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Unwetter : Drittes Todesopfer - Damm bei Kemnitz soll geöffnet werden

Drei Tote und Schäden in Millionenhöhe: Das ist die Bilanz des Unwetters, das am Wochenende über Sachsen hinweg zog. Besonders betroffen ist der Landkreis Görlitz, hier überschwemmten der Weiße und Schwarze Schöps Häuser, Felder und Straßen. Der Katastrophenalarm galt am Sonntagnachmittag nur noch für die Gemeinde Waldhufen. Von der Wetterlage am Abend hängt es ab, ob der am Sonnabend eingerichtete Katastrophenstab weiter bestehen bleibt.

Nach den schweren Unwettern wird im Landkreis Görlitz die Öffnung eines Dammes vorbereitet. Der Bürgermeister von Bernstadt, Gunter Lange, sagte MDR INFO, im Ortsteil Kemnitz wolle man über eine sechs Meter breite Scharte Wasser ableiten. So soll der aufgeweichte Damm entlastet werden. Man gehe davon aus, dass dann keine Häuser mehr gefährdet seien.

Schäden in Millionenhöhe

Das Hochwasser im Landkreis Görlitz hat nach ersten Schätzungen einen Schaden in Millionenhöhe verursacht. Landrat Bernd Lange bezifferte ihn allein an Straßen und Brücken auf sieben bis zehn Millionen Euro. Er rechne zudem mit "erheblichen" Folgen für die Landwirtschaft. Im Unterschied zum Hochwasser im August und September 2010 seien die Getreidefelder diesmal noch nicht abgeerntet.

Im ostsächsischen Neusalza-Spremberg ist am Sonnabendnachmittag ein 64-jähriger Mann vom Blitz erschlagen worden. Damit erhöht sich die Anzahl der Unwetter-Toten allein in Sachsen innerhalb von zwei Tagen auf drei. In der Region sind nach Angaben des Katastrophenstabes 53 Feuerwehren im Einsatz, um die Folgen der Unwetter in den vergangenen Tagen zu bekämpfen. In Horka und Kemnitz stabilisierten die Feuerwehrleute Dämme mit Sandsäcken: In Horka droht ein provisorischer Schutzwall zu brechen und in Kemnitz bei Bernstadt weicht ein Rückhaltebecken durch. In Horka und Sohland werden Feuerwehrleute von einem Zug des Technischen Hilfswerkes unterstützt.

In Berka mussten mehrere Häuser evakuiert werden, zehn Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Auch aus den Orten Sohland am Rotstein, Meuselwitz, Döbschütz, Niederseifersdorf, Jänkendorf, Markersdorf, Schöpstal und Kodersdorf werden Unwetterschäden gemeldet.

Nach Angaben des Landeshochwasserzentrums ist die Lage im Spreegebiet zwar akut. An den beiden Flüssen Schwarzer Schöps und Weißer Schöps herrsche höchste Alarmstufe 4. Allerdings steige das Wasser nicht mehr an.

Bildergalerie: Unwetter in Sachsen

Park in Meerane Park in Meerane Tornadoschäden bei Hinterhermsdorf in der Sächsischen Schweiz

In der vergangenen Woche zogen erneut heftige Unwetter über Sachsen hinweg. Viele Zuschauer haben uns ihre Bilder geschickt. [Bilder]


Zuletzt aktualisiert: 09. Juli 2012, 15:22 Uhr

2. Holzschutz-Schmidt:
Was da so um die Region in Görlitz der >EUROPASTADT> seit 2010 abläuft ist schon sehr bedenklich. Jedes Jahr laufen dort rechtschaffende Gewerbetreibende und auch Privat von Mieter bis zum Hausbesitzer Gefahr Ihr Hab und gut zu verlieren. Wann will denn nun endlich mal die sächsische Staatsregierung sich praxiserfahrene Fachleute zur Lösung dieser Gefahrenquellen ins Boot holen und nicht immer nur [...]* aus sind. Angebote zur Mitarbeit wurden doch ausreichend diesen hochdotieren rDamen und Herren unterbreitet! * Beleidigung/Unterstellung gelöscht - MDR.DE-Redaktion
08.07.2012
13:50 Uhr
1. Heinz Faßbender:
Wo bleibt eigentlich das viele Geld für den angeblichen Hochwasserschutz in Görlitz - gibt es immer noch dunkel Abwasserkanäle? Und keiner tut was - weil alle profitieren? Fragen stellen darf man doch? Oder lieber nicht? Werde ich jetzt wegen Verunglimpfung bestraft? In Görlitz ist leider alles möglich! Die Angst vor Justizverfolgungsmaßnahmen hält alles schön ruhig. Das ist dann die so bezeichnete schweigende Mehrheit! Der Deutsche eben!
08.07.2012
11:04 Uhr

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