Studie des HWWI : Dresden ist Deutschlands Kulturmetropole Nummer zwei
Dresden ist im Hinblick auf das kulturelle Leben besonders attraktiv. In einem Städteranking des Hamburger WeltWirtschafts-Instituts (HWWI) erreichte die Stadt den zweiten Platz. Besser eingeschätzt wurde nur noch Stuttgart. Auf den Plätzen drei und vier folgen München und Berlin. Schlusslichter bilden altindustrielle Städte wie Gelsenkirchen, Duisburg und Wuppertal.
Forschungsleiterin Silvia Stiller sagte MDR INFO, Dresden punkte mit sehr vielen Theatern und Museen sowie einer hohen Attraktivität für Touristen. Die Forscher untersuchten für die Studie sowohl die kulturelle Infrastruktur als auch die Nachfrage. Stiller würdigte, in Dresden sei die Kulturwirtschaft inzwischen ein wichtiger Arbeitgeber. 13.000 Menschen arbeiteten in diesem Bereich. In der Stadt leben nach Angabe der Studie 2.000 Künstler. Hervorgehoben wird, dass in Dresden die Bevölkerungszahl seit 2005 um 5,6 Prozent gewachsen ist.
Stuttgarter geben mehr Geld für Kultur aus
Stuttgart glänzt dagegen mit vielen Theaterplätzen, Investitionen in die Kultur und mit einer höheren Nachfrage. Berlin hat mit 33.000 die größte Künstlerdichte. Neben großen Metropolen schlagen sich aber auch die kleineren Städte nicht schlecht. Bonn erreicht Rang fünf, Münster sieben.
Stiller verwies darauf, dass die kulturelle Attraktivität in den deutschen Städten sehr auseinanderklaffe. Bei den Städten mit wenig Angebot und sinkender Nachfrage werde eine Spirale in Gang gesetzt, die schließlich die ökonomischen Belange der Stadt schädigen. Zum Beispiel seien diese Städte für Arbeitskräfte nicht mehr zugkräftig. Der weitere Zuzug steigere aber auch wieder die Nachfrage nach kulturellen Angeboten.
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