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Bildung : Weniger Gewalt an Thüringer Schulen

An Thüringer Schulen zeichnet sich erstmals seit Jahren ein Rückgang der Gewalt ab. Wie das Bildungsministerium MDR THÜRINGEN auf Nachfrage mitteilte, wurden bis Ende November 250 Gewaltdelikte an Schulen, Kindergärten und Hochschulen gezählt. Im gesamten Vorjahr waren es noch 276.

Dem Ministerium zufolge drohten weniger Schüler mit einem Amoklauf. Zudem wurden weniger Kinder- und Jugendliche von Mitschülern verletzt. Auch die Zahl der registrierten Fälle von Internet-Mobbing oder Gewaltdarstellungen auf Handys ging zurück. Gab es 2011 noch fünf Erpressungen an Schulen, wurde in diesem Jahr bis Ende November keine einzige registriert. Allerdings meldeten die Lehrer häufiger als im Vorjahr, dass Schüler bedroht wurden.

Die Thüringer Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft bezeichnete die Entwicklung als gutes Zeichen. Die Schulen seien auf dem richtigen Weg, sagte GEW-Chef Torsten Wolf MDR THÜRINGEN. Die Zahlen bestätigten auch die Angaben der Lehrer, die in der jüngsten Umfrage der GEW das Verhältnis zu den Schülern als positiv bewerteten. Dennoch seien "250 registrierte Gewaltdelikte 250 zu viel", sagte Wolf. Er forderte deshalb die Landesregierung auf, die Zahl der Schulsozialarbeiter weiter zu erhöhen und die Stellen langfristig zu finanzieren.

Gewalt an Thüringer Schulen
Delikt 2011 2012
Amokdrohung 18 12
Mitschüler verletzt 122 112
Internet-Mobbing 13 7
Erpressung 5 0

Zuletzt aktualisiert: 31. Dezember 2012, 11:46 Uhr

2. sorglos:
Solange Kinder und Jugendliche keine Autoritäten (Eltern, Lehrer, Polizei etc.) anerkennen müssen, sondern immer und immer wieder Recht bekommen, solange wird sich nichts ändern. Solange Eltern meinen alles besser als die Lehrer zu wissen, den Lehrern per Anwalt drohen, falls die lieben kleinen "zu schlechte" Zensuren bekommen, werden sie keine Autoritäten anerkennen. Solange die lieben Kleinen nicht sitzen bleiben dürfen, weil sie ja ach so traumatisiert werden, wenn sie sitzen bleiben, werden sie immer oben auf sitzen. Solange keinerlei Sanktionen möglich sind, weder Strafaktionen noch Arrest nach Gewaltaktionen, solange wird es immer schlimmer. Vom Babybett an kennt diese Generation KEINE Konsequenzen für ihr Handeln. Es sind immer die anderen! Diese Kinder müssen sich für nichts mehr verantworten und Eltern unterstützen das noch mit dem Gang zum Anwalt - mein Kind ist ja sooo harmlos. Gnade uns Gott, was auf uns zu kommt. Die Fußball Randale ist wenig dagegen.
01.01.2013
17:07 Uhr
1. Realist:
Bin ich blöd oder werden hier Äpfel mit Birnen verglichen - geht es noch? Rechnet man mal noch durchschnittlich 22 Vorfälle bis Ende Dezember (angenommen, der Jahresschnitt hält) drauf, sind es immerhin schon 272 Vorfälle. Wo bleibt da noch noch Raum für eine Jubelmeldung, müsste doch heißen fast genausoviel Gewalt an Thüringer Schulen wie im Vorjahr. Aber das wäre ja für den regierungstreuen MDR zu viel erwartet. Warum vergleichen Sie nicht die Ganzjahreszahlen miteinander?
31.12.2012
14:53 Uhr

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