Die Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler sagte in ihrer Predigt, die drängende Frage nach dem "Warum" lasse sich "mit keiner noch so gescheiten Theologie" beantworten. Wer sterbe, hinterlasse für immer eine Lücke. Diese Wunde könne auch nicht die Zeit heilen. Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Marx, dankte den Rettungskräften und Seelsorgern. Bildrechte: dpa
Ein Wagon und Trümmerteile eines Zuges liegen noch am 14.02.2016 an der Unglücksstelle des Zugunfalls bei Bad Aibling (Bayern).
Ein Waggon des Unglückzuges muss noch abtransportiert werden. Da das Gleis an der Stelle stark demoliert ist, konnte der Bergungskran bislang nicht bis zum Waggon heranfahren. Nach den Reparaturen der Strecke stehen dort Testfahrten an. Bildrechte: dpa
Einsatzkräfte schauen am 11.02.2016 an der Unglücksstelle der Züge bei Bad Aibling (Bayern) zu, wie ein Waggon mit einem Spezialkran angehoben wird.
Am Dienstag waren auf der eingleisigen Strecke in Oberbayern zwei Regionalzüge frontal ineinandergerast: elf Menschen starben, gut 80 weitere wurden verletzt. Die Unglücksstelle liegt in einem schwer zugänglichen Waldstück. Deshalb dauerte es Tage, um die Trümmerteile von der Strecke zu räumen. Schwere Bergungskräne wurden dafür eingesetzt. Bildrechte: dpa
euerwehrleute transportieren am 09.02.2016 Rettungsgerät zur Unfallstelle eines Zugunglücks in der Nähe von Bad Aibling (Bayern). Bei einem schwerem Zugunglück in Oberbayern sind mehrere Menschen ums Leben gekommen
Die beiden Regionalzüge waren auf der Verbindung Holzkirchen-Rosenheim ineinandergefahren. Sämtliche Rettungskräfte aus der Region waren an die Unfallstelle beordert worden. Bildrechte: dpa
Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks gehen mit Leitern zur Unfallstelle eines Zugunglücks in der Nähe von Bad Aibling
Die eingleisige Strecke ist mit einem Sicherheitsheitssystem (PZB) ausgestattet, das einen unberechtigt auf der Strecke fahrenden Zug per Zwangsbremsung automatisch stoppen kann. Wie es dennoch zu dem Unglück kommen konnte, ist bislang ungeklärt. Bildrechte: dpa
Rettungskräfte stehen am 09.02.2016 an der Unfallstelle eines Zugunglücks in der Nähe von Bad Aibling (Bayern).
Ob es menschliches oder technisches Versagen war, hoffen die Ermittler mit den Erkenntnissen aus einer dritten Blackbox zu klären. Medien hatten in den vergangenen Tagen spekuliert, es handele sich um menschliches Versagen. Die Polizei erklärte daraufhin, man lehne voreilige Schuldzuweisungen ab. Bildrechte: dpa
Rettungskräfte stehen am 09.02.2016 an der Unfallstelle eines Zugunglücks in der Nähe von Bad Aibling (Bayern). Bei einem schwerem Zugunglück in Oberbayern sind mehrere Menschen ums Leben gekommen
Rund 150 Pendler und Reisende hatten zum Unglückszeitpunkt in beiden Zügen gesessen und damit weniger Fahrgäste als an gewöhnlichen Tagen, weil Schulferien in Bayern waren. Viele Zeugen des Unglücks wurden bislang noch nicht vernommen. Nach wie vor sind einige im kritischen Zustand. Von der Polizei hieß es, man wolle Rücksicht auf das Befinden der Überlebenden nehmen. Bildrechte: dpa
Rettungskräfte am 09.02.2016 an der Unfallstelle eines Zugunglücks in der Nähe von Bad Aibling (Bayern). Bei einem schwerem Zugunglück in Oberbayern sind mehrere Menschen ums Leben gekommen
Das Zugunglück in Bayern erinnert an den verheerenden Zusammenstoß zweier Züge in Hordorf in Sachsen-Anhalt. Vor knapp fünf Jahren war dort auf einer ebenfalls eingleisigen Strecke eine Regionalbahn ungebremst mit einem Güterzug zusammengeprallt. Zehn Menschen starben. Daraufhin wurden deutschlandweit auch die letzten eingleisigen Strecken ohne Sicherungsautomatik mit dem Bremssystem PZB nachgerüstet. Bildrechte: dpa
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