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Prostatakrebs : Therapien im Langzeit-Test

Die Krebshilfe hat eine Langzeit-Studie zu den Behandlungsmethoden bei Prostatakrebs gestartet. "PREFERE - Die deutsche Prostatakrebsstudie" ist den Angaben zufolge einer der bisher größten klinischen Studien auf dem Gebiet der Onkologie. Laut Deutsche Krebshilfe e. V. werden erstmals alle heute gängigen Behandlungsoptionen bei den Frühformen von Prostatakrebs an rund 7.600 Patienten vergleichend untersucht. Rund 1.000 niedergelassene Urologen und Strahlentherapeuten sowie mindestens 90 Prüfzentren bundesweit seien daran beteiligt. Bis 2030 finanzieren die Deutsche Krebshilfe sowie die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen das Projekt mit rund 25 Millionen Euro.

Präsident der Krebshilfe: "Beteiligen Sie sich!"

Im Brachytherapiezentrum Chemnitz wird von einem Team von Urologen, Fachärzten für Strahlentherapie und Strahlenphysikern ein Patient mit Prostatakrebs behandelt
Behandlung eines Patienten mit Prostatakrebs im Brachy-Therapiezentrum Chemnitz

Die neue Großstudie solle Richtung weisend sein, sagte der Schirmherr der Studie und Präsident der Deutschen Krebshilfe, der frühere WDR-Intendant Fritz Pleitgen: "Wir rufen betroffene Patienten und niedergelassene Urologen auf: Beteiligen Sie sich!" Das Projekt habe vor allem das Ziel, mehr Sicherheit für die Patienten und Ärzte zu schaffen: "Die Frage nach der individuell besten Therapie soll durch die Erkenntnisse der Studie einfacher zu beantworten sein", sagte Pleitgen.

Allerdings könne sich die Studie schon direkt nach ihrem Start positiv auf die Versorgung auswirken. So sagte der Geschäftsführende Vorstand des AOK-Bundesverbands, Uwe Deh: "Alle betroffenen Männer profitieren ab sofort von der umfassenden und wissenschaftlich fundierten Aufklärung über die Vor- und Nachteile aller vier Behandlungsoptionen." Deh ist federführend für die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen an dem Vorhaben beteiligt.

Wissenschaftler beim Forschen
Neue Langzeit-Studie untersucht Behandlungen und Erfolgsaussichten.

Neben den Kassen sind zahlreiche weitere Institutionen und Organisationen des deutschen Gesundheitswesens in das Projekt involviert, etwa die Deutsche Gesellschaft für Urologie und die Deutsche Gesellschaft für Radio-Onkologie, der Berufsverband Deutscher Urologen, die Deutsche Krebsgesellschaft sowie der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe.

"Die PREFERE-Studie ist das größte deutsche urologische Forschungsprojekt der letzten 50 Jahre", erklärte Professor Dr. Michael Stöckle, Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie des Universitätsklinikums Saarland. Er leitet die Studie gemeinsam mit Professor Dr. Thomas Wiegel, dem Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radio-Onkologie am Uni-Klinikum Ulm. Grundlage war ein Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) der Ärzte und Krankenkassen, der die Aufnahme der sogenannten Brachytherapie in den ambulanten Leistungskatalog der Kassen ausgesetzt hatte. Der Grund: Es gab keine ausreichenden Daten.

Prostatakrebs 2007/2008

Zuletzt aktualisiert: 22. Januar 2013, 21:29 Uhr

2. Jochen Dietze:
Vor mehr als 3 Jahren bin ich an Prostatakrebs erkrankt.Die radikale Entfernung erfolgte kurze Zeit später mit anscheinend guten Erfolg.Im Januar 2012 lebte der Tumor erneut auf,so dass ich mich sofort für eine Strahlenterapie entschieden habe.Insgesamt 37 Bestrahlungen habe ich absolviert.Heute kann ich sagen,es hat sich wahrscheinlich ausgezahlt.Ich kann allen Männern ab 50 nur dringend raten geht zur Vorsorgeuntersuchung,nur so kann geholfen werden
22.01.2013
15:38 Uhr
1. Frank WITTE:
Etwas verwirrend dargestellt ist das Ausmaß, weil die statische Basis unklar ist: Sind etwa unter der Bezugsgröße "je 100.000 EINWOHNER" nicht nur alle Altersgruppen sondern auch FRAUEN - bekanntlich ohne Prostata - und nicht einzig Männer zu verstehen ?
22.01.2013
15:21 Uhr

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Prostatakrebs

Prostatakrebs ist heute die häufigste Krebsart unter Männern in Deutschland. Nach den Schätzungen des Robert Koch-Instituts erkranken jedes Jahr etwa 67.600 Patienten daran.

Ein Großteil der Betroffenen hat einen lokal begrenzten Tumor. Hier kommen drei Behandlungsmethoden infrage - das operative Entfernen der Prostata, die Bestrahlung des Tumors von außen oder seine Behandlung mit dauerhaft in der Prostata platzieren Strahlenquellen, die sogenannte Brachytherapie.

Zudem wird bei einem weiteren Fortschreiten der Krankheit diese dann regelmäßig und genau überwacht - bei Einleitung weiterer Therapieschritte.

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