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Offenbar Tochter zu Tode misshandelt : Verdächtigte Mutter hat bereits Sohn getötet

Die Magdeburgerin, die ihre Tochter umgebracht haben soll, hat bereits ihren Sohn als Baby getötet. Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Magdeburg am Dienstag bestätigte, war die heute 31-Jährige im Jahr 2004 vom Landgericht Chemnitz wegen Totschlags im minderschweren Fall zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Der Sohn sei ihr erstes Kind gewesen.

Polizei befragt Nachbarschaft

Die Mutter sitzt wegen des erneuten Totschlag-Verdachts derzeit in Untersuchungshaft. Sie soll ihre eineinhalbjährige Tochter derart misshandelt haben, dass es an den Folgen starb. Laut Staatsanwaltschaft ist das Motiv der 31-Jährigen noch "völlig unklar". Sie habe in einer geordneten, festen Partnerschaft gelebt, hieß es. Laut Polizei wird derzeit im Umfeld der Mutter nach Hinweisen zu den Ursachen der Tat gesucht. Dabei würden auch Nachbarn befragt.

Bei einer Vernehmung hat die Frau eingeräumt, ihre Tochter misshandelt zu haben. Die Obduktion des Mädchens belegte dies. Das Kleinkind war Ende November in der Uniklinik Magdeburg gestorben. Drei Tage zuvor hatte die Mutter einen Notarzt gerufen, als das Kind leblos im Kinderzimmer ihrer Wohnung in Neu-Olvenstedt lag. Dort konnte das Mädchen zunächst reanimiert werden.

Derzeit wird geprüft, ob die 31-Jährige schuldfähig ist. Ein forensisch-psychiatrisches Gutachten soll Klarheit bringen. Ferner wird untersucht, ob es bereits früher Hinweise auf eine Misshandlung des Kindes gegeben hatte.

Zuletzt aktualisiert: 04. Dezember 2012, 19:22 Uhr

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