Ein Mann mit Brecheisen an einer Tür.
Zehn Prozent mehr Wohnungseinbrüche 2015 Bildrechte: Colourbox.de

Kriminalitätsstatistik BDK: Mafia für Anstieg bei Einbrüchen verantwortlich

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter führt das auf Mafiabanden, unter anderem aus Georgien, zurück. Die Gewerkschaft der Polizei Sachsen-Anhalt verweist auf andere Zahlen. Der SPD-Innen-Experte Lischka fordert eine Aufstockung der Ermittler zur Organisierten Kriminalität

Ein Mann mit Brecheisen an einer Tür.
Zehn Prozent mehr Wohnungseinbrüche 2015 Bildrechte: Colourbox.de

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter hat organisierte Banden für die steigende Anzahl von Wohnungs-Einbrüchen verantwortlich gemacht. BDK-Chef André Schulz sagte der "Bild"-Zeitung, professionelle Banden aus Südosteuropa oder Nordafrika gingen regelrecht auf Raubzug und nähmen sich ganze Landstriche und Städte vor.

BDK nennt georgische Mafia als Drahtzieher

Der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Kriminalbeamter, André Schulz, steht an einem Rednerpult.
BDK-Chef André Schulz Bildrechte: MDR/Isabelle Fleck

Schulz erklärte, die Täter seien hoch mobil und Teil der organisierten Kriminalität.  In vielen Fällen stecke die georgische Mafia dahinter. Sie spreche in Georgien gezielt Verbrecher an und schicke sie nach Deutschland. Dort beantragten sie dann Asyl, und bis zur Ablehnung ihres Antrags gingen sie dann für acht bis zwölf Monate auf Einbruchstour.

Gewerkschaft der Polizei: Nur acht Prozent Nicht-Deutsche

Die Gewerkschaft der Polizei Sachsen-Anhalt sprach bei MDR INFO von überwiegend deutschen Tätern bei Wohnungseinbrüchen. Unter den ermittelten Tätern seien nur etwa acht Prozent nicht deutsch gewesen, sagte Gewerkschaftschef Petermann. Er forderte eine deutlich größeren Präsenz der Polizei im Raum. So könnten Täter abgeschreckt werden. Innenminister Stahlknecht sagte mehr Streifen zu. Der Minister sagte MDR INFO, die Polizei-Autos sollten für mehr Sicherheit sorgen und Straftäter abschrecken. Man habe die Einbruchs-Kriminalität sehr deutlich auf dem Schirm.

Mehr Kräfte für Sonderkommisionen gefordert

Der SPD-Innenexperte Lischka forderte, die Koordinierungsstelle Organisierte Kriminalität beim Bundeskriminalamt deutlich aufzustocken. Lischka sagte der "Mitteldeutschen Zeitung", die Organisierte Kriminalität habe das Feld der Einbrüche für sich entdeckt. Derzeit seien aber nur acht Mitarbeiter für die Koordinierungsstelle tätig. Man brauche aber mindestens 50 mehr.

Die Zeitung "Die Welt" hatte am Mittwoch berichtet, dass die Zahl der Wohnungseinbrüche im vergangenen Jahr erneut deutlich angestiegen sei. Das Blatt zitierte aus der noch unveröffentlichten Kriminalstatistik der Polizei. Danach wurden im vorigen Jahr 167.136 Einbrüche registriert, 9,9 Prozent mehr als 2014.

Zuletzt aktualisiert: 31. März 2016, 17:30 Uhr

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40 Kommentare

02.04.2016 12:05 Kritischer Bürger 40

@Hubert-39: +... macht mal wieder Propaganda für einen Regierungswechsel ...+ Warum? Sollte ich? NE liegt mir fern! Hier geht es nicht um Regierungswechsel sondern um die fragwürdigen Feststellungen zur Höhe der Einbrüche und wer da die meisten Verbrechen auf diesem Gebiet begeht! Und aus welchen Gründen?

01.04.2016 20:59 Hubert 39

@37 Kritischer Bürger 01.04.2016 18:45 - Mein Kritischer macht mal wieder Propaganda für einen Regierungswechsel mit danebenliegenden Argumenten. Kritischer, würdest Du nicht immer so hanebüchen und zielgerichtet daneben argumentieren, könnte ich dir manchmal zustimmen. Z.B. mit den Wohnungseinbrüchen der organisierten Gaunerbanden. Da aber jede Diskussion mit dir ins Nirwana führt, unterlasse ich es und beschränke mich auf ein Paroli. Eigentlich schade.

01.04.2016 19:16 Kritischer Bürger 38

Ich habe noch in Erinnerung das vor einiger Zeit in Nachrichten hier von 600% Steigerung der Wohnungseinbrüche durch entsprechende Gruppen ausgegangen wurde. Da fragt man sich jetzt aber, werden die einheimischen Verbrecher erst jetzt munter oder kommt es von den unbekannten Illegalen, die hier leben und sicherlich nur ein kleiner Prozentsatz davon gefasst wurde. Oder geht es auch um Wettbewerbswirtschaft in Verbrecherkreisen, wer schafft das Meiste und da bleibt für die "Anderen" ja letztendlich weniger. Da kann man natürlich die 8% richtig verstehen und der Rest muss früher oder später erst einmal geschnappt werden, was ja bei Illegalen bekanntlich selten der Fall ist, sei denn die machen zu viele Fehler. Wer nicht erfasst der kann doch ungehindert Spuren bei seinen Taten hinterlassen, denen man eh erst nachkommen kann wenn solche Verbrecher mal gefasst und Spuren dann kriminaltechnisch auswertbar sind. Zu der Zeit ist dann oft die Beute schon umgesetzt.

01.04.2016 18:45 Kritischer Bürger 37

+... professionelle Banden aus Südosteuropa oder Nordafrika gingen regelrecht auf Raubzug und nähmen sich ganze Landstriche und Städte vor....+ Kann man es anders erwarten? NEIN! Auch wenn viele NOCH ehrlich durch´s Leben kommen wollen, ist es kein Garant dafür, das auch diese sich früher oder später das holen was sich unsere Gesellschaft an Reichtum erwirtschaftete, trotz jener, die auch als entsprechende Elite dieser Gesellschaft, welche die Bürger hier schon früher ausgenutzt haben. Reiche sich hoch sensible Alarmanlagen finanziell leisten können und ggf. auch nicht das Geringste von IHREM REICHTUM NICHT zu verlieren, durch solche Einbrüche. Die "kleinen" Bürger, welche oft schon nicht viel haben, müssen so mehr oder weniger unfreiwillig das Wenige, was sie haben, auch noch durch solche Einbrüche und ganze Einbruchs-Serien verlieren. Es bleibt zu hoffen das die Bürger das bis 2017 im Gedanken behalten und entsprechend wählen werden.

01.04.2016 05:50 Hubert 36

@28 Hans-Georg Schmidt - Teil 2 - "Somit kann ich mir nicht erschließen,warum gerade im letzten Jahr so viele Deutsche plötzlich zum Einbrecher wurden?" > Niemand sagt daß das nur deutsche waren. Tja, dir erschließt sich die Steigerung nicht, auch die Kriminologen rätseln darüber. - "Irgendwas stimmt hier nicht-oder?" > Doch, das stimmt, Du willst es nur nicht einsehen. Die Polizei zählt einfach die Fälle von Wohnungeinbrüche, erwischt einige Einbrecher und stellt fest: 8 % nichtdeutsch, 92 % deutsch. ---- Deshalb ist der Vergleich von @Wessi richtig. Er vergleicht doch nicht industiemäßiges Töten von Menschen mit Wohnungeinbrüchen. Er vergleicht deine Ungläubigkeit von heute, mit der Ungläubigkeit von Deutschen 1945. - Wenn du mir nun glaubst, aber nur dann, so habe ich noch ein Bonbon für dich in der Tasche: 80 % der Einwohner Deutschland sind deutsch, deshalb ist es auch "logisch", dass die Mehrzahl (92 %) der erwischten Einbrecher auch deutsch sind.

01.04.2016 05:49 Hubert 35

@28 Hans-Georg Schmidt 31.03.2016 18:50 - Ein Vergleich, Hans-Georg, ein Vergleich. Deutsche wollten 1945 auch nicht glauben, daß soviel "brave und kinderliebende" Familienväter/mütter solche Grausamkeiten verüben konnten. So wie du nicht glauben willst, daß nur 8 % der erwischten Wohnungseinbrecher Nicht-Deutsche, 92 % jedoch Deutsche sind. Kannste mal sehen. Glaubst du wenigsten meinen zweiten Satz? Selbst wenn die Steigerung von rund 10 % voll zu Lasten von Nichtdeutschen ginge, würde der Anteil der Nichtdeutschen immer noch nicht überwiegen. Na, wankt jetzt dein Weltbild. ----- Du schreibst in @20: "Die Anzahl der Wohnungseinbrueche ist im vergangenen Jahr angestiegen-weshalb wohl?" > Das ist eine Frage. - "Da liegt eine derartige Unlogig in der Aussage,dass nur 8% nichtdeutsche Einbrecher seien!" > Statistik kennt keine Logik, sondern nur deutsch oder nicht-deutsch. - Teil 2 folgt.

01.04.2016 05:48 Hubert 34

@24 Hallenser 31.03.2016 16:56 - "Mit ordentlichen Grenzkontrollen würde die organisierte Kriminalität einschließlich der kriminellen Straßenbettelei durch Südosteuropäer geringer!!!" Aha. Da kommt ein nichtkrimineller an den Grenzpunkt und sagt: Isch will einbreschen. Und schwupp wird er festgenommen. Witz komm raus, du bist umzingelt. - Hallenser, Grenzkontrollen bezogen sich vor Schengen schon lange hauptsächlich auf Waren, weniger auf Personen. Es ist piepegal, wo Kontollen stattfinden. Kontrollen finden i.d.R. zwischen Punkt A und Punkt B. A und B können im gleichen Land, im Ausland oder zwischen zwei Ländern liegen. Gehüpft wie gesprungen. Wenn Du besoffen mit dem Auto von A nach E fährst, ist es egal, ob du zwischen A und B oder D und E pusten darfst. Wichtig ist, dass du zum Fußgänger wirst.

31.03.2016 22:09 Karl L. 33

Herr Wessi, ihr Kommentar hier unter 27 ist wirklich schwer zu ertragen. Es gibt in jedem Volk Verbrecher und auch verbale Brandstifter, wie sie einer sind.

31.03.2016 20:07 Hubert 32

Eine Statistik, die mir nicht in den Kram passt, ist gefälscht. Punkt. Was hatte die Bundesrepublik vor 1989 doch für niedrige Kriminalität. Dann wurde die Grenze weit wie ein Scheunentor geöffnet und schon stieg die Kriminalität. Alles zurückzuführen auf das kriminelle kommunistische Völkchen aus der Zone. - Höre ich da jetzt einen Aufschrei? Nur zu, der Sinn ist der gleiche wie in vielen Beiträgen hier. Jeder der Ironie in meinem Beitrag findet, darf ihn behalten.

31.03.2016 19:08 Ichich 31

@Wessi, niemand nimmt diese Reden ernst. Schon gar nicht einem Land, daß 45 Jahre antifaschistischer Diktatur hinter sich hat. Ansonsten gibt jede Kriminalitätsstatistik der LKA und des BKA seit 30 Jahren Auskunft, "wer" nun "welche" Verbrechen begeht