Nachrichten

Service : Tipps zur Sicherheit im Urlaub

Im Urlaub möchte niemand an etwas Negatives wie Betrug und Diebstahl denken. Und genau das nutzen Ganoven gerne aus. Auch an den schönsten Tagen des Jahres sollte man also nicht zu sorglos sein. Gerade zur Urlaubszeit verzeichnet die Polizei ein erhöhtes Betrugs-, Einbruchs- und Diebstahlrisiko. "Kripo live" gibt ein paar Tipps, wie es gemindert werden kann.

Ein zu günstiges Angebot

Geldtausch
Dringend abzuraten ist vom Geldwechsel auf der Straße.

Sogenannte "Fliegende Händler" bieten im Ausland gern Geld zu einem äußerst günstigen Umtauschkurs an. Die Angesprochenen gehen gern und oft sofort auf das Angebot ein. Also werden Euro gegen Dollar oder eine andere beliebige Währung getauscht. Erst etwas später bemerken die Urlauber dann, dass sie nur Falschgeld bekommen haben. Tipp: Verzichten Sie lieber auf "zu gute" Angebote!

Falsches Mitleid bringt Ärger

Biergarten
Wertsachen sollten so nah wie möglich am Körper getragen werden.

Die sogenannte Mitleidsmasche wird häufig bei Touristen auf Städtetour angewandt. Dabei tritt plötzlich ein offensichtlich aufgeregter Mann an die Urlauber heran. Angeblich wurde sein Portemonnaie gestohlen und er braucht dringend etwas Geld.

Diese und ähnliche Storys gehen ans Herz und sind vielversprechend. Die Polizei warnt: Verborgen Sie kein Geld heraus - Sie sehen es meist nie wieder! Verweisen Sie vielmehr auf die deutsche Botschaft oder das deutsche Konsulat. Die helfen in echten Notfällen weiter.

Verräterisches Bier

Ganoven lauern gern im Freiluftgarten, wo sich Urlauber bei heißen Temperaturen ein kühles Bier gönnen. Stehlen kann man hier schlecht. Die Betrüger erkunden vor Ort viel eher, welche Geldbörse gut gefüllt ist. Haben sie ein gut betuchtes Opfer erspäht, verfolgen sie es und schlagen dann bei einer günstigen Gelegenheit zu. Tipp: Nehmen Sie zu einem Einkaufsbummel o.ä. nur soviel Geld wie nötig mit. Seien sie besonders im Gedränge, an Touristenattraktionen, Haltestellen, Bahnhöfen und Flugplätzen achtsam. Taschendiebe sind hier besonders aktiv.

Ein Moment reicht aus

Auch das passiert häufig: Touristen machen eine Stadtrundfahrt und verlassen den Bus nur kurz, um schnell ein Foto zu schießen. Doch zurück im Bus ist die Tasche auf dem Sitz verschwunden. Tipp: EC-, Kreditkarte, Ausweis, Reisepass und andere wertvolle Dokumente stets körpernah in Brustbeuteln, Holstern und/oder verschließbaren Innentaschen aufbewahren! Bei EC- und Kreditkartenverlust: Sperrnummer: 116 116 in Deutschland anrufen.

Böse Überraschung

Einbrecher
Schützen Sie auch im Urlaub Wohnung und Haus vor Einbrechern.

Manche Diebe erwischen - weil Reisende alles zusammen in einer Tasche hatten - nicht nur deren sämtliches Bargeld, sondern auch noch den Ausweis mit der Heimatadresse oder gar die Wohnungsschlüssel. Das kann nach dem Urlaubsende eine böse Überraschung geben. Häufig schlagen dann Komplizen in der Heimat der Touristen zu und räumen die Wohnung aus.

Tipp:  Wenn u.a. der Ausweis gestohlen wurde, sofort die Nachbarn am Heimatort anrufen, die dann die Polizei informieren und über die Nachbarn das Auswechseln der Schließzylinder veranlassen. Ansonsten: Lassen sie ihre Wohnung bewohnt erscheinen, indem sie den Briefkasten regelmäßig leeren, Rasen mähen und Rollläden hochziehen lassen. Eine Zeitschaltuhr an der Lampe täuschte bewohnte Häuser vor. Zudem kann man am Telefon evtl. "stummen Alarm" installieren. Dabei wird man per SMS über einen Einbruch informiert und kann im Zweifelsfall per Handy in die eigene Wohnung hineinhören.

Die Ferien sollen für Sie die schönste Zeit des Jahres bleiben. Darum seien Sie auf der Hut! Denn Diebe machen niemals Urlaub.

Zuletzt aktualisiert: 17. Juli 2012, 10:40 Uhr

© 2013 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK