Umweltschutz : Ballenstedter radeln fürs Klima
Im sachsen-anhaltischen Ballenstedt wird seit Sonntag drei Wochen lang kräftig in die Pedale getreten. Die Stadt beteiligt sich am bundesweiten Klimawettbewerb "Stadtradeln" und sammelt umweltfreundliche Fahrradkilometer. Zum Auftakt der Aktion brachen Stadträte und Bürger zu einer gemeinsamen Fahrradpartie nach Radisleben und dann zurück nach Ballenstedt auf. Bürgermeister Dr. Michael Knoppik hatte im Vorfeld die Ballenstedter aufgerufen, bei der Aktion mitzumachen: "Seid mit dabei und tut Gutes für eure Stadt und eure Umwelt". Pro erradelten Kilometer wird eine Summe für einen gemeinnützigen Zweck vor Ort gespendet, kündigte das Stadtoberhaupt an.
Das Stadtradeln ist eine bundesweite Klimaschutzkampagne. Dabei schicken Städte und Gemeinden lokale Teams ins Rennen, die während der dreiwöchigen Aktion möglichst viele Fahrradkilometer sammeln sollen. Bislang haben sich 152 Gemeinden angemeldet. Ausgezeichnet werden Kommunen mit den meisten Radkilometern - absolut und pro Einwohner - und mit dem fahrradaktivsten Kommunalparlament. Besondere Preise gibt es auch für Autofahrer, die in den drei Wochen aufs Rad umsteigen und komplett auf den Pkw verzichten.
Besonders die Stadträte sind während der Aktion gefragt - sie sollen mit gutem Beispiel vorangehen und das Radeln den Einwohnern ihrer Gemeinde schmackhaft machen. Neben Kommunalpolitikern können aber auch Schulklassen, Vereine, Firmen, Organisationen und sogar Familien Teams bilden und in den Farben ihrer Heimatstadt radeln. Die gefahrenen Kilometer - egal ob privat oder beruflich zurückgelegt - werden im Internet erfasst und veröffentlicht.
Mit der Aktion verfolgen die Veranstalter zwei Ziele. Zum einen wollen sie den Anteil von Radfahrern am allgemeinen Verkehr steigern, zum anderen den Kohlendioxidausstoß reduzieren. Dem Fahrrad-Monitor des Umweltbundesamtes zufolge besitzen rund 78 Prozent der Deutschen ein Fahrrad - der Anteil aller Wege, die hierzulande geradelt werden, liegt aber bei nur zehn Prozent. Und: Rund siebeneinhalb Tonnen Kohlendioxid ließen sich einsparen, wenn 30 Prozent der Kurzstrecken in Städten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden.
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