Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
Will noch einmal alle Optionen für eine Regierungsbildung ausloten: Frank-Walter Steinmeier Bildrechte: dpa

Treffen im Schloss Bellevue Steinmeier lädt zu GroKo-Treffen

Bundespräsident Steinmeier startet offenbar einen Vermittlungsversuch, um Union und SPD zu einem Regierungsbündnis zu bewegen. Kommenden Donnerstagabend ist ein gemeinsames Treffen mit den Parteichefs Merkel, Seehofer und Schulz geplant.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
Will noch einmal alle Optionen für eine Regierungsbildung ausloten: Frank-Walter Steinmeier Bildrechte: dpa

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Kanzlerin Angela Merkel, CSU-Chef Horst Seehofer und SPD-Chef Martin Schulz zu einem gemeinsamen Gespräch ins Schloss Bellevue eingeladen. Wie das Präsidialamt mitteilte, wird es dabei um die Lage nach dem Abbruch der Sondierungsgespräche von Union, FDP und Grünen gehen.

Das Gespräch soll den Angaben zufolge am nächsten Donnerstagabend stattfinden.

Gespräche mit allen Fraktionschefs

In der kommenden Woche will Steinmeier auch die Fraktionschefs aller im Bundestag vertretenen Parteien sprechen. Am Montagmittag trifft das Staatsoberhaupt die Grünen-Fraktionschefs Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter, danach den Unions- Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder sowie am frühen Abend die Linken-Fraktionsspitzen Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch.

Am Dienstagmorgen ist dann ein Treffen mit der SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles geplant. Anschließend will Steinmeier zu einem Kurzbesuch nach London fliegen. Am Donnerstag will der Bundespräsident dann mit den AfD-Fraktionsspitzen Alexander Gauland und Alice Weidel reden. FDP-Fraktionschef Christian Lindner hatte er bereits am Dienstag in dessen Funktion als Parteichef gesprochen.

Über dieses Thema berichtet MDR AKTUELL auch im: Radio | 24.11.2017 | 13:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. November 2017, 15:57 Uhr

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40 Kommentare

26.11.2017 13:30 Wessi 40

@ 38 Also,Gauland will nicht in Koalitionen.Das ist das"entweder", das "oder" hieße "die anderen Parteien wollen nicht in eine Koalition mit der AfD".Im Resultat sind also die Forderungen der AfD auf demokratischem Weg nicht durchsetzbar.Deren Wähler sollten sich nun überlegen ob sie mit ihren Anforderungen nicht besser eine andere Partei wählten, damit wenigstens ein Teil realisiert werden könnte.GroKo ist nicht "meine" Lösung.Wie Sie auf "geistige Getränke" kommen, erschließt sich mir nicht,vllt. liegt es einfach daran, daß unser beider Empfinden+Denken total differiert?

26.11.2017 09:49 Klaus 39

{ Wo geht es hin? 38 }
Wer lesen kann, der ist im Vorteil. Ich hatte geschrieben: " ... die zusammen 13,9 %-Punkte gewonnen haben ..."
Da steht "gewonnen" und nicht "bekommen."
Und bei der Bundesversammlung schrieben Sie, dass die Nichtpolitiker auch Politiker wären. Das ist aber falsch.

25.11.2017 20:07 Wo geht es hin? 38

@Wessi: Könnten Sie Ihren Beitrag 35 mal etwas entwirren? Was hat ein Gauland damit zu tun? Und wo "beklage" ich Gesetze? Ich hab nur die Fakten benannt! Können Sie das nicht auseinanderhalten? Wo habe ich behauptet, dass 12,6 % die "Mehrheit" sind? Irgendwie habe ich das Gefühl, dass bei Ihrem "Beitrag" geistige Getränke im Spiel waren...@Klaus - Zitat von Ihnen: "Unsere Besorgten arbeiten gerne mit Fake-News. Nach wie vor gilt: Der BP wird von der Bundesversammlung gewählt, der nicht nur aus Politikern besteht. Dass da niemand von der Bevölkerung drin sitzt, können Sie in Abrede stellen, das ist aber falsch, wie jeder nachlesen kann." Dann hätten Sie meinen Beitrag 19 eben RICHTIG lesen sollen - dort steht das nämlich auch so. Nach Rechenschwäche (die Linken und die AfD haben bei Ihnen ja zusammen nur 12, 8 % bei der BT - Wahl erreicht - erinnern Sie sich?) nun auch Lesen. Es geht bergab....und zwar rasant!

25.11.2017 16:35 Caroline 37

@Klaus 36
und Leute wie sie, glauben in einer Demokratie zu leben ;-)
und das mein lieber, ist auf Wikipedia widerlegt, zum Beispiel die Unabhängigkeit unserer Gerichte.

Aber sie glauben nur, sie wissen nicht(s)!

25.11.2017 13:21 Klaus 36

{ Caroline 33 }
Dass die Besorgten glauben in einer Diktatur zu leben, ist hinreichend bekannt. Schließlich glauben die ja auch in der Mehrheit zu sein.
Dennoch, Steinmeier wird das anders regeln.

25.11.2017 12:25 Wessi 35

@ 28 "quasi" und "niemand", dt. "von Politikern gewählt" ist halbwahr, es sei denn Sie ignorierten,daß diese wiederrum mindestens von Parteimitgliedern gewählt wurden, z.T. auch von Mehrheiten der Wähler.Das ist nun einmal unsere Republik+ihr Weltbild.Wenn Sie meinen,daß man sie ändern sollte tun Sie es, aber beklagen keine Gesetze, die Sie nicht ändern können,und ("nicht in eine Koalition" Gauland),nicht einmal möchte, weil man mit 12,6% absolut nicht in jener besagten Mehrheit ist. Was sollte parlamentarisch noch relevant sein?Sagen Sie es!

25.11.2017 12:01 Peter 34

da sich nach der Wahl alles massiv verschoben hat, sollte sich die Frage nach Neuwahlen gar nicht stellen, das ist zwingend Notwendig.

Schaut mal, die Grünen haben alles über Bord geworfen nur um mitzuregieren und die SPD will gar nicht regieren, sie wollen sich neu aufstellen in der Opposition.

Jetzt wollte dem Wähler die Möglichkeit gegen werden die Situation neu zu bewerten um das Kreuz an der richtigen stelle zu machen.

25.11.2017 11:48 Caroline 33

@Klaus 31
"Steinmeier regelt das jetzt, auch wenn unsere Besorgten das nicht wahrhaben wollen."

genau, wie in einer Diktatur!
Vielen Dank Klaus, besser kann es kein anderer beschreiben.

25.11.2017 11:23 NRW-Wessi 32

Um es mit Merkel´s Worten zu sagen: Das ist nicht mehr mein Land. Dafür hat die GroKo in den letzten Jahren gesorgt. Überfälle an jeder Ecke, Weihnachtsmärkte werden durch Betonklötze gesichert, immer mehr obskure Gestalten auch in ruhigen Wohngebieten am Stadtrand - nein, ich fühle mich fremd und teilweise unsicher und halte inzwischen meine Wege außerhalb des von innen verriegelten Autos möglichst kurz und meide Innenstädte.
Meine Hoffnungen setze ich im Falle einer GroKo-Fortsetzung in den künftigen Oppositionsführer, der selbstverständliche auch meine Stimme bekommen hat. Wir brauchen nicht mehr Polizei und Videoüberwachung, sondern Politiker, die das Problem an der Wurzel packen, was aus meiner Sicht nur durch konsequentes Abschieben abgelehnter Asylanten und Kontrollieren zumindest der EU-Außengrenzen zu realisieren ist.

25.11.2017 10:52 Klaus 31

Steinmeier regelt das jetzt, auch wenn unsere Besorgten das nicht wahrhaben wollen.

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