Station des Leipziger City-Tunnels : Sanierter Portikus offiziell übergeben
In Leipzig ist am Freitag der sanierte Portikus des Bayerischen Bahnhofs offiziell übergeben worden. Das rund 160 Jahre alte Bauwerk mit seinen vier Torbögen war in den vergangenen zweieinhalb Jahren komplett auf Vordermann gebracht worden. Das sächsische Landesamt für Straßenbau und Verkehr erklärte MDR INFO, man habe den Portikus wieder in seinen historischen Zustand zurückversetzt. Ursprünglich sollten die Arbeiten schon im Spätherbst abgeschlossen sein. Weil die Bausubstanz maroder war als angenommen, dauerte die Sanierung aber länger. Sachsens Verkehrsminister Sven Morlok erklärte die Fertigstellung des Portikus zum "wunderbaren Meilenstein der Bauarbeiten". Das mache den Leipzigern "sichtbar, dass es mit großen Schritten vorangeht".
Bayerischer Bahnhof eine Station des City-Tunnels
Wegen der Bauarbeiten für den Leipziger City-Tunnel war der 2.800 Tonnen schwere Portikus im April 2006 mit riesigem technischen Aufwand um mehr als 30 Meter verschoben worden. Im November 2009 rückte der Nordgiebel der zerstörten ehemaligen Bahnhofshalle wieder an seinen angestammten Platz und wurde danach umfassend saniert. Ende 2013 soll am Bayerischen Bahnhof eine Station des City-Tunnels eröffnet werden. Damit kehrt nach mehr als einem Jahrzehnt Pause wieder Zugverkehr in das Leipziger "Eisenbahn-Südtor" zurück. Insgesamt gibt es auf der rund fünf Kilometer langen Strecke vier Stationen. Mit 960 Millionen Euro wird der City-Tunnel fast doppelt so teuer wie geplant. Außerdem wird er auch viel später fertig als geplant. Eigentlich sollten bereits 2009 die ersten Züge durch den Tunnel fahren.
Der Bayerische Bahnhof wurde 1840 bis 1844 für die sächsisch-bayerische Staatseisenbahn zwischen Leipzig und Hof gebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde das klassizistische Gebäude stark beschädigt.
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