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Winterwetter : Unfälle und Staus auf glatten Autobahnen

Schneefälle und überfrierende Nässe haben am Donnerstag den Verkehr in weiten Teilen Mitteldeutschlands behindert. Auf glatten Straßen kam es zu zahlreichen Unfällen. Nach Angaben der Polizei liefen die meisten glimpflich ab. Zahlreiche Straßen mussten vorübergehend gesperrt werden. Es bildeten sich mehrere Staus.

Hunderte Autofahrer saßen auf der A72 fest

Betroffen war unter anderem die Autobahn 72 in Sachsen. Bei Hartenstein steckten Hunderte Autofahrer in den Mittagsstunden fest. Auf der spiegelglatten Fahrbahn waren mehrere Lkw an einem Berg hängen geblieben. Mehrere Autofahrer sorgten an den Ausfahrten für zusätzliches Chaos, als sie mit ihren Wagen rückwärts fuhren, um die Autobahn zu verlassen. Bei Chemnitz war ein 25-Jähriger mit seinem Pkw gegen einen Reisebus geschleudert und dabei schwer verletzt.

Die Autobahn 4 war am Kreuz Chemnitz und bei Limbach-Oberfrohna nach mehreren Unfällen ebenfalls komplett gesperrt. Probleme gab es auch auf der Autobahn 14 bei Leipzig, in Dresden und auf der Autobahn 13 an der sächsisch-brandenburgischen Grenze. Im Raum Erzgebirge zählte die Polizei mehr als 100 Verkehrsunfälle mit 14 Verletzten.

A9 bei Dessau nach Lkw-Unfällen dicht

In Sachsen-Anhalt hatte am Morgen zunächst überfrierende Nässe in der Börde und auf der Autobahn 2 für glatte Fahrbahnen gesorgt. Später behinderte starker Schneefall den Verkehr. Die Sichtweite lag an der Landesgrenze zu Brandenburg teilweise unter 100 Meter.

Neuschnee führte am Vormittag auf der Autobahn 9 bei Dessau binnen einer halben Stunde zu fünf Verkehrsunfällen. An vier Unfällen waren Lkws beteiligt. Sie waren ins Schleudern geraten und in Leitplanken oder Böschungen gefahren. Bei Vockerode fuhr ein weiterer Lkw in einen bereits verunglückten Auto-Transporter. Die Polizei schätzt den Schaden auf 215.000 Euro.

Verkehrs ums Hermsdorfer Kreuz ruhte

Am Nachmittag legten mehrere Unfälle den Verkehr rund ums Hermsdorfer Kreuz nahezu lahm. Im dichten teils dichten Schneegestöber hatten sich mehrere Unfälle ereignete. Zudem fuhren Lkw auf den glatten Straßen nur im Schritttempo. Sowohl die Autobahn 9 in Richtung Berlin und München als auch die Autobahn 4 in Richtung Dresden und Eisenach waren betroffen.


Zuletzt aktualisiert: 09. Februar 2012, 20:34 Uhr

1. Arndt Zöllner:
Nicht das Wetter ist Schuld am Verkehrschaos! Vielmehr sind es desorientierte, überforderte, gedankenlose oder geizige (mit Sommereifen fahrende) Fahrzeugführer, die allen anderen das Leben schwer machen. Und wenn man wie ich täglich (gezwungenermaßen) quer durchs Erzgebirge fährt, gewinnt man den Eindruck: LKW-Fahrer sind in allen o.g. Gruppen überdurchschnittlich vertreten!
09.02.2012
19:16 Uhr

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