DDR-Schlagerstar Sängerin Ina-Maria Federowski gestorben

"Gegensätze zieh'n sich an" - es ist vor allem dieser Ohrwurm, mit dem man Ina-Maria Federowski verbindet. Nun ist die in Sachsen geborene Sängerin mit 67 Jahren an Krebs gestorben.

Ina-Maria Federowski, 2008
Ina-Maria Federowski wurde im sächsischen Freital geboren. Bildrechte: IMAGO

DDR-Schlagerstar Ina-Maria Federowski ist tot. Die Sängerin starb bereits am Donnerstag im Alter von 67 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. Das bestätigte ihr Ehemann Roderich Schmidt. Der "Bild"-Zeitung zufolge soll sie Bauchspeicheldrüsenkrebs gehabt haben.

"Gegensätze zieh'n sich an"

Federowski war gelernte Gärtnerin. Dass sie schließlich das Metier wechselte und an der Musikhochschule in Dresden studierte, sei ihre Art "von Rebellion gegen das Elternhaus gewesen", sagte sie 2011 in einem Interview. Ihr erstes Engagement bekam sie an der Staatsoperette Dresden.

In dieser Zeit gewann sie beim DDR-Nachwuchsfestival "Goldener Rathausmann" und wurde daraufhin vom Leipziger Schlagerkomponisten Arndt Bause entdeckt. Der hatte gerade das Lied "Gegensätze zieh'n sich an" geschrieben und wollte Federowski als Interpretin gewinnen, nur gefiel ihr der Song zunächst gar nicht. Bause überzeugte die Sängerin schließlich, das Lied wurde zum Hit und zu Federowskis Markenzeichen.

"Kessel Buntes" moderiert

Die Schlagersängerin war immer wieder im DDR-Fernsehen zu Gast, ob bei "Das ist Musik für Sie" oder in der Fernsehshow "Kessel Buntes", die sie 1987 auch moderierte. Zu weiteren bekannten Hits gehörten "Man lernt nie aus", "Scheiden tut weh" oder "Die Liebe gewinnt".

Bis zuletzt aufgetreten

Nach der Wende wurde es zunächst ruhig um die Sängerin. Ein 1989 von ihr geplantes Theaterprogramm wurde wegen des Mauerfalls abgesagt. Mitte der 1990er-Jahre gab Federowski die CD "Gegensätze" heraus, eine Mischung aus alten Hits und neuen Liedern. Fast bis zuletzt trat sie immer wieder auf. Nach Angaben ihres Ehemannes wird sie auf der Insel Rügen beigesetzt.

Über dieses Thema berichtet MDR AKTUELL auch im: Radio | 16.07.2017 | 14:00 Uhr
Fernsehen | 16.07.2017 | 15:55 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2017, 17:01 Uhr

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14 Kommentare

17.07.2017 20:26 Peter Kleie 14

Unser Beileid gilt dem Ehemann Roderich und der Tochter.
Seit Beginn ihrer Karriere in der Staatsoperette, ist uns die Familie bekannt. Ihre fröhliche Art wirkte ansteckend. Schade, dass sie so früh aus dem Leben scheiden musste.

17.07.2017 12:50 ICH 13

Ein Star? Wirklich?
Ich lese den Namen der Dame heute zum ersten Mal.
[...]

17.07.2017 09:04 Christine F. 12

Ich bin sehr traurig, erinnere mich an viele gemeinsame Stunden, die ich mit ihr verbringen durfte. Ihre fröhliche, lebenslustige Art hat mich oft motiviert.
Mein Beileid den Angehörigen!

16.07.2017 22:06 Kluter 11

Zu Udo Degen:
Sie sollten aufpassen,dass sie sich bei soviel Schaum vor dem Mund,wenn um die DDR geht, nicht daran verschlucken.Viele DDR-Künstler haben damals -menschlich und künstlerisch gesehen- großartiges geschaffen(Karat,Puhdys,City- auch Ina Maria Federowski) Und ihr millionenfaches Publikum hat dieses erkannt und anerkannt.Ich habe diese symphatische Frau mehrfach auf der Bühne erleben dürfen und erinnere mich heute noch gern daran zurück.

16.07.2017 20:45 H.Tier 10

Ich werde ihr freundliche Art, ihr schallendes Lachen und die tiefgründigen Gespräche nicht vergessen.
Meine tiefe Anteilnahme gilt ihre Tochter und ihrem Eheman Roderich.

16.07.2017 20:22 Rudi Werner 9


Ruhe sie in Frieden. Der Familie mein Beileid.
Wo sind die neuen Trällerlerchen?
Da ist nicht mehr viel nachgekommen. Heute spielt das Radio nur noch Heulbojen. Deshalb schalte ich es nicht mehr ein. Und erst die Sprecher. Nehmen wohl dort alle Drogen. Was sind das für Zeiten, die immer verrückter werden?

16.07.2017 19:23 Morchelchen 8

Sie hat mit ihrem unverwechselbarem Gesangsstil Freude in den Alltag gebracht. Schade, dass sie so zeitig von uns gehen musste. Allen Angehörigen und ihrem Freundeskreis mein Mitgefühl.

16.07.2017 17:56 Hans-Jürgen Herr 7

Sehr traurig, wieder eine bekannte Sängerin von uns gegangen.
Es wäre doch schön wenn das MDR-Fernsehen eine Erinnerungssendung am Abend von Ihr bringt

16.07.2017 17:54 Carla Fedler 6

@Schnellschnitt? Wo schneiden Sie denn immer schnell?
Und Sie K.Nestler, schauen Sie mal heut Nacht zum Himmel.
Im Universium findet man viele Sternchen.
DDR einmal hin und einmal her, die DDR gibt es nicht mehr!

16.07.2017 17:42 Schnellschnitt 5

Schade,