Ein Kind wird geimpft
Kinder zwischen zwei und sechs Jahren werden ihren Grippeschutz künftig wieder verstärkt mit einer Spritze bekommen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt Nasenspray nicht mehr als bevorzugten Impfschutz. Bildrechte: Colourbox.de

Impfkommission Grippe-Impfung als Nasenspray für Kleinkinder nicht mehr empfohlen

Bei Grippeschutz-Impfungen müssen kleine Kinder wieder häufiger mit einem Pikser rechnen. Die Impfkommission empfiehlt Nasenspray nicht mehr als bevorzugte Impfung. Neue Empfehlungen gibt es auch zu Hepatitis und Tetanus.

Ein Kind wird geimpft
Kinder zwischen zwei und sechs Jahren werden ihren Grippeschutz künftig wieder verstärkt mit einer Spritze bekommen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt Nasenspray nicht mehr als bevorzugten Impfschutz. Bildrechte: Colourbox.de

Bei Kindern zwischen zwei und sechs Jahren wird Nasenspray als Grippeschutz-Impfung nicht mehr bevorzugt empfohlen. Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut hat seine Impf-Empfehlungen entsprechend aktualisiert.

Keine überlegene Wirksamkeit mehr nachweisbar

Die Experten erklärten, im Vergleich zu den normalen inaktivierten Grippe-Impfstoffen sei keine überlegene Wirksamkeit des Nasensprays mehr nachweisbar.

Bereits in der vergangenen Grippesaison hatten sie ihre Empfehlung, kleinere Kinder, die etwa unter chronischen Krankheiten leiden, bevorzugt mit dem über die Nase zu gebenden Lebendimpfstoff zu versorgen, vorläufig ausgesetzt. Die Empfehlung wurde nun endgültig zurückgezogen.

Hepatitis-Impfungen auch für Ehrenamtler

Neue Impf-Empfehlungen gibt es auch zu Hepatitis A und B sowie zu Tetanus. Die Impfkommission rät nun auch ehrenamtlich tätigen Menschen zu Impfungen gegen Hepatitis A und B, die einem ähnlich hohen Infektionsrisiko wie bestimmte Berufsgruppen ausgesetzt sind.

Das gilt zum Beispiel für den Gesundheitsdienst und Menschen, die in Kitas, Behindertenwerkstätten und Asylheimen arbeiten. Auch Auszubildende, Studierende und Praktikanten werden ausdrücklich genannt.

Tetanus-Auffrischung alle zehn Jahre

Eine Auffrischimpfung gegen Tetanus, den sogenannten Wundstarrkrampf, empfiehlt die Ständige Impfkommission bei geringfügigen, sauberen Wunden nur noch dann, wenn seit der letzten Impfung mehr als zehn Jahre vergangen sind. Damit wurde die Absenkung der Frist auf fünf Jahre wieder rückgängig gemacht.

Über dieses Thema berichtet MDR AKTUELL auch im: Radio | 24.08.2017 | 14:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. August 2017, 14:39 Uhr