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Ratgeber : Alles wichtige rund um Kinderreisepass und Reiseversicherungen

Sonnencreme, ein nettes Buch und die Sonnenbrille: Ganz klar, diese Dinge sollten in keinem Sommerurlaub fehlen. Hat man etwas davon vergessen, kann man es notfalls noch im Urlaubsort kaufen. Bei Dokumenten ist das dagegen nicht so einfach. Um die müssen sie sich noch zu Hause kümmern.

Neu: Der Kinderreisepass

Während es bisher gereicht hat, das Kind im Reisepass eines Elternteils eintragen zu lassen, müssen Kinder seit Juni bereits ab der Geburt ein eigenes Reisedokument haben. Für Reisen innerhalb der EU reicht meist ein Personalausweis, außerhalb der EU ist ein Reisepass erforderlich.

Das Reisedokument kann in allen örtlichen Bürgerbüros und Meldestellen beantragt werden. Mitzubringen sind die Geburtsurkunde des Kindes und ein biometrisches Passbild. Auch das Kind, für das der Ausweis oder der Pass beantragt wird, muss bei der Antragstellung mit dabei sein. Außerdem müssen beide Sorgeberechtigten ihre Personalausweise bei der Antragstellung vorlegen. Ist es nicht möglich, dass beide Eltern zur Antragstellung erscheinen, werden eine Zustimmungserklärung und die Kopie des Personaldokuments des abwesenden Elternteils benötigt.

Die Reisedokumente gelten sechs Jahre bis maximal zum vollendeten 12. Lebensjahr. Danach können die Eltern je nach Reiseverhalten über einen Personalausweis (für EU-Länder ausreichend) oder einen Reisepass für das Kind entscheiden. Der Reisepass für Kinder kostet 13 Euro, der elektronische Reisepass 37,50 Euro und der Personalausweis 22,80 Euro.

Welche Reiseversicherungen sind sinnvoll?

  • Reisekrankenversicherung
Mittagsmagazin Krankenhaus

Die Reisekrankenversicherung ist die wichtigste Reiseversicherung. Wer sich im Ausland stationär behandeln lassen muss, den kann das sonst mehrere Tausend Euro am Tag kosten. Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt höchstens einen Teil der Kosten. Eine Reisekrankenversicherung dagegen deckt auch Medikamente, Arztbesuche, Krankenrücktransporte, Rettungsflüge und Überführungskosten bei Tod ab.

  • Reiserücktrittsversicherung

Eine Reiserücktrittsversicherung erstattet die Reisekosten zurück, falls man seinen Urlaub zum Beispiel wegen eines Todesfalls in der Familie nicht antreten kann. Je mehr Geld sie im Fall der Fälle zurückbekommen möchten, umso teurer ist die Versicherung. Deshalb sollten Sie sich die Investition auch gut überlegen. Sinnvoll ist diese Versicherung bei sehr vorzeitiger Buchung, bei Urlaub mit kleinen Kindern oder bei teuren Urlauben.

  • Reisehaftpflichtversicherung

Es macht Knacks und schon ist es passiert: Ganz schnell hat man das Eigentum eines anderen beschädigt, und das kann teuer werden. Deshalb sollten Sie in ihrer privaten Haftpflichtversicherung überprüfen, ob diese auch weltweit gilt. Sollten sie keine besitzen, ist eine Reisehaftpflichtversicherung ratsam.

  • Reisegepäckversicherung

Eine Reisegepäckversicherung lohnt sich eher bei längeren Reisen. Hier ist das Risiko höher, dass das eigene Gepäck entwendet oder beschädigt wird. Allerdings sind oft Wertgegenstände, wie Geld, Handys oder Tickets aus der Versicherung ausgeschlossen. Deshalb sehen Verbraucherzentralen Reisegepäckversicherungen auch sehr kritisch. Oft ist man auch schon durch eine Hausratversicherung oder über den Reiseveranstalter versichert.

  • Reiseunfallversicherung

Die Reiseunfallversicherung ist besonders bei Risikosportarten im Urlaub sinnvoll. Doch vorher sollten Sie genau abklären, ob Ihre Sportart auch von der Versicherung abgedeckt wird. Überprüfen Sie vorher, ob Ihre private Unfallversicherung bereits weltweit gilt.

Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2012, 10:12 Uhr

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