Wettbewerbsdruck aus Asien : TechniSat baut in Staßfurt Stellen ab
Der Elektronikhersteller TechniSat will an seinem Standort Staßfurt Stellen abbauen. Sprecher Tyron Winbush wies im Gespräch mit dem MDR allerdings Presseberichte zurück, wonach jeder dritte Mitarbeiter entlassen wird. Winbush zufolge werden 64 von 264 Stellen gestrichen. Zuvor hatte die "Magdeburger Volksstimme" berichtet, dass in Staßfurt 100 von 300 Stellen gestrichen würden. Hintergrund sei der Preisverfall auf dem Markt.
Mit Blick auf den großen Druck, der auf dem Fernseher-Markt durch Anbieter aus dem fernen Osten bestehe, ist der Stellenabbau Winbush zufolge notwendig, um in der Branche wettbewerbsfähig zu bleiben. Den betroffenen Mitarbeitern soll angeboten werden, zu anderen Standorten zu wechseln. Zugleich versicherte Winbush: "Der Standort bleibt erhalten".
Ende Juni hatte das Unternehmen über eine eine Neuausrichtung informiert. In einer entsprechenden Pressemitteilung heißt es dazu, der Standort sei mit 20 Millionen Euro ausgebaut worden und werde auch künftig konzeptionell gestärkt. Die Produktion im unteren als auch im oberen Preissegment werde ausgebaut. Nach dem Stellenabbau in den kommenden Monaten werde auf eine Konsolidierungsphase erwartet, danach sei ein langfristiger Personalaufbau geplant.
Vor 14 Jahren übernommen
TechniSat hatte das einstige RFT-Werk in Staßfurt vor 14 Jahren übernommen und baut dort HDTV-fähige Digitalfernseher. Entwickelt werden die Geräte im firmeneigenen Forschungs- und Entwicklungszentrum in Dresden. Außerdem entwickelt und produziert die Firma nach eigenen Angaben für den Bereich Car Infotainment, das heißt Geräte wie Autoradios und Radionavigationssysteme unter anderem für die Volkswagengruppe.
Insgesamt hat TechniSat in Deutschland und an europäischen Standorten rund 2.500 Mitarbeiter. Weitere wichtige Produktionsstandorte befinden sich in Dippach bei Eisenach und in Schöneck im Vogtland. Ein weiteres Werk entstand 2006 bei Breslau. Dort wird für Polen, Tschechien, die Slowakei, Ungarn und Portugal produziert. Außerdem gibt es noch ein kleineres Werk in Budapest.
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