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MDR INFO | Exklusiv : "Lage in Flüchtlingslagern erschütternd"

Die Bundesregierung ist zu weiterer finanzieller Hilfe für syrische Flüchtlinge bereit. Menschenrechtsbeauftragter Markus Löning (FDP) sagte MDR INFO am Freitag: "Wir werden da weiter nach Bedarf Geld geben, wenn das nötig ist."

Derzeit würden das Flüchtlings- und das Kinderhilfswerk der UN unterstützt, außerdem sei das Technische Hilfswerk im Einsatz. Löning betonte, Deutschland handle auch im eigenen Interesse. "Es könnte ja nichts Schlimmeres passieren, als dass der Konflikt, der jetzt in Syrien ist, über die Grenzen schwappt - dass Jordanien destabilisiert wird oder der Libanon, dass es auch dort zu Gewalt kommt." Aus menschlichen und politischen Erwägungen heraus müsse der Konflikt auf Syrien begrenzt werden.

"Viele Menschen nehmen Flüchtlinge auf"

Der Menschenrechtsbeauftragte sagte weiter, er selbst sei gerade im Nachbarland Jordanien gewesen und habe mit syrischen Flüchtlingen gesprochen. "Das ist schon sehr erschütternd, wenn man das sieht, wie es den Leuten dort geht." Gleichzeitig lobte Löning die Gastfreundschaft der Jordanier: "Da muss man wirklich den Hut ziehen." Viele Menschen hätten Flüchtlinge bei sich zu Hause aufgenommen. "Das sind sicher mehrere zehntausend Leute, die untergekommen sind in privaten Wohnungen." Ob Deutschland ebenfalls bereit wäre, syrische Flüchtlinge aufzunehmen, wollte Löning nicht sagen. Man müsse schauen, wie sich die Situation weiter entwickle. "Im Moment hoffen wir, dass die Leute schnell zurück nach Hause können." Die internationale Gemeinschaft habe im Moment vor allem eine Aufgabe: "So viel Druck wie möglich auf Herrn Assad zu machen, dass die Gewalt beendet wird."

Zuletzt aktualisiert: 03. August 2012, 17:53 Uhr

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