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Euro-Krise : Schwarz-Gelb lehnt höhere Steuern ab

Bei der Rettung des Euro wird auch Deutschland kräftig zur Kasse gebeten. Doch wo soll das Geld herkommen? Politik und Wirtschaft diskutieren über eine Zwangsabgabe für Reiche und automatische Steuererhöhungen bei schlechten Wirtschaftsdaten. Auch der Steuerzahlerbund hält Steuererhöhungen wegen der Krise für unausweichlich. Nur die schwarz-gelbe Regierungskoalition will von all dem nichts wissen.

Spitzenpolitiker der Regierungs-Koalition lehnen höhere Steuern ab, um den Euro zu retten. Höhere Belastungen seien nicht geplant, sagten die Fraktionsvorsitzenden von Union und FDP, Volker Kauder und Rainer Brüderle, der "Welt am Sonntag". Sie reagierten damit auf einen Vorschlag des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, das eine Zwangsabgabe für Vermögende ins Gespräch gebracht hatte.

Alles kein Thema für Schwarz-Gelb

Der CDU-Politiker Kauder sagte, für Deutschland sei eine Zwangsabgabe überhaupt kein Thema. Die Steuereinnahmen seien ausgesprochen gut. Erhöhungen bei den Abgaben kämen für seine Partei nicht in Frage. Ähnlich äußerte sich FDP-Fraktionschef Brüderle. Von solchen Zwangsanleihe wären Millionen betroffen, nicht Millionäre. Höhere Belastungen wären in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation kontraproduktiv. Die Schuldenkrise sei eine von den Staaten verursachte Krise, deren Ursachen bekämpft werden müssten.

"Die Steuereinnahmen in Deutschland sind ausgesprochen gut. Steuererhöhungen – ganz gleich, welcher Art – kommen für die Union nicht in Frage."

Volker Kauder, Unions-Fraktionschef im Bundestag

Vermögenssteuer hat auch Unterstützer

Die stellvertretende Vorsitzende der Linken, Sahra Wagenknecht, hält den DIW-Vorschlag dagegen keinesfalls für abwegig. Sie kann sich eine eine einmalige Vermögensabgabe für Millionäre in ganz Europa vorstellen. So könnten Altschulden abgebaut werden. Dagegen kann sich der Chef der SPD-Fraktion im Europaparlament, Udo Bullmann, automatische Steuererhöhungen nach Wirtschaftslage vorstellen. Der "Welt am Sonntag" sagte er, jedes Mal, wenn ein Staat die Defizitgrenze reiße, könnte automatisch eine Sonderabgabe auf hohe Vermögen und Einkommen erhoben werden. Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund unterstützt Forderungen nach einer Vermögenssteuer. DGB-Vorstand Claus Matecki sagte: "Reich wird man in der Regel geboren. Die Vermögenden können diese höhere Steuerlast ohne Schwierigkeiten schultern."

Krise wird Steuern nach oben treiben

Der Steuerzahlerbund befürchtet, dass auch für den Normalverdiener die Steuern wegen der Euro-Krise bald steigen werden. Präsident Reiner Holznagel sagte MDR INFO, es gehe in der europäischen Rettungspolitik um Milliarden und die deutschen Steuerzahler seien diejenigen, die am kräftigsten dazu beitragen müssten. Insofern sei die Gefahr hoch, dass zukünftig Steuererhöhungen anstehen. Schon jetzt betrage die Pro-Kopf-Staats-Verschuldung 25.000 Euro. Das sei Geld, das irgendwann bezahlt werden müsse.

Steuerzahlerbund: Euro-Krise wird Steuern nach oben treiben

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Zuletzt aktualisiert: 14. Juli 2012, 17:56 Uhr

1. Didispricht:
"Da haben wir den Salat". Ein bedeutender Politiker sagte einmal folgendes Zitat in Bezug auf die wiedervereinten beiden deutschen Staaten:" da kommt zusammen, was zusammen gehört". Recht so, sofern es sich um Deutschland handelt, denn die Trennung Deutschlands war ja eine unnatürliche folge des 2. Weltkrieges. Doch bei unserer gemeinsamen Eurowährung muss ich da energisch wiedersprechen. Man kann nun mal so unterschiedliche Volkswirtschaften nicht einfach so zusammenwerfen. In einen guten Eintopf schmeiße ich doch auch nicht alles wahllos hinein. Die Mentalität der Menschen, insbesondere unserer südländischen Nachbarn und deren Ansichten über Arbeitsmoral und Finanzangelegenheiten unterscheiden sich nun mal teilweise drastisch von den unseren. Das kann nicht gut gehen. Aber, liebe Politiker und Multikultifans da draußen, träumt schön weiter. Das dicke Ende steht uns erst noch bevor und das kann kein Rettungsschirm der Welt auffangen!
15.07.2012
09:59 Uhr

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