Ein Auto wird mit Diesel betankt
Dieselfahrer zahlen pro Liter Kraftstoff 18,4 Cent weniger als Besitzer von Benzin-Autos. Bildrechte: IMAGO

Dieselskandal Umweltbundesamt für Ende von Dieselprivileg

Dieselfahrer zahlen pro Liter weniger als Besitzer von Benzinern. Das Umweltbundesamt hält es für angebracht, dieses Dieselprivileg zu überdenken. Die Behörde sprach sich zudem für feste Quote für E-Autos aus.

Ein Auto wird mit Diesel betankt
Dieselfahrer zahlen pro Liter Kraftstoff 18,4 Cent weniger als Besitzer von Benzin-Autos. Bildrechte: IMAGO

Das Umweltbundesamt hat angesichts des Dieselskandals erneut die Abschaffung des Dieselprivilegs ins Gespräch gebracht. Präsidentin Maria Krautzberger sagte der "Rheinischen Post", das Dieselprivileg bei der Mineralölsteuer müsse auf den Prüfstand.

Krautzberger verwies unter anderem auf die Kosten für den Staat. Dieselfahrer zahlten pro Liter 18,4 Cent weniger als bei Benzin. Den Staat koste diese Subentionierung mittlerweile 7,8 Milliarden Euro pro Jahr. Gut dreieinhalb Milliarden Euro davon entfielen auf die Pkw-Nutzung.

Selbst bei Abzug der höheren Kfz-Steuern für Dieselautos seien das rund eineinhalb Milliarden Euro vom Staat für die Selbstzünder pro Jahr. Zum Vergleich verwies Krautzberger auf die Förderung der Elektromobilität. Diese betrage knapp eine Milliarde Euro bis 2020.

Über dieses Thema berichtet MDR AKTUELL auch im: Radio | 12.08.2017 | 03:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. August 2017, 18:29 Uhr

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29 Kommentare

13.08.2017 23:35 mark 29

Frau subentionierte Maria Krautzberger ! Man könnte doch auch die Benzinpreise bzw. Steuern auf Dieselniveau senken , ich denke der Staat kassiert dann noch genug ab ! Solls der Verbraucher entscheiden ! Die Beamten werden doch auch gegenüber den Beschäftigten in der freien Wirtschaft besser gestellt bzw. subentioniert ! Was kostet das dem Staat ... eine Ouote für Staatsdiener wäre auch interessant ! Und ob das E- Auto der Heilsbringer wird , muss sich zeigen ... Selbst wenn die deutsche Autoindustrie den Anschluss verloren haben soll,da holt man es eben wieder auf . Soweit ich weiss macht z.B. Tesla kaum Gewinn , die angeblich 1 Mio. Vorbestellungen waren dann nur 450000 , und die Arbeitsbedingungen in den Fabriken sind auch nicht prickelnd !

13.08.2017 20:24 Werner (Nachtrag) 28

"Elf Jahre brauchte der Bundestag zur Ratifizierung einer UN-Konvention gegen Korruption, doch ausgerechnet bei Abgeordneten wird Korruption weiterhin kaum nachweisbar sein. Macht nichts, meint CDU-Mann Ansgar Heveling,.. Parteispenden über 10.000 Euro zeitnah veröffentlichen? Mit der Union nicht zu machen. Sponsoringeinnahmen in den Rechenschaftsberichten der Parteien auflisten? Nicht mit CDU/CSU. Nebeneinkünfte von Abgeordneten auf Euro und Cent offenlegen? Heveling und seine Fraktion sind dagegen. Die Namen der Mandanten und Kunden transparent machen, von denen Abgeordnete im Nebenjob als Anwälte oder Berater Geld erhalten? CDU und CSU sagen nein. Ein verpflichtendes Lobbyregister schaffen, in dem Lobbyisten angeben, mit welchem Budget, in wessen Auftrag und zu welchem Thema sie Einfluss auf die Politik nehmen? Die Union weigert sich. Ein allgemeines Trasparenzregister wie in Hamburg einführen, in das Behörden und Ministerien von sich aus Dokumente..." Abgeordnetenwatch 29.09.2014

13.08.2017 20:24 Werner 27

@21:22 PeterPlys 8:2 Deutschland hat dort - dank unserer Autolobby-Betrüger - den Anschluss verloren.." Uneingeschränktes Ja. Was soll mit dem nachweislich kriminellen Kartell der "Autolobby"-Betrüger aus Politik, Behörden und Industrie geschehen? Ein Versprechen abnehmen und mit den gleichen Personen weitermachen? Dann würde es auch reichen, wenn ein Drogenkartell das Versprechen abgibt, dass es in Zukunft nur noch "sauberen Stoff" handelt und verkauft. Wobei die Oberbosse, Mitwisser und Dulder im Hintergrund sich weiterhin als "Unwissende" dumm stellen, als hätten sie damit Nichts zu tun, leere Forderungen als Sprechblasen zur Wahl abgeben und ihre Hände in Unschuld waschen. Wie glaubhaft soll das sein, wenn aus jahrelanger Erfahrung "Versprechen" so zu behandeln sind, was sie dem Wort nach eigentlich sind: "Versprecher".

13.08.2017 19:32 Wo geht es hin? 26

Die Kommentatoren der Beiträge 22-24 treffen den Nagel auf den Kopf! Und da kann man logische, nachprüfbare Argumente noch und nöcher bringen - die meisten begreifen es einfach nicht! Sind wir wirklich schon so intelligenzbefreit geworden? Es geht um Geld, Geld und nochmals Geld! Nicht um das der Politiker oder Konzernchefs - nein: um das, was ihr alle im Beutel habt! Und das soll im größtmöglichsten Umfang in die Beutel der Konzernchefs und Politiker umverteilt werden! Und die Umwelt? Das ist das am wenigsten angreifbare Feigenblatt dafür! Denn wer lässt sich schon gern als Umweltsünder hinstellen. Und schon hat man den gemeinen Bürger im Griff und viele machen dann auch noch willfährig mit bei der eigenen Beraubung! Ist das nicht klasse? Ist das nicht genial eingefädelt? Armes armes Deutschland, nicht mal mehr in der Mehrheit dazu fähig, den eigenen Verstand und die Logik zu benutzen...

13.08.2017 19:09 NRW-Wessi 25

@ 24 Frederic

Danke, dass Sie das Thema Elektrosmog ansprechen. Wie bei WLAN und Mobilfunk wird dieses Thema gerne heruntergespielt und jeder, der sich mit dieser Thematik kritisch befasst, wird als Aluhutträger ins Lächerliche gezogen.
Man sollte aber wissen, dass gerade in E-Autos ein sehr starkes Feld entsteht, welches Auswirkungen auf den Organismus hat, oder zumindest haben kann.
Komischerweise möchte niemand unter einer 110kV-Freileitung wohnen, das Nutzen von WLAN oder das Fahren von E-Autos ist aber egal ...

13.08.2017 18:22 Frederic 24

Die Märchenerzähler vom UBA sind unterwegs ! In der BRD wird mit aller Macht gegen den Diesel, mit allen- möglichen NEGATIV Eigenschaften - gelogen dass die Balken sich biegen. Es geht hier einzig darum den Sauberen Diesel aus dem Verkehr zu ziehen - nur damit die Menschen, das ÜBERTEUER- TE E - Auto kaufen sollen. Nur bei dem E-Auto entsteht wie beim Propellerstrom - ELEKTROSOMG - davon möchte z.Zt. keiner etwas wissen. Die Politiker der BRD sind dabei die Deutsche Undus- trie voll gegen die Wand zu fahren. Das einzige was die Politiker können ist sabbeln und dafür einen haufen an Geld zu kassiere, aber sonst ???

13.08.2017 18:00 NRW-Wessi 23

@ 22 der_Silvio

Vermutlich haben Sie auch einen T4 oder T5 mit 5 Zylindern, der bei guter Pflege locker 500.000km macht. Es liegt auf der Hand, dass man diese ausgereiften, robusten Autos von der Straße haben will. Ginge es wirklich um die Umwelt, so wäre man darauf bedacht, diese Autos lange zu erhalten und dabei Resourcen zu schonen. Aber es geht hier ausschließlich um das Geschäft der Autoindustrie. Der angebliche Diesel-Skandal und der nunmal naturbedingte Klimawandel sind für mich nichts anderes als Wirtschaftsförderungsprogramme, worauf leichtgläubige Zeitgenossen reihenweise hereinfallen.

13.08.2017 16:57 der_Silvio 22

@21 fragender Rentner; alle reden vom Steuervorteil beim Diesel an der Tankstelle. Bei der KFZ-Steuer wendet sich das Blatt. Da ist der Diesel teilweise mehr als das Doppelte teurer als der gleich große Benziner. Verstehen sie das auch als Steuervorte? Ich zahle über 400€ für meinen 2,5l TDI; für nen 2,5l Benziner wären es ca. 153€ bei der gleichen Euro-Norm.
Das ganze ist dem geschuldet, daß unsere Registrierung mehr Geld braucht und gleichzeitig der Automobilindustrie zu mehr Gewinnen verhelfen will - und das zu Lasten der Bürger. Den Politikern ist dabei völlig klar, daß Millionen Autofahrer kein Geld haben, sich ein neues Auto kaufen zu können.

13.08.2017 15:41 Fragender Rentner 21

Warum werden die Dieselautos bei den Steuern gegenüber den Autos die mit Benzin fahren bevorzug?

ca. 0,18 € unterschied!

Ist das eine ehrliche Politik gegenüber den Autofahrern?

Ist derDiesel für die LKWs nicht auch noch güstiger?

13.08.2017 15:10 Wieland der Schmied 20

Die unterschiedlichen Steuersätze für Diesel und Benzin rühren davon her, dass auch Ausländer hier den Kraftstoff tanken sollen, anstatt ihn nur von zu Hause mitzubringen . Das ist ein Wettbewerbsthema und keine Priveligierung, wie die Leiterin der Bundesumweltamtes entgegen besseren Wissens propagandistisch ausgibt. Mit solchen links-grünen Propagandisten anstelle Fachleuten sind wir gestraft ohne Ende. Die AfD kann noch nicht alles richten, was da krumm im Lande herumsteht, aber nach und nach wohl auch das, dafür meine Stimme.