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Gefährliche Krankheit : Neuer Tuberkulose-Verdacht in JVA Burg

In der Justizvollzugsanstalt Burg im Jerichower Land gibt es einen neuen Tuberkulose-Verdachtsfall. Das teilte das sachsen-anhaltische Justizministerium am Sonnabend mit. Ein Test habe das ergeben. Der betreffende Häftling sei bereits zur Behandlung ins Haftkrankenhaus Hamburg verlegt worden. Ein endgültiges Ergebnis stehe aber noch aus.

Nicht der erste Verdachtsfall

Ein Justizbeamter öffnet einen Haftraum in der Justizvollzugsanstalt in Burg
In Burg sitzen 580 Straftäter ein.

Es ist nicht der erste Tuberkulose-Verdachtsfall in Burg. Bereits Ende April war bei einem aus Osteuropa stammenden Gefangenen eine "schwach infektiöse, gut therapierbare Form der TBC" festgestellt worden. Auch dieser Gefangene wurde zur Behandlung nach Hamburg verlegt. Inzwischen wurde er bereits wieder nach Magdeburg  zurückverlegt, wo er weiterhin Medikamente erhält.

Wegen der besorgten Stimmung nach dem ersten TBC-Fall waren in der JVA Burg Röntgenuntersuchungen für Insassen und Mitarbeiter der Haftanstalt angeboten worden. 150 Häftlinge nahmen daran teil. Wie das Justizministerium weiter mitteilte, läuft die Auswertung der Tests noch. Weitere Verdachtsfälle könnten nicht ausgeschlossen werden. Im Gefängnis Burg sind derzeit 580 Straftäter inhaftiert.

Zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2012, 08:35 Uhr

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JVA Burg

Im Gefängnis sitzen 530 Häftlinge ein, darunter auch Sicherungsverwahrte. Die Einrichtung gilt als eine der modernsten in Europa. Sie wurde für 100 Millionen Euro von privaten Investoren gebaut, teilweise wird sie auch privat betrieben. Im Sommer 2010 protestierten die Häftlinge mit einem Hungerstreik gegen die Haftbedingungen. Sie beschwerten sich, dass sie keine eigenen Fernseher benutzen und auf dem Freigelände keine private Kleidung tragen durften. Das Ministerium gab ihren Forderungen nicht nach, der Hungerstreik wurde abgebrochen. Auch baulich gab es Probleme: Ein Jahr nach der Eröffnung drang Grundwasser in das Gebäude ein.

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