Feuerwerk über dem Brandenburger Tor
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Silvesternacht Hunderttausende feiern in Berlin

Zuprosten, Feuerwerk bewundern, unbeschwert feiern? Nicht jedem ist das dieses Silvester gelungen. Eilmeldungen zu einer Terrorwarnung für München, Absagen der Feuerwerke in Paris und Brüssel. Herausgetraut haben sich dennoch viele: Hunderttausende füllten wieder die Partymeile am Brandenburger Tor. Für ihre Sicherheit waren mehr Polizisten unterwegs als in den vergangenen Jahren. Auch in anderen Hauptstädten und Metropolen der Welt gelten erhöhte Sicherheitsvorkehrungen.

Feuerwerk über dem Brandenburger Tor
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Hotel in Flammen
Blick auf Dubai Das brennende Luxushotel "The Adress". Kurz vor Beginn der Silvesterfeierlichkeiten in Dubai bricht im 20. Stockwerk des 63-Stöckers ein Brand aus. Die Flammen ergreifen in Windeseile mehrere Stockwerke, Reporter berichten von Feuerbällen, die auf eine Hotelterrasse niedergingen. Nach Regierungsangaben wurden 16 Menschen verletzt. Trotz des Brandes wurden die Silvester-Feierlichkeiten nicht abgeblasen, allerdings machte sich unter den Menschen, die das Feuerwerk am nahegelegenen Burdsch Chalifa, dem höchsten Wolkenkratzer der Welt, kurzfristig Panik breit. Bildrechte: dpa

Millionen Menschen haben in Deutschland das neue Jahr begrüßt. Die größte Silvesterparty gab es in Berlin am Brandenburger Tor, wo Hunderttausende ausgelassen feierten. Höhepunkt war ein achtminütiges Feuerwerk über dem Brandenburger Tor- und die Ode an die Freude aus Beethovens Neunter Sinfonie. Inzwischen hat das große Aufräumen bereits begonnen: 600 Mitarbeiter der Stadtreinigung rückten am Morgen dem Neujahrsdreck mit 150 Fahrzeugen sowie Schaufel und Besen zu Leibe.

Keine großen Rucksäcke in Berlin

In Berlin wie auch bei anderen Großveranstaltungen weltweit galten besondere Sicherheitsvorkehrungen. So durften die Besucher keine Rücksäcke und großen Taschen auf die Partymeile mitnehmen, außerdem waren 900 Polizisten rund um die Partyzone am Brandenburger Tor im Einsatz - deutlich mehr als im vergangenen Jahr.

Paris und Brüssel ohne Feuerwerk

Paris und Brüssel hatten aus Sicherheitsgründen ganz auf ein Feuerwerk verzichtet. Das traditionelle große Silvesterfeuerwerk sowie auch alle anderen öffentlichen Neujahrsfeierlichkeiten wurden in letzter Minute abgesagt. Der Brüssler Bürgermeister Yvan Mayeur teilte mit, er sei aufgrund der Risikoanalyse des Krisenzentrums dazu gezwungen gewesen. Die erwartete Menschenmenge von 50.000 Menschen sei nicht zu kontrollieren.

Brüssel: Vor der Absage Festnahmen

Soldaten vor Restaurants in einer Fußgängerzone
Belgische Soldaten patrouillieren durch die Brüsseler Innenstadt. Bildrechte: dpa

Die Absage ist ein weiterer Tiefschlag für die belgische Hauptstadt. In Brüssel waren nach Razzien zwei Verdächtige festgenommen worden, die zu Silvester Anschläge an symbolischen Orten geplant haben sollen. Die Bedrohung wurde als "ernsthaft" eingestuft. Aus dem Brüsseler Problemviertel Molenbeek stammten auch einige der Attentäter, die vor sechs Wochen in Paris 130 Menschen getötet hatten. Erst am Mittwoch hatte die Polizei im Zusammenhang mit den Paris-Anschlägen in Molenbeek eine Wohnung durchsucht und einen Menschen in Gewahrsam genommen. Die Ermittlungen, die zur Absage des Silvesterfeuerwerks führten, hatten indes keinen unmittelbaren Bezug zu Paris.

11.000 Polizisten in Paris - 6.000 in New York

In Paris sorgten 11.000 Polizisten, Soldaten und Feuerwehrmänner in der Silvesternacht für Sicherheit, 2.000 mehr als im vergangenen Jahr. In der französischen Hauptstadt gilt seit den Anschlägen vom 13. November der Ausnahmezustand, begleitet von massiven Sicherheitsvorkehrungen. Auch die US-Metropole New York stockte die Zahl der Sicherheitskräfte für die Silvesterfeiern deutlich auf. Am Times Square, wo zum Jahreswechsel gut eine Million Menschen feierte, kamen 6.000 Polizeibeamte zum Einsatz. In London waren an Silvester rund 3.000 Beamte im Einsatz.

Erstmals keine Silvesterfeier auf dem Roten Platz

Der Rote Platz in Moskau, wo sonst Zehntausende Menschen das neue Jahr begrüßen, wurde aus Angst vor Anschlägen erstmals für die traditionelle Silvesterfeier gesperrt. Ab Mitternacht gab es stattdessen eine Fernseh-Liveshow. Russland geht wegen seines militärischen Eingreifens in Syrien inzwischen von einer erhöhten Terrorgefahr aus.

Feierlaune in Rio und in Sydney - Hotelbrand in Dubai

Ausgelassen gefeiert hingegen wurde an der Copacabana, dem berühmten Strand der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro. Etwa zwei Millionen Menschen läuteten dort das neue Jahr ein.

Hotel in Flammen
Bei dem Brand in Dubai wurden laut Polizei 16 Menschen verletzt. Bildrechte: dpa

Ungetrübte Feierlaune herrschte auch im australischen Sydney. Die Stadt begrüßte als eine der ersten Metropolen der Welt das neue Jahr. Das Feuerwerk an der Harbour Bridge und der berühmten Oper war als das größte in der Geschichte der Stadt angekündigt worden. Mehr als eine Million Besucher kamen.

In Dubai wurden bei einem Großbrand in einem Luxushotel 16 Menschen verletzt. Das 63-stöckige Address Downtown Hotel stand über mehrere Stockwerke in Flammen, dennoch wurden laut Polizei alle Hotelgäste in Sicherheit gebracht. In Neujahrsfeierlichkeiten in unmittelbarer Nähe fanden trotz Brandes wie geplant statt.

Deutsche rechnen mit Anschlag Laut einer Umfrage der Meinungsforscher von YouGov rechnen zwei Drittel der Bundesbürger mit einem terroristischen Anschlag im nächsten Jahr. Nur 17 Prozent glauben demnach nicht daran. Weitere 17 Prozent machten keine Angaben.

Zuletzt aktualisiert: 01. Januar 2016, 13:50 Uhr

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6 Kommentare

01.01.2016 20:19 Krause - "ich bin ja ein Nazi, aber" 6

@ 5. Qwerleser: Tja, wer nicht nur PI liest, hat deutlich mehr vom Leben! ;) Ich bin auch nicht besorgt! Wovor auch?? Vor ein paar Hauptschulabbrechern, die Festerlings Rede zum Anstand bejubeln?? Vor ein paar Hooligans oder NPD-Nazis, die politische Gegner oder Journalisten jagen?? Vor solch dummen Menschen darf man genauso wie vor Terroristen keine Angst haben, weil man solche Kreaturen mit seiner Angst nur füttert! Solche Menschen muß man mit aller Macht der Demokratie entgegentreten, damit sie endlich kapieren, daß unser demokratisches System nicht diskutabel ist. Wer das nicht akzeptiert, muß halt die Rechtsstaatlichkeit zu spüren bekommen! Und das gilt für jegliche politische Couleur! Wem hier in D. etwas nicht paßt, der kann das gern demokratisch verändern - das schließt allerdings ein, daß das demokratische System nicht verändert wird. Als Nicht-Demokrat hat man halt in D. schlechte Karten!

01.01.2016 15:41 Qwerleser 5

Tatsächlich! ? Alle Achtung Herr Krause was Sie alles wissen! Da wird ja sogar die junge Welt und das Neue Deutschland neidisch. Sie sind wahrlich ein besorgter Bürger.

01.01.2016 14:47 Krause - "ich bin ja ein Nazi, aber" 4

Tja, Herr Qwerleser, in Dresden können nur Spaziergänger mit bestimmter Gesinnung unbesorgt montags die Innenstadt genießen, die dann von Hooligans oder NPD-nahe Gestalten als 'Sicherheitskräfte' beschützt werden, welche auch gern mal 'prophylaktisch die Sicherheit der besorgten Bürger' wiederherstellt. So schläft es sich natürlich viel besser - gerade, wenn man weiß, daß ein Fünftel der Weltbevölkerung von Gesinnungsgenossen als Terroristen eingestuft werden, gegen die man dann mit aller Härte des rechten Denkens vorgehen kann. Das ist das Gleiche, als wenn man sagt, ein Viertel der Europäer (alle Deutschen) wären Nazis: genauso falsch! Aber ein Hauptschulabbrecher kann halt auch nur barfuß bis 15 zählen. Und dann noch Mengenlehre?? Das ist dann doch intellektuell gar nicht mehr zu bewältigen...

01.01.2016 14:00 Qwerleser 3

Tja Herr Krause traurig das Spaziergänger in Brüssel, Paris, New York und sonstwo auf der Welt nicht mehr unbesorgt spazieren gehen können. Aber in Berlin schläft man gut!

01.01.2016 12:05 Krause - "ich bin ja ein Nazi, aber" 2

Wie vorhergesagt: in Berlin reichten 900 Polizisten, um nicht ganz einer Million Menschen beim Feiern zuzuschauen. Berliner haben halt doch eine andere Feierkultur als ein paar besorgte Spaziergänger! Schade, daß in Brüssel so eine große Unsicherheit herrschte! Gefahrenlage in München war auch nicht unerheblich und in Paris war man verständlicherweise auch sehr nervös. GLÜCKLICHERWEISE ist dieser Jahreswechsel im Großen und Ganzen friedlich abgelaufen, auch wenn ein paar Verrückte ihn ganz anders geplant hatten. Vielen Dank an all die Sicherheitskräfte überall, die 'ihren Jahreswechsel' als Beschützer der Gesellschaft verbracht haben und damit für einen unbeschwerten Jahresbeginn gesorgt haben! Fazit: die Sylvesternacht war deutlich entspannter als die Montagabende, an denen 'besorgte Nazis' spazieren gehen und gegen Völker hetzen.

01.01.2016 11:46 Volkmar 1

Ich habe freilich nicht die ganze Sendung verfolgt , aber einfach lächerlich als man versucht hat der Stimmungskanone Kiewel die" Muttimaske" aufzusetzen.