Mark Zuckerberg
Bildrechte: Getty Images

Facebook-Chef Zuckerberg räumt Fehler beim Umgang mit Hasskommentaren ein

Mark Zuckerberg
Bildrechte: Getty Images

Facebook -Chef Mark Zuckerberg hat bei einer Fragestunde mit jungen Facebook-Nutzern ein konsequenteres Vorgehen gegen Hasskommentare im Internet angekündigt. "Ganz ehrlich, bis vor kurzem haben wir das in Deutschland nicht gut genug gemacht, und wir werden hier auch weiterhin eine bessere Arbeit leisten müssen", sagte Zuckerberg am Freitag in Berlin. "Wir hören die Botschaft klar und deutlich, und wir haben uns verpflichtet, es besser zu machen", betonte der Amerikaner. "Hasskommentare haben keinen Platz auf Facebook und in unserer Nutzer-Gemeinde."

Altmeier: Werden Facebook genau auf die Finger schauen

Der Facebook-Gründer erklärte, ein Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel habe ihm gezeigt, dass Facebook mehr tun müsse. Die CDU-Politikerin hatte den 31-Jährigen am Rande eines UN-Treffens in New York auf das Problem angesprochen. Am Donnerstag traf er sich mit Kanzleramtschef Peter Altmeier. Die Bundesregierung wolle dem US-Technologieriesen genau auf die Finger schauen, sagte Altmeier nach dem Treffen.

Kritiker werfen dem weltgrößten Internet-Netzwerk mit 1,6 Milliarden Nutzern vor, Hasskommentare auf seinen Webseiten nicht umfassend genug zu löschen. Anfang des Jahres hatte Facebook bekanntgegeben, dass es mit Löschteams von Deutschland aus gegen Hasskommentare vorgehen will. Die Bertelsmann-Tochter Arvato wurde beauftragt, für das soziale Netzwerk Inhalte zu überprüfen und rassistische Einträge oder auch Gewaltandrohungen zu entfernen.

Zuletzt aktualisiert: 26. Februar 2016, 20:13 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

21 Kommentare

27.02.2016 16:20 MuellerF 21

@Werner: Sie reden Unsinn! Im JURISTISCHEN Sinne kann man nicht klar definierbare Gruppen wie zB "Politiker" , "Sachsen", "Pegida" NICHT beleidigen u./o. bedrohen - einzelne Menschen aber schon; so haben zB etliche Politiker in letzter Zeit unverhohlene Gewaltandrohungen erhalten, die juristisch relevant waren/sind. Die heute-Show ist übrigens eine SATIREsendung & läuft juristisch unter "Kunstfreiheit"! Offenbar haben Sie bildungsmäßig doch oft "geschlafen", wie Sie sagen..und wollen nun andere mit "fundiertem Halbwissen" einlullen...FAIL!

27.02.2016 14:46 Werner 20

@MuellerF 18: Nach Ihren Vorstellungen sind öffentliche Beleidigungen und Diffamierungen von politischen Amtsträgern! gegen ganze Gruppen und Teile dieses Landes also Unsinn: "Nazis in Nadelstreifen", "Mob", "Pack", "Ratten"... "...mit Hass im Herzen". Gestern abend wird in der "heute-Show" eine Weihnachts- Pyramide aus dem "Hetzgebirge" gezeigt. Gleichzeitig brennt ein Modell des Hotels in Bautzen, obwohl die poliz. Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind. Wenn das nicht der erbrachte Nachweis für politisch geplante Hetze eines Staats-Senders ist, habe ich in Schule und Studium geschlafen. Es ist davon auszugehen, dass mindestens beim "Verband erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller" und Tourismusverbänden Klagen gegen das ZDF vorbereitet werden. Mindestens Geschäftsschädigung und dafür in Millionenhöhe.

27.02.2016 13:44 Peter Mayer 19

Was war das schlimme in den Kommentaren bei Dunja H. und andererseits die Wünsche nach Krebs für den AfD eines Hans Sarpei demgegenüber kein Hass? WVird der MDR zensieren?

27.02.2016 12:31 MuellerF 18

"Zensur", "Diktatur", "DDR2.0" etc.- diese Begriffe sind doch in diesem Zshg. absoluter Unsinn! Die Meinungsfreiheit hatte SCHON IMMER Grenzen, nämlich dort, wo andere Menschen beleidigt, bedroht oder verleumdet werden. Dass Facebook jetzt Schritte zum Schutz des Individuums einleitet, war ÜBERFÄLLIG! Wer jetzt dagegen wettert, offenbart entweder Unkenntnis der Gesetzeslage oder mangelhafte Erziehung & Anstand..oder beides zusammen!

27.02.2016 11:47 tetyei jános 17

Gibt es eigentlich ein kommentar ohne hass? Ich hasse zuckerberg schon von der erste satz seiner äußerung!

27.02.2016 11:40 M.Palme 16

Sehr zu begrüßen. Vor allem, wenn auch den linksextremen Hasskommentaren und linken Gewaltaufrufen Einhalt geboten wird.

27.02.2016 11:29 Anna Lüse 15

Auf Deutsch bedeutet das - der Staat möchte die totale Zensur! Regierungskritiker sollen vollends mundtot gemacht, organisierter Bürgerprotest verhindert werden! DDR 2.o ! Facebook, nein danke!

27.02.2016 10:30 ralf meier 14

Hetze gibt es nicht nur auf Facebook. . Herr Bartsch bedankte sich am Mittwoch im Bundestag bei 'Kirche und Antifa' für ihren Einsatz gegen die Clausnitzer u.a. . Hetze gibt es auch in der Qualitätspresse wie in dem Artikel 'Danke liebe Antifa' aus dem Berliner Tagesspiegel vom 24.01.2014. Da steht z.B. 'Wollen Nazis heute durch Straßen ziehen, werden sie von einem riesigen Polizeiaufgebot abgeschirmt..... Passanten sind weit weg, Hetzparolen verhallen ungehört. Das alles passiert nur, weil der Staat genau weiß, dass militante Linke sonst Radau machen.' Soweit zu den Unterstellungen aus Antifa und etablierter Politik, Pegida hätte den hohen Polizeiaufwand zu verantworten. Bei so viel Zuspruch für die Antifa und ihre Schlägertruppe muß man nicht überlegen, wen 'die Bertelsmann-Tochter Arvato' zukünftig zensieren wird und wen nicht. @MDR Auf welcher gesetzlichen Grundlage erfolgt die Zensur eigentlich?

27.02.2016 10:29 MuellerF 13

@7: WAS als Hasskommentar zählt, ist bereits jetzt in entsprechenden Gesetzen festgelegt: Beleidigung, Bedrohung, Volksverhetzung u.ä. Dinge- von daher ist Ihre Meinung "Entwicklung zur gelenkten Demokratie" ganz großer Humbug, aber Teil eines inzwischen leider sehr üblichen Verschwörungsgeraunes!

27.02.2016 10:29 ralf meier 12

Sorry MDR in meinem letzten Kommentar habe ich aus Versehen die URL zum Artikel hineinkopiert. Ich schicke ihn deshalb in einem getrennten Kommentar noch einmal ohne URL .