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Erneut starke Gewitter : Überschwemmte Straßen und umgeknickte Bäume

Über Mitteldeutschland sind in der Nacht und am Morgen erneut starke Gewitter gezogen. Sie hinterließen in Teilen Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringen überschwemmte Straßen und umgeknickte Bäume.

Überflutete Straßen in Bautzen

Ein Fahrzeug steht am Dienstag (21.08.12) in Crostwitz in einem, von dem Bach Satkula, schlammüberfluteten Grundstück.
In Crostwitz überflutete der Bach Satkula ein Grundstück.

Im sächsischen Bautzen wurden innerhalb weniger Minuten mehrere Straßen überflutet. Parkplätze standen unter Wasser. In Dresden stürzten nach Angaben der Feuerwehr mehrere Bäume um. Schäden gab es auch im Vogtland. Ein Baum kippte in Lengenfeld in eine Stromleitung, wie die Einsatzkräfte mitteilten.

Bereits am Dienstagabend hatten heftige Gewitter für Verkehrsbehinderungen in Chemnitz und im Kreis Zwickau gesorgt. Nach Angaben der Polizei wurden auf der A4 zwischen Chemnitz-Mitte und Glösa zwei von drei Fahrspuren durch einen Erdrutsch blockiert. Der Regen hatte dort Schlamm von den angrenzenden Feldern auf die Straße gespült. Auch im Chemnitzer Stadtgebiet sorgten heftige Regenfälle für kurzzeitig überflutete Straßen. Im Kreis Zwickau und im Erzgebirgskreis knickten Bäume um. Bei Freiberg wurde ein Haus abgedeckt.

Wasser im Tunnel unter Mittellandkanal

In Sachsen-Anhalt richteten die Gewitter am Morgen keine größeren Schäden an. Wie die Polizei Köthen MDR SACHSEN-ANHALT mitteilte, musste die Feuerwehr mehrere umgestürzte Bäume von Straßen wegräumen. Auf der Bundesstraße 189 stand kurzzeitig Wasser im Tunnel unter dem Mittellandkanal. Nach Angaben des MDR-Wetterstudios waren in Köthen knapp 14 Liter und in Zeitz mit acht Litern pro Quadratmeter Regen gefallen.

Feuerwehrmann bricht zusammen

In Thüringen wurden nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes zeitweise etwa 10.000 Blitze pro Stunde registriert. Zwei Blitze lösten offenbar Brände aus. In Birkenhügel im Saale-Orla-Kreis brannte ein Wohnhaus. Bei den Löscharbeiten brach ein Feuerwehrmann zusammen. Er musste nach Polizeiangaben reanimiert werden und wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Klinikum nach Bad Berka geflogen. Die einzige Bewohnerin des Hauses blieb unverletzt.

In Eichenberg im Saale-Holzland-Kreis fing ein Strohballen während eines Gewitters Feuer. Ein Mitarbeiter der Agrargemeinschaft hatte die Flammen hinter einer Stallanlage bemerkt. Die Freiwillige Feuerwehr konnte die rund 600 Rundballen löschen.

Auch in anderen Thüringer Regionen richteten die Unwetter in der Nacht Schäden an. In den Landkreisen Schmalkalden-Meiningen und Hildburghausen sowie in Suhl stürzten einige Bäume um. Die Straßen waren aber am Morgen alle wieder befahrbar. In Teilen Rudolstadts wurde die Stromversorgung gekappt.

Zuletzt aktualisiert: 22. August 2012, 20:58 Uhr

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