Zahl der Zwischenfälle vervierfacht Flugsicherung verlangt strengere Regeln für private Drohnen

Die Zahl der Zwischenfälle mit Drohnen an deutschen Flughäfen ist in den vergangenen Wochen drastisch gestiegen. Die Sprecherin der Deutschen Flugsicherung, Kristina Kelek, sagte MDR AKTUELL, bis Ende September hätten Piloten 55 Zwischenfälle gemeldet. Im gesamten vergangenen Jahr seien es 14 gewesen.

Drohnenführerschien und Registrierungspflicht

Die Deutsche Flugsicherung fordert wegen der zunehmenden Zahl an Drohnen in Deutschland eine Regulierung des Marktes. Sprecherin Kelek sagte, die DFS fordere insbesondere einen Drohnenführerschein. Dieser Führerschein sollte alle drei Jahre erneuert werden.

Außerdem fordert die DFS eine Registrierungspflicht für alle Drohnen ab 500 Gramm und bei bestimmten Drohnen eine Transponderpflicht. Transponder sind Geräte, die es den Fluglotsen erlauben sollen, Drohne auf dem Radar zu erkennen.

Die Deutsche Flugsicherung erfasst gemeldete Behinderungen durch Drohnen. Nach eigenen Angaben handelt es sich in den meisten Fälle um Drohnensichtungen durch Piloten. Diese müssen die Piloten umgehend dem Fluglotsen melden.

Frankfurt am Main ist besonders betroffen

Besonders häufig tauchten unerwartete Drohnen in diesem Jahr am Flughafen Frankfurt am Main auf: 15 Drohnen wurden dort gesichtet. In Sachsen und Thüringen waren der Flughafen Leipzig-Halle mit zwei Sichtungen und der Flughafen Erfurt mit einer Meldung betroffen. Einmal wurde nach Angaben der Flugsicherung eine Drohne von einem Piloten der Aerologic-Frachtflotte (Boeing 777) im Landeanflug auf den Flughafen Leipzig-Halle bemerkt. In Erfurt wurden die Fluglotsen noch rechtzeitig auf die Drohne aufmerksam. Alle drei Fälle hatten den Angaben zufolge keine Auswirkungen auf den Flugverkehr.

Drohnenzwischenfälle an Flughäfen bis 30.09.2016
Flughafen Zwischenfälle
Frankfurt / Main 15
Köln-Bonn 8
Düsseldorf 5
Hamburg 4
Berlin-Tegel 4
München 4
Leipzig 2
Stuttgart 1
Kassel-Calden 1
Erfurt 1
Dortmund 1
Weeze 1

Immer mehr Drohnen unterwegs

Laut DFS gibt es in Deutschland derzeit ungefähr 400.000 Drohnen; 300.000 werden privat genutzt, 100.000 gewerblich. Nach DSF-Schätzungen wird sich ihre Zahl bis 2020 auf 1.130.000 fast vervierfachen.

Zuletzt aktualisiert: 25. Oktober 2016, 21:19 Uhr

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18 Kommentare

27.10.2016 14:32 Krause - "ich bin ja ein Nazi, aber" 18

@ 17:
Deine Argumentation wird immer abenteuerlicher!
Nun sind Geschwindigkeitsbegrenzungen für Dich auch eher Richtlinien?? Wenn man nicht genug Sensibilität beim Autofahren entwickelt, um die eigene Geschwindigkeit richtig abzuschätzen, dann ist es also gar nicht so schlimm, wenn man das ein oder andere Limit überschreitet?

Mir ist einer an einer roten Ampel hinten reingefahren, weil er zu der Zeit, als die Ampel umschaltete, 'grad mal einen Augenblick mit seinem Radio beschäftigt war' - das war seine Aussage gegenüber dem Polizisten! Wie Du siehst, bist Du mit Deiner Ansicht nicht allein. Durch das Schleudertrauma hatte ich über 10 Jahre Beschwerden.
Der Typ hatte dies trotzdem noch kommen sehen und versucht zu bremsen: allein, es war zu spät und er hat mich mit meinem Auto über die Kreuzung geschossen. Ich denke, zu dem Zeitpunkt hatte er auch wieder Blickkontakt zu meinem Auto...

Wie das mit Deiner Erklärung zusammenhängt, wirst Du leider vllt. auch nicht begreifen...

27.10.2016 12:49 Diddy 17

@ Krause - "ich bin ja ein Nazi, aber" 16: ----Teil 2----
Ob ich alle Gesetze darüber 100%ig kenne, habe ich nie behauptet. Deine Gesetze, oder Gesetzesvorstellungen, die Dir so Vorschweben interessieren hier bestimmt keinen, denn Du bist nicht der Gesetzgeber und so lange, wie der nichts ändert, tangieren mich Deine frommen Wünsche und Unterstellungen nur peripher. Es geht hier nicht nach Deinen Wünschen, sondern einzig und allein um die Gesetze des Gesetzgebers und die sind bis jetzt eindeutig. Du siehst bei Deinem Auto auch nicht ständig auf den Tacho, oder auf den Monitor, wenn Du fährst. Übrigens die Drohne kann was, was Dein Auto nicht kann oder darf, nämlich für den Blick auf den Monitor kurzzeitig per GPS in der Luft geparkt werden. Da ist der Blickkontakt sofort wieder gewährleistet. Wahrscheinlich begreifst Du das nicht, aber es ist trotzdem so.

26.10.2016 22:30 Krause - "ich bin ja ein Nazi, aber" 16

Lieber Diddy!
Du schriebst: " Damit ist der FPV Flug wiederum erlaubt, da man ja das Fluggerät auch „normal“ im Auge behalten kann. Voraussetzung ist natürlich, dass man alle paar Sekunden schaut, wo sich das Gerät befindet, denn wenn man erstmal 2 Minuten per FPV durch die Gegend geflogen ist, wird man es in einer kritischen Sekunde sicher nicht mehr so schnell in Sichtkontakt bekommen."

Daraus muß man wohl schließen, daß Du schon mal nicht 'alle paar Sekunden' auf Deine Drohne geachtet hast, sondern mind. 2 Minuten ohne Check per FPV geflogen bist.

Damit hat sich das Thema für mich auch erledigt.

26.10.2016 21:00 Diddy 15

@ Krause - "ich bin ja ein Nazi, aber" 13+14: Hier sieht man, dass Du wenig Ahnung von der Materie hast und auch wie immer und überall Recht haben willst. Zähle weiter die Fliegen an der Wand, da hast Du ein Hobby was nicht gefährlich ist. ;-) Du begreifst ja nicht mal was andere schreiben. Ich habe nie geschrieben, das ich mit Brille FPV fliege und habe auch nur auf Dein FPV Verbot mit Brille reagiert und Dir geschrieben, dass man auch ein Handy als Bildempfänger anschließen kann. Das zählt zwar auch unter FPV, ist aber nicht verboten weil man die Drohne auch noch zusätzlich mit bloßem Auge sehen kann. Da sagt der Gesetzgeber, dass dies nicht verboten ist, auch wenn Du das nicht so siehst. Wie Du schon geschrieben hast, mit den zwei Gehirnzellen, die man nicht ausnutzt. Der Einzige, der sich immer in den Vordergrund stellt, bist wohl Du, Überall stellst Du Dich als Oberlehrer hin, der alles besser weiß. Weiter so, du machst Dich unglaubwürdig und lächerlich.

26.10.2016 17:02 Krause - "ich bin ja ein Nazi, aber" 14

Am gefährlichsten sind immer diejenigen, die meinen, Gesetze gelten nur für Dumme... und sich davon ausschließen.

Allein Deine Einführung in #12 sollte eine Diskussion um dieses Thema beenden! Zitat "Hier ein Auszug aus der Gesetzgebung, was auch unter FPV zählt."

Schicke Aufzählung, aber auch diese von Dir angeführten Varianten zählen - wie Du selbst behauptest - zu den FPV's. Deshalb nochmal für Dein besonderes Verständnis:
"Der Flugbetrieb darf nur in direkter Sichtweite des Steuerers stattfinden. Ferngläser, On-Board Kameras, Nachtsichtgeräte oder ähnliche technische Hilfsmittel fallen nicht unter den Begriff der direkten Sichtweite."

Immer wieder das selbe mit dieser Spezies:
eigene Verfehlungen nicht einsehen bzw. mit anderen Verfehlungen relativieren. Wie gesagt: das kenne ich von Dir auch aus anderen Themen.

26.10.2016 16:55 Krause - "ich bin ja ein Nazi, aber" 13

@ 12:
Der Unterschied zwischen Dir und mir scheint mir in der Tatsache, daß Du die 'Freiheit Deines Hobbys' in den Vordergrund stellst, während ich das eher sekundär sehe und die Befolgung von Richtlinien oder Gesetzen als primär ansehe, an denen ich mein Handeln ausrichten muß.

Bei meinen Hobbys kann man gern kontrollieren: ich übertrete damit keine Richtlinien zur Flugsicherheit oder ähnliches.

Du hast ja auch offensichtlich mein Zitat zur Regelung der Nutzung von Drohnen akzeptiert, nur kommst nun mit anderen Hilfsmitteln, die wiederum nicht 'unter den Begriff der direkten Sichtweite' chargieren.

Und viel schlimmer: Du selbst beschreibst ja die Gefahren, die die Benutzung durch 'indirekte Sichtweite' entstehen - und relativierst sie gleich wieder.

Aber das kenn ich ja von Dir: sobald es um eigenes Handeln geht, ist immer Raum für Relativierungen... und Du hast natürlich alle angedachten Gefahren im Griff und von daher sollten Gesetze nur für andere gelten.

26.10.2016 14:32 Diddy 12

@ Krause - "ich bin ja ein Nazi, aber" 11: Hier ein Auszug aus der Gesetzgebung, was auch unter FPV zählt. Es muss nicht die Brille sein:
>--- Der DJI Vision wird aber von DJI nicht mit einer FPV Brille ausgeliefert, sondern man bekommt das Livebild des Copters per WLAN an sein iPhone oder iPad in eine entsprechende App von DJI gesendet. Damit ist der FPV Flug wiederum erlaubt, da man ja das Fluggerät auch „normal“ im Auge behalten kann. Voraussetzung ist natürlich, dass man alle paar Sekunden schaut, wo sich das Gerät befindet, denn wenn man erstmal 2 Minuten per FPV durch die Gegend geflogen ist, wird man es in einer kritischen Sekunde sicher nicht mehr so schnell in Sichtkontakt bekommen. <---
Ja, ich will ja nicht meckern, aber Wissen ist Macht, nichts wissen macht nichts. ;-)) Fangen wir langsam an Haare zu spalten? Wer nur negatives sucht, wird immer was finden, das trifft auf vieles zu. Hoffentlich sucht niemand bei Deinen Hobbys nur das negative und verbotene raus. ;-))

26.10.2016 12:09 Krause - "ich bin ja ein Nazi, aber" 11

@ 10:
Zitat "FPV ist das Zauberwort für viele, man hat zwar keine direkte Sichtverbindung, aber man sieht praktisch aus der Drohne raus und weiß immer wo man ist und was einen umgibt. Grauzone"

Dazu Zitat aus Vorschriften für die Nutzung von Drohnen und Multikoptern:
"Der Flugbetrieb darf nur in direkter Sichtweite des Steuerers stattfinden. Ferngläser, On-Board Kameras, Nachtsichtgeräte oder ähnliche technische Hilfsmittel fallen nicht unter den Begriff der direkten Sichtweite."

Wie Du siehst: keine Grauzone, sondern ordentlich beschrieben. Ich würde vorschlagen: erst die Anleitung, dann die Gesetze lesen, dann auspacken! ;)

26.10.2016 10:50 Diddy 10

@ Krause - "ich bin ja ein Nazi, aber" 9: Da haben wir wieder das Problem mit den zwei Gehirnz. ;-) Du kannst Dir auch nicht vorstellen, dass, auch wenn per Sicht geflogen wird, das Ding sich aus welchen Gründen auch immer selbstständig macht, oder abstürzt. Bei herbstlichen Aufnahmen am Waldrand z. B. Die kann unter Sicht auch in den Wald stürzen. Auch wenn Du siehst wo sie in den Wald gestürzt ist, die hängt dann irgendwo in einem Baum. Oder wenn die Drohne sich selbstständig macht, außer Sicht gerät, abstürzt und Schaden anrichtet, sollte der jenige, der das Ding findet, wenigstens wissen, an wen er sich wegen der Versicherung wenden kann. Deshalb ist da die Anschrift usw. auf der Drohne. Übrigens die Drohne siehst Du noch in etwa 250 m Entfernung und 70 m Höhe. Kommt immer auf die Größe der Maschine an. FPV ist das Zauberwort für viele, man hat zwar keine direkte Sichtverbindung, aber man sieht praktisch aus der Drohne raus und weiß immer wo man ist und was einen umgibt. Grauzone

25.10.2016 21:46 Krause - "ich bin ja ein Nazi, aber" 9

@ 8:
Das mit dem Verstand ist so eine Sache!
Nach den Jahrzehnte alten Erfahrungen sollte auch der letzte in Deutschland verstanden haben, daß man nicht saufen und danach Auto fahren sollte! Trotzdem gab es 2014 260 Tote und gut 16.000 Verletzte durch Alkoholunfälle.
Allein die Zahlen aus dem Bericht: 14 Drohnen-Vorfälle im letzten, schon 55 Vorfälle in diesem Jahr.

Ohne Frage: selbst mit nur zwei Hirnzellen kann man sich vorstellen, daß man Drohnen nicht in der Nähe von Flughäfen fliegen läßt. Trotzdem haben sich 55 Menschen offensichtlich dieses Jahr gedacht, daß die Vernunft aus zwei Gehirnzellen überbewertet wird.

Dürfen Drohnen nicht nur auf Sicht geflogen werden? Warum hast Du Deine dann beschriftet, wenn sie gar nicht aus Deinem Sichtfeld verschwinden darf? Wenn mit dem Ding etwas passiert, sollte der Geschädigte Dich ziemlich schnell als Piloten ausmachen können, wenn es denn so läuft, wie es darf.