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Ernährung : Zu viel Fleisch in Thüringer Schulessen

Das Thüringer Schulessen ist zu fleischhaltig. Zu dieser Einschätzung kommt die Verbraucherzentrale Thüringen. Deren Leiterin der Projektstelle Schulverpflegung, Alexandra Lienig, sagte, vor allem in Schulen, die ihr Essen von kleinen Gaststätten oder Fleischereien bezögen, seien drei bis vier Fleischgerichte pro Woche keine Seltenheit. Gemüse- und Fischgerichte kämen dagegen zu kurz.

Nicht mal jeder Zweite nimmt am Schulessen teil

Nach einer Erhebung der Verbraucherzentrale nutzen 43 Prozent der Thüringer Schüler das Schulessen. Bei den Grundschülern seien es 70 Prozent, bei Gymnasiasten 28 Prozent und bei Regelschülern gar nur 22 Prozent. Lienig erklärte, spätestens ab der 7. Klasse klinkten sich die meisten aus der Schulspeisung aus. Die häufig geäußerte Kritik an der Qualität kann Lienig teilweise nachvollziehen. Mitunter dauere es bis zu fünf Stunden, ehe das gelieferte Essen tatsächlich ausgegeben werde. Da sehe "auch das schönste Gemüse nicht mehr appetitlich aus", außerdem sinke der Vitamingehalt. Weitere Gründe, auf das Schulessen zu verzichten, seien die Atmosphäre in den Speiseräumen und die Kosten. Der Durchschnittspreis liege bei 1,90 Euro bis 2,10 Euro pro Portion. Zuschüsse vom Land gebe es nicht. Kinder aus bedürftigen Familien können Beihilfe aus dem Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes erhalten. Lienig erklärte, das werde auch genutzt.

Zuletzt aktualisiert: 26. Juni 2012, 17:07 Uhr

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