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Verkehr : Rhöntrasse wird nicht gebaut

Die sogenannte Rhöntrasse zwischen Meiningen und Fulda wird nicht gebaut. Wie das Thüringer Verkehrsministerium am Montag bestätigte, hat der Bund die geplante Streckenführung der Bundesstraße 87n abgelehnt. Wie der hessische Bundestagsabgeordnete Michael Brand mitteilte, befürchten die Experten zu starke Eingriffe in die Natur. Die Straße ist schon seit 1996 geplant und seitdem umstritten.

Die 57 Kilometer lange Trasse würde unter anderem durch das Biosphärenreservat Rhön führen, das als sensibles Gebiet mit seltenen Pflanzen und Tieren gilt. Das Bundesverkehrsministerium habe mehrfach Änderungen angemahnt, das Land Hessen habe aber nicht reagiert, hieß es. Nach Informationen von MDR THÜRINGEN verstoße das Projekt außerdem gegen EU Richtlinien und hätte mit 225 Millionen Euro zwei Drittel mehr gekostet als geplant.

Die Thüringer Linke-Fraktion forderte nun ein naturverträgliches Verkehrskonzept für die Region. Dazu sollten unter anderem Ortsumgehungen gehören. Die Thüringer Grünen und der BUND Thüringen begrüßten ebenfalls das Aus für die Rhöntrasse. Damit werde nach jahrzehntelangem Ringen endlich ein Schlussstrich unter dieses unsinnige Transitstrecke gezogen, erklärte BUND-Landesgeschäftsführer Burkhard Vogel.

An einem runden Tisch soll nun diskutiert werden, wie eine Alternative für eine schnelle Verkehrsanbindung zwischen Südthüringen und Hessen aussehen könnte. Vielleicht setzt sich eine Idee vom  BUND durch. Diese sieht vor, den Verkehr ab Meiningen über die Autobahn 71 bis Bad Neustadt rollen zu lassen. Von dort führt dann die bestens ausgebaute Bundesstraße 279 nach Fulda. Diese Strecke wäre dann ein paar Kilometer länger als die nun gestoppte Rhöntrasse.

Rhöntrasse Bundestraße 87n

Zuletzt aktualisiert: 28. Januar 2013, 17:12 Uhr

11. e.mittelsd.:
Hallo liebes mdr.team ich möchte meinen frust auf unsere staatsführung einmal loswerden, frage an unsere politiker, wenn Sie in diesen Ortschaften wohnen würden, würde das Geld für die Umgehungsstraße Meiningen-Fulda bestimmt locker gemacht werden. Statt dessen steckt unser Staat unnötige Steuergelder in den Flughafen Berlin-Schönefeldt "Willy-Brandt-Flughafen" rein.Da dies ein Fass ohne Boden ist gibt man den Hauptverantwortlichen noch Abfindungen in Millionenhöhe. Die Steuergelder hätte man auch für die Rhöntrasse nehmen können.
01.02.2013
16:23 Uhr
10. ULLI:
Hallo an alle,ich bins nochmal euer Ulli , Liebe Petra - das hat mit der Maut nichts zu tun, die Strecke wäre einfach kürzer und wirtschaftlicher. Da gibt es noch mehr strecken wo man darüber Reden könnte. Und übrigens die Tierwelt passt sich an. Es kommt eh bald Maut für Alle, Gott seis gedankt. Es fehlen in Deutschlands Autobahnsystem leiter die Querverbindungen. Und in kein anderen EU-Land wird wie in D beim Bau auf die"UMWELT" geachtet.So das solls erstmal gewesen sein ,es gäbe noch viel mehr zu diesem Thema. Mfg EF
30.01.2013
18:15 Uhr
9. Andreas:
Die Alternative über die B279 wird von vielen heute schon genutzt. Ich denke nicht, dass das Aus der B87n eine merkbare Mehrbelastung für die Strecke bringen wird.
29.01.2013
15:39 Uhr
8. Roland:
Jetzt wird doch nicht etwas jemand Sorgen haben, die 225 Millionen Euro unterzubringen? Ich fürchte die gibt es sowieso nicht.
29.01.2013
10:48 Uhr
7. Ralf:
Hallo Petra! Dann schützen wir doch den angeblich 'menschlichen Lebensraum' so lange, bis dort keiner mehr wohnt. Den Menschen der Region, die in übergroßer Mehrheit die 87n wollen, wird das Recht auf adäquate Mobilität, letztlich auch zum Broterwerb, abgesprochen. Also alle (jungen Leute) in die Großstädte? Hier beim mdr gibt es gerade einen Artikel zu den Mieten in Ostdeutschland ... Genau so, liebe Petra, wird zumindest Südthüringen tatsächlich 'aussterben'. ULLI liegt im übrigen genau richtig.
29.01.2013
10:25 Uhr
6. Markus:
Schade! Eine gute Strasse spart Treibstoff und geht somit für die Natur zugute. Komisch, daß BUND das nicht versteht. Oder versteht? BUND wirkt immer deutlicher als Lobby für Nachbarländer, die Interesse haben, deutsche Wirtschaft schwach zu machen.
29.01.2013
08:28 Uhr
5. Klaus Pfister:
Schaft doch das bloede s.g. Biosphärenreservat Rhön unverzueglich ab und die B87n ab! Denn das wohl der ganzen Region Menschen und Wirtschaft sollte Top Prioritaet sein! Aprpopo "seltene Tierarten" das Viehzeug wird sich schon an eine neue Strasse/Verkehr gewoehnen!
29.01.2013
00:19 Uhr
4. Genau:
"Dieser Blöde Ökowahn wird Deutschland nochmal den Industriestandort kosten" .... wenn dem wirklich so sein sollte, werde ich ab sofort nie wie Fliegen, Fleisch essen, Autofahren und nahezu mein gesamtes Einkommen an Nabu und BUND spenden, denn nichts täte und allen besser, als diesen Tag noch zu erleben!
28.01.2013
23:17 Uhr
3. petra meier:
Hallo ULLI! Dieser "blöde Ökowahn" (manche nennen es auch "Schutz der Umwelt" - also des menschlichen Lebensraums) ist nicht der einzige Punkt, den es gibt, der die B87n zu Fall gebracht hat. Sie ist zu teuer. Sie ist im besten Fall als Verkehrsweg wirksam, wenn sie durchgängig gebaut ist (bis dahin ist Thüringen *hust* "ausgestorben"). Die B87n wäre zudem nur eine Autobahn-Ausweichstrecke geworden (Mautumgehung etc.) und war überdimensioniert (wie so viele Verkehrsprojekte in D).
28.01.2013
20:35 Uhr
2. rainer:
Der Vorschlag des BUND kommt bei den Anliegern der B 279 bestimmt gut an. Die sind doch jetzt schon vom vielen Durchgangsverkehr belastet!
28.01.2013
19:55 Uhr

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