Satellitenbild eines Organs
Hurrikans werden in fünf Kategorien eingestuft. Besonders verheerende Schäden richten Hurrikans der höchsten Kategorie 5 an, die Windgeschwindigkeit von 252 Kilometern pro Stunde erreichen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Hintergrund Wind, Sturm, Hurrikan: Was macht tropische Unwetter so gefährlich?

Satellitenbild eines Organs
Hurrikans werden in fünf Kategorien eingestuft. Besonders verheerende Schäden richten Hurrikans der höchsten Kategorie 5 an, die Windgeschwindigkeit von 252 Kilometern pro Stunde erreichen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Tropische Wirbelstürme entstehen über dem Meer, wenn das Wasser mindestens 26 Grad warm ist und stark verdunstet. Je nach Stärke unterscheiden Meteorologen zwischen tropischen Depressionen, also Tiefdruckgebieten mit schwachem Wind, tropischen Stürmen mit mittleren Windstärken und tropischen Orkanen mit starkem Wind.

In den USA ist bei einer maximalen Windgeschwindigkeit unter 63 Stundenkilometern von einem Tropentief die Rede. Bei Tempo 63 bis 118 gilt es als Tropensturm, darüber hinaus wird Hurrikanstärke erreicht.

Wie ein Hurrikan entsteht

Tropische Orkane werden im westlichen Atlantik und im östlichen Pazifik Hurrikans genannt. In Ost- und Südostasien sowie im nordwestlichen Teil des Pazifiks heißen sie Taifun. Im Indischen Ozean und südlichen Pazifik spricht man von einem Zyklon.

Ein Hurrikan entsteht, wenn die verdunsteten Wassermengen über dem aufgeheizten Ozean als Dampf aufsteigen und an der Wasseroberfläche Luft nachgesaugt wird. Dadurch beginnt sich die von der Seite nachströmende Luft zu drehen, ähnlich, wie wenn Wasser durch einen Abfluss fließt. Es entsteht ein trichterförmiger Wirbel, in dessen Mitte es vollkommen ruhig ist.

Die Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala

Ihre Stärke wird nach der von den Meteorologen Herbert Saffir und Robert Simpson entwickelten Skala eingeteilt. Ein Hurrikan der Kategorie 1 reicht bis Tempo 153, Stufe 2 gilt bis 177, Stufe 3 bis 208 und Stufe 4 bis 251 Stundenkilometern. Besonders verheerende Schäden richten Hurrikans der höchsten Kategorie 5 ab einer Windgeschwindigkeit von 252 Kilometern pro Stunde an.

Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Besonderheit des Hurrikans

Hurrikans erzeugen zwar enorme Windgeschwindigkeiten, bewegen sich aber oft nur mit etwa 15 Kilometern in der Stunde vorwärts. Das ist verheerend, weil Niederschläge dann stunden- oder tagelang fast auf dasselbe Gebiet niederprasseln.

Oft nehmen Wirbelstürme bei ihrem Zug über das Meer an Stärke zu. Über Land verlieren sie schnell an Kraft, da der Nachschub feuchtwarmer Luftmassen fehlt. Bei Windgeschwindigkeiten unter 120 Stundenkilometern wird ein Hurrikan zu einem Tropensturm herabgestuft.

Über dieses Thema berichtet MDR AKTUELL auch im: Radio | 07.09.2017 | 09:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. September 2017, 17:52 Uhr