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Russland : Thüringer Firmen schließen Verträge

Mehrere Thüringer Unternehmen haben in Russland Kooperations-Vereinbarungen abgeschlossen. Die Verträge wurden am Montag zum Auftakt der Russland-Reise von Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht unterzeichnet.

So schloss beispielsweise der Maschinenbauer Dreiling aus dem Eichsfeld Lieferverträge mit einem russischen Partner. Mit der "Kompanija Detrilit" wurde der Bau zweier Maschinen für die Erdölindustrie im Wert von je mehr als einer Million Euro vereinbart. Geschäftsführer Engelbert Dreiling wollte mit Blick auf eine Geheimhaltungsverpflichtung keine weiteren Details zu der Technik mitteilen. Geliefert werden solle bis Ende des Jahres 2013. Laut Dreiling "eine sehr sportliche Aufgabe" für das Nordthüringer Unternehmen.

Satelliten für die Beobachtung aus dem All

Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht
Christine Lieberknecht besucht zurzeit mit einer Wirtschaftsdelegation Russland

Gleich drei Kooperationsvereinbarungen schloss die Jena-Optronik GmbH mit Tochterfirmen der russischen Raumfahrt-Holding Roskosmos ab. Über einen Zeitraum von zunächst zehn Jahren sollen bis zu zehn Satelliten pro Jahr mit je zwei bis drei Sternsensoren ausgestattet werden. Weitere Verträge der Jena-Optronik betreffen die gemeinsame Entwicklung von Wetter- und Erdfernbeobachtungssystemen mit russischen Partnern sowie Komponenten für die Beobachtung von Stern-, Erd- und Sonnensystemen. Nach Angaben des Ostthüringer Unternehmens seien eine langfristige Kooperation bei der Entwicklung und Produktion optischer Instrumente zur Erdfernbeobachtung, die Organisation von Testflügen zur Erprobung dieser Systeme sowie deren serienmäßige Nutzung die ernannten Ziele.

Analytik Jena eröffnet Kompetenzzentrum in Moskau

Anlässlich des deutsch-russischen Jahres der Bildung, Wissenschaft und Innovationen eröffnete Analytik Jena am Montag ein Kompetenzzentrum in Moskau. Interlab-Präsident Alexander Aldoschin sagte, das Zentrum diene der wissenschaftlichen Forschung und der Erarbeitung neuer analytischer Technologien. Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland in den Bereichen Metallurgie, Umwelt und Hygiene gefestigt werden. Der Vorstandsvorsitzende von Analytik Jena, Klaus Berka, sagte, das Zentrum sei mit modernster Technik ausgestattet.

Volkstedter Porzellan im Bolschoi

Am Montagnacvhmittag eröffnete Lieberknecht im Bolschoi-Theater eine Ausstellung der Ältesten Volkstedter Porzellanmanufaktur. In 30 Vitrinen sind bis Dezember "Ballett und Oper der Ältesten Volkstedter Porzellanmanufaktur" zu sehen. Dazu zählen unter anderem mehrere filigrane Skulpturen, für die die drei bekanntesten Primaballerinen des Bolschoi Theaters - Maja Plissezkaja, Galina Ulanowa und Anna Pawlowa - Modell gestanden hatten. Für die Porzellanmanufaktur, die in diesem Jahr ihr 250-jähriges Bestehen feiert, ist Russland inzwischen der wichtigste Markt.

Lieberknecht besucht bis Freitag mit einer Thüringer Wirtschaftsdelegation die russische Hauptstadt Moskau und die Großstädte Uljanowsk und Kasan an der Wolga. Zum Auftakt der Reise riefen die CDU-Regierungschefin und SPD-Wirtschaftsminister Matthias Machnig zu einer Ausweitung der russisch-thüringischen Wirtschaftskontakte auf. Lieberknecht sagte, gerade in den Bereichen Hochtechnologie und Maschinenbau ergäben sich Ansätze für weitere Kooperationen.

Zuletzt aktualisiert: 08. Oktober 2012, 20:23 Uhr

1. Bürger:
Wenn ich die Familien und Rentner sehe,die am Existenzminimum leben müssen und in die Altersarmut abfallen, da frag ich mich, welche Bürger interessieren für diese Verträge. Dazu kommt noch nach 22 Jahren, die Einkommensunterschiede Ost -West in einem angeblichen vereinigten "Deutschlend". Zu den Problemen:" An unser Frau Ministerpräsidentin C.Lieberknecht (Freistaat Thüringen), halten sie durch und setzen sie die von ihnen angetragen Probleme für die Gerechtigkeit und das Vereinigungsrecht durch"! Meine Unterstützung haben sie und bstimmt auch vieler Bürgerschichten.
10.10.2012
10:26 Uhr

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