Altenburg-Gera : Theater erhält finanzielle Sicherheit bis 2016
Das Theater Altenburg-Gera erhält finanzielle Sicherheit bis zum Jahr 2016. Das Land Thüringen und die Gesellschafter des Fünf-Sparten-Hauses haben das am Freitag mit der Unterzeichnung einer Finanzierungsvereinbarung besiegelt.
Sie sieht vor, dass der Freistaat dem Theater vom kommenden Jahr an jährlich 9,7 Millionen Euro überweist. Das sind 200.000 Euro mehr als bisher. Die drei kommunalen Gesellschafter - die Städte Gera und Altenburg sowie der Kreis Altenburger Land - zahlen pro Jahr 6,7 Millionen Euro. Das ist ein Plus von 53.000 Euro. Im Zuschuss des Landes sind auch 1,5 Millionen Euro für die Ballettsparte enthalten, das künftig Thüringer Staatsballett heißt und komplett vom Land getragen wird.
Dennoch wird das Theater sparen müssen, weil die rund 300 Mitarbeiter wieder nach Flächentarif entlohnt werden sollen. Das Land hatte dies zur Bedingung für höhere Zuschüsse gemacht. Allerdings gilt dies auch für alle anderen Thüringer Theater und Orchester, die vom Land Geld erhalten. Früheren Angaben zufolge entstehen dem Theater Altenburg-Gera damit jährlich zusätzliche Kosten von etwa zwei Millionen Euro.
Intendant: Etat ist an der Schmerzgrenze
Das Theater Altenburg-Gera war im Jahr 2010 in eine herbe Finanzkrise gerutscht und konnte nur mithilfe eines 1,8 Millionen Euro schweren Rettungspakets von Freistaat und Gesellschaftern vor der Insolvenz bewahrt werden. Theaterintendant Kay Kuntze, der die künstlerische Leitung des Hauses erst im August 2011 übernommen hat, zeigte sich zuversichtlich, dass das Theater bis zum Ende des Jahres mit diesem Geld auskommen wird. "Wenn keine großen Katastrophen dazwischen kommen, werden wir bis Ende 2012 eine ausgeglichene Bilanz schaffen", sagte Kuntze. Allerdings seien die Etats an der Schmerzgrenze und die Personaldecke schon heute extrem dünn.
Geras Oberbürgermeister Norbert Vornehm und der Landrat des Kreises Altenburger Land, Sieghardt Rydzweski betonten am Freitag, dass sie keinen Spielraum für höhere Zuschüsse sehen. Das Defizit müsse hausintern gelöst werden, sonst seien strukturelle Veränderungen unausweichlich.
| jährlicher Zuschuss bis 2012 | jährlicher Zuschuss ab 2013 | |
|---|---|---|
| Land Thüringen | 9.500.000 | 9.700.000 |
| Stadt Gera | 3.990.000 | 4.020.000 |
| Stadt Altenburg | 920.000 | 938.000 |
| Kreis Altenburger Land | 1.740.000 | 1.740.000 |



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