Erika Steinbach
CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach Bildrechte: dpa

CDU-Sprecherin für Menschenrechte Steinbach sorgt mit Tweet für Empörung

Erika Steinbach
CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach Bildrechte: dpa

Die CDU-Politikerin Erika Steinbach hat mit einer Twitter-Botschaft für Empörung gesorgt. Unter der Überschrift "Deutschland 2030" veröffentlichte die CDU-Sprecherin für Menschenrechte ein Foto, auf dem ein blondes, weißes Kind zu sehen ist, das von vielen Menschen mit ausländischem Aussehen angestaunt wird. Darunter steht die Frage: "Woher kommst du denn?" Die Botschaft ist unverkennbar gegen die Asylpolitik der Bundesregierung gerichtet.

Kritik auch aus der CDU

Grünen-Chefin Simone Peter nannte die Darstellung von Steinbach widerlich und rassistisch. Es gebe da keinen Unterschied mehr zu rechten Parteien. Der SPD-Abgeordnete Johannes Kahrs warf Steinbach vor, mit solchen Hetz-Botschaften die AfD zu fördern. Kritik kam auch aus der eigenen Partei. Der CDU-Landesvorsitzende von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, reagierte mit den Worten: "Mit unseren Grundwerten und dem Markenkern der CDU hat das jedenfalls nichts mehr zu tun."

Schon in der Vergangenheit hatte Steinbach mit Tweets zur Flüchtlingspolitik für Irritationen gesorgt. Nach dem Tod von Helmut Schmidt schrieb sie: "Altkanzler Helmut Schmidt ist tot. Wir haben in unserer Fraktionssitzung seiner in Respekt gedacht." Dazu veröffentlichte sie ein aus dem Jahr 1981 stammendes Zitat: "Wir können nicht mehr Ausländer verdauen, das gibt Mord und Totschlag." Diesen Satz hatte Schmidt damals auf einer Veranstaltung des Deutschen Gewerkschaftsbundes gesagt.

Zuletzt aktualisiert: 28. Februar 2016, 10:34 Uhr

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53 Kommentare

29.02.2016 15:17 Klaus 53

{ Heidrun Buschmann 52 } Sie meinen, die Steinbach unterstützt die Politik von unserer Kanzlerin? Das tut die aber gut verbergen. :))

29.02.2016 13:28 Heidrun Buschmann 52

Man kann dem Bild doch auch Positives abgewinnen: 1.) Es gibt im Jahr 2030 noch ausländische Mitbürger in Deutschland. 2.) Sie haben sich offensichtlich integriert und die deutsche Sprache gelernt. 3.) Fremde Kulturen gehen aufeinander zu, anstatt sich aus dem Wege zu gehen. Also, ich sehe in dem Bild nichts Rassistisches oder Hetzerei gegen Ausländer.

29.02.2016 13:16 Manfred Frank 51

So funktioniert Political correctness heute nun mal. Humor und sei er noch so geschmacklos, kommt in unserem Land eben immer von links. Dann wird dieser - wie schon gesagt, sei er noch so beleidigend oder geschmacklos - beklatscht. Richtet sich Humor einmal gegen den Mainstream gibt es sofort eine konzertierte Medien- und Politikerkampagne. Dabei teile ich die in diesem Bild überzeichneten Sorgen nicht.

29.02.2016 08:14 Barbara McGee 50

Wir haben 1990, 20 Millionen Bürger aus einem Entwicklungsland aufgenommen!
Auch das haben wir geschafft. Verstehe die ganze Diskussion nicht und solange man Arbeitssuchende mit Lamas spazieren schickt oder puzzeln läßt ist auch Geld für die Integration da!

29.02.2016 06:02 Klaus 49

{ Thomas 44 } Sie übersehen dabei, dass dadurch auch viele Arbeitsplätze geschaffen werden und zwar hauptsächlich für Deutsche.

29.02.2016 03:14 Witwer Bolte 48

Auf öffentlich-rechtlichen Medien und bei den offiziellen Karnevalsvereinsveranstaltungen ist nur politisch-korrekter Humor zu sehen ... Was darf sich da Frau Steinbach erlauben?

28.02.2016 22:45 Rico 47

@Nr.15 Wissen sie, es ist ganz einfach! Ein deutscher Politiker darf andere jederzeit als "Dumpfbacken" bezeichnen, ich als einfaches "Pack" darf das hier natürlich nicht!

28.02.2016 21:56 Hubert 46

@42 sh 28.02.2016 20:23 - "Denn kein normaler Mensch lässt sich seine Kultur und seine Werte nehmen." => Doch. Z.B. die Deutschen durch Hollywood-Filme, Döner, Pizza, Mac Donalds, SuperMarket, Kaugummi kauen. Die Türken, die Ägypter, Tunesier, Marrokaner durch Touristen, Alkohol, Kleidung. Guck mal wieviel Deutsche mit Stiefeln, Marschgepäck und Platzpatronen Ländern eine andere Kultur aufzwingen. Eine Kultur ist auch, wenn Frauen sich verschleiern, den Stringtanga oder ihr "Holz-vor-der-Hüttn" zur Schau tragen. Kultur ist auch, sich zu tätowieren. Das Einführen von Demokratie kann eine Kultur sowohl verändern als auch zerstören. Die germanische Kultur wurde durch das Christentum zerstört. - Nichts ist so beständig als die Veränderung. Solange wir frieliche Mittel anwenden.

28.02.2016 21:33 Kevin 45

Teilweise gibt es schon Schulen, in denen kein deutsches Kind mehr zu finden ist. Was regen sich die Linken daher auf? Ein Blick in die Zukunft muß statthaft sein.

28.02.2016 21:14 Thomas 44

Neben Integrationskursen in deutscher Sprache, ethischer Grundwerte, der tatsächlichen Rechtskultur in demokratisch verfassten Staaten kommen jetzt auch noch Zusatzkurse für mathematische Grundlagen und Prozentrechnung hinzu.
Was das wieder alles kostet um die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen.