Rückblick 2011 / Ausblick 2012 : MDR-Umfrage: Deutsche glauben weiter an Euro
Zahlreiche Nachrichtenthemen prägten das Jahr 2011 – die Euro-Krise, der Streit um ein NPD-Verbot oder die Debatte um eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes. Infratest dimap hat im Auftrag des MITTELDEUTSCHEN RUNDFUNKS in einer repräsentativen Umfrage die Meinungen der Deutschen zu den Themen des Jahres 2011 und die Erwartungen für das kommende Jahr erfragt.
Die Deutschen glauben weiter an den Euro. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Infratest dimap im Auftrag des MDR. Darin sagten fast zwei Drittel (65 Prozent) der Befragten, dass sie glauben, dass der Euro auch in fünf Jahren noch die gemeinsame Währung der meisten europäischen Staaten sein wird. 33 Prozent beantworteten die Frage mit "Nein" und glauben somit nicht an ein langfristiges Bestehen der Einheitswährung, die vor fast zehn Jahren eingeführt worden.
Besonders pessimistisch sind dabei die Jüngeren. So rechnen von den 18- bis 29-Jährigen 39 Prozent mit einem Scheitern des Euro, bei den 30- bis 44-Jährigen sind es 40 Prozent. Die währungsreformerprobte ältere Generation ist hingegen zuversichtlicher. Von den über 60-Jährigen antworteten 72 Prozent, dass sie damit rechnen, auch in fünf Jahren noch mit dem Euro zu zahlen. Auffällig auch ein Blick auf die Parteienpräferenz: So rechnen vor allem die Anhänger der Regierungsparteien mit einem Fortbestehen des Euro. 76 Prozent der Wähler von CDU/CSU und sogar 95 Prozent der FDP-Wähler gehen davon aus, auch in fünf Jahren noch mit dem Euro zu zahlen.


