Nachrichten

Altersvorsorge : Kabinett segnet Rente mit 63 ab

Die schwarz-rote Bundesregierung hat das milliardenschwere Rentenpaket gebilligt und damit ihr erstes großes Gesetzesvorhaben auf den Weg gebracht.

Bundestag muss im Mai zustimmen

Der Gesetzentwurf von Arbeitsministerin Andrea Nahles enthält die umstrittene abschlagsfreie Rente ab 63 für langjährig Versicherte, die verbesserte Mütterrente, eine Aufstockung der Renten für Erwerbsgeminderte und bessere Reha-Leistungen. Bis 2030 kosten die Pläne pro Jahr rund neun bis elf Milliarden Euro die aus der Rentenkasse bezahlt werden sollen. Die Neuerungen sollen ab dem 1. Juli 2014 gelten, zuvor muss der Bundestag im Mai noch zustimmen.

Chatprotokoll: Fragen und Antworten rund um das Thema "Rente"

Jedes Jahr informiert die BfA uns über den Stand der Rente. Doch was bleibt wirklich am Tag x in unserem Portemonnaie, wenn wir von der Rente leben müssen? Lesen Sie unser Charprotokoll rund um das Thema "Rente". [mehr]


Konkret beinhaltet das Gesetz folgende Änderungen:

  • Mütterrente: Frauen und Männern, die vor 1992 ihre Kinder bekommen haben, werden bei der Rente zwei Erziehungsjahre anerkannt. Vorher war es nur eins. Dadurch erhöht sich deren Rente im Westen monatlich um 28,14 Euro, im Osten um 25,74 Euro brutto.
  • Abschlagsfreie Rente ab 63: Wer 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat, kann ohne Abzüge bereits mit 63 Jahren in Rente gehen. Neu ist, dass auch bis zu fünf Jahre Arbeitslosigkeit in die Berechnung einfließen.
  • Erwerbsminderungsrente: Wer aus Krankheitsgründen vorzeitig in Rente gehen muss, wird besser als bisher gestellt. Die sogenannte Zurechnungszeit wird um zwei Jahre angehoben. Das wirkt sich so aus, als ob ein Betroffener bis zur Vollendung des 62. Lebensjahres in die Rente eingezahlt hat und entspricht einem Plus von 45 Euro im Monat.
  • Solidarische Lebensleistungsrente: Geringverdiener werden dem Gesetz zufolge ab 2017 eine garantierte Rente von rund 850 Euro bekommen, wenn sie 40 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt haben. Bis 2023 reichen 35 Beitragsjahre. Danach ist eine private Altersvorsorge Zugangsvoraussetzung. Bis zu fünf Jahre Arbeitslosigkeit können angerechnet werden.
Das Rentenpaket

Nahles: Rente ab 63 ist kein Geschenk

Arbeitsministerin Nahles sagte, das Paket stelle die Weichen für weitere Koalitionsvorhaben. "Den Menschen soll es besser gehen." Zudem betonte sie, dass die Rente ab 63 für langjährige Versicherte kein Geschenk für die Betroffenen sei. "Diese Rente ist verdient" sagte die SPD-Politikerin. Sie räumte allerdings ein, dass es ihr bislang nicht gelungen sei, eine verfassungskonforme Lösung gegen den befürchteten Trend zur Frühverrentung zu finden. Dies werde aber im parlamentarischen Gesetzgebungsverfahren gelingen, versicherte Nahles.

Zuletzt aktualisiert: 29. Januar 2014, 22:12 Uhr

57. Wolfgang Viestenz:
Werden frühere Erwerbsunfähikeitsrenten, die in Altersrenten umgewandelt wurden auch um 2 Jahre Anspruchszeit verlängert?
30.01.2014
16:43 Uhr
56. joachim lissener:
An alle lieben User hier ,die gerne wissen wollen ,wie es mal mit Ihrer Rente aussehen wird!Es gibt in jeder grösseren Stadt verschiedene Rentenversicherungen ,wo man sich jederzeit ohne ein Cent zu bezahlen,sich umfangreich beraten kann.Und wenn es in der Stadt auch noch die VDK gibt ,dann ist Sie auch immer bereit ,auch für Nicht-Mitglieder ohne einen Cent,Auskunft über Eure zukünfige Rente zu geben.Und,wenn ihr schon hier mal gerade beim MDR seit ,Herr Zedler beantwortet jede Woche bei "Hier ab 4" für jeden verständlich ,auch Eure Fragen.Aber auch ,immer Dienstag von 10-13 Uhr wird im MDR-Sachenradio nicht nur zur Rente ,auf viele Fragen der Hörer eine possitive Antwort gegeben.
30.01.2014
15:50 Uhr
55. wien:
Hallo Michael, nach dem Rentenentwurf kann der Jahrgan 1955 mit 63 Jahre und 6 Monate abschlagsfrei in Rente gehen, wenn er dann 45 Beitragsjahre hat. 1951 und 1952 mit 63 Jahre; 1953 mit 63 Jahre und 2 Monate; 1954 mit 63 Jahre und 4 Monate; 1955 mit 63 Jahre und 6 Monate; 1956 mit 63 Jahre und 8 Monate; 1957 mit 63 Jahre und 10 Monate; 1958 mit 64 Jahre; 1959 mit 64 Jahre und 2 Monate; 1960 mit 64 Jahre und 4 Monate; 1961 mit 64 Jahre und 6 Monate; 1962 mit 64 Jahre und 8 Monate; 1963 mit 64 Jahre und 10 Monate; ab 1964 mit 65 Jahre.
30.01.2014
15:38 Uhr
54. Michael:
Ich bin Jahrgang 1955, als müßte ich bis 63 Jahre + ca. 5,5 Monate Arbeiten
30.01.2014
14:30 Uhr
53. wien:
Abschlagsfreie Rente ab 63 Jahre, heißt man muß 63 Jahre plus Staffelmonate sein. Ob ich mit 61 bereits 45 Beitragsjahre habe, ist völlig uninteressant.
30.01.2014
13:52 Uhr
52. Reinhard J.:
Ich bin 50 Prozent behindert 2002 in Rente gegangen weil es körperlich nicht mehr ging.nach 46 Jahren trotzdem 10,8 Prozent weniger,bloss weil die SPD vorher das Gesetz geändert hat,da fehlten mir drei Monate an meinem Alter das kann nicht gerecht sein und was passiert jetzt?.
30.01.2014
13:24 Uhr
51. Hannelore Ulbrich:
Ich bin Jahrgang 1954 und habe mit 16 Jahren abgefangen zu arbeiten und habe bis auf 6 Monate Arbeitslosigkeit voll durchgearbeitet. Folglich habe ich die 45 Jahre bereits mit 61 Jahren voll. Kann ich dann auch schon mit 61 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen oder wie läuft das dann?
30.01.2014
13:07 Uhr
50. Werner:
Die Abschlagsfreie Rente ab 63 ist ja scheinbar gestaffelt. Ich bin Jahrgang 1957 und hab mit 63 bereits 47 Jahre gearbeitet. Soweit mir bekann, könnte ich erst mit 63 Jahren und 10 Monaten Abschlagsfrei in Rente. Was kosten mich die 10 Monate wenn ich dennoch mit 63 in Rente gehe? 0,3% je Monat ? Danke für Info!!
30.01.2014
13:03 Uhr
49. Michael:
Ich habe gelesen, das die Rente mit 63 bis 2032 auf 65 Jahre steigt, ist dies richtig?
30.01.2014
12:47 Uhr
48. Wilhelm Dahmen:
Wilhelm : Ich bin Jahrgang 55.Bin seit 1970 berufstätig muß ich auch bis 63 Arbeiten. Und bin zu 50% Schwerbehindert
30.01.2014
12:37 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

© 2014 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK