Sicherheit Wie sicher fühlen sich die Leipziger auf dem Weihnachtsmarkt?

Weihnachtsmarkt und Innenministerkonferenz: In Leipzigs Innenstadt gibt es derzeit hohe Sicherheitsvorkehrungen mit viel Polizeipräsenz und Betonsperren gegen die Terrorgefahr. Wie sicher fühlen sich die Bürger?

Frau mit Pfefferspray auf Weihnachtsmarkt.
Evelin Siegel findet es gut, dass man auf dem Weihnachtsmarkt viele Polizeiautos sieht. "Außerdem habe ich immer mein Pfefferspray dabei", grinst sie verschmitzt und zieht die kleine schwarze Dose aus der Tasche. Von Angst hält sie nichts - sie möchte lieber unbehelligt durch die Stadt schlendern. Bildrechte: MDR/Jana Münkel
Frau mit Pfefferspray auf Weihnachtsmarkt.
Evelin Siegel findet es gut, dass man auf dem Weihnachtsmarkt viele Polizeiautos sieht. "Außerdem habe ich immer mein Pfefferspray dabei", grinst sie verschmitzt und zieht die kleine schwarze Dose aus der Tasche. Von Angst hält sie nichts - sie möchte lieber unbehelligt durch die Stadt schlendern. Bildrechte: MDR/Jana Münkel
Ein Polizist gibt ein Interview auf dem Weihnachtsmarkt.
Die Leipziger Polizei ist vorbereitet: 16 Polizeibeamte in Uniform und Zivil sind ständig auf dem Weihnachtsmarkt präsent, die Eingänge sind durch Betonsperren geschützt. Doch die Polizei muss nicht nur den Weihnachtsmarkt absichern: Durch das Champions League-Rückspiel RB Leipzig gegen Besiktas Istanbul und die Innenministerkonferenz finden noch zwei weitere Großereignisse hier statt. "Die Polizeidirektion Leipzig kann diese Ereignisse aus eigener Kraft nicht absichern. Wir sind da auf Unterstützung von anderen Einheiten aus Sachsen, aber auch aus dem Bundesgebiet angewiesen" erklärt Andreas Loepki von der Leipziger Polizei. Bildrechte: MDR/Owen Grafe
Mann mit Kappe steht vor einem Karussell.
"Hundertprozentige Sicherheit gibt es sowieso nicht!", sagt Michael Stein. Ihm gefällt, dass die Polizei sich eher im Hintergrund aufhält. "Die fallen gar nicht so auf", findet er. Bildrechte: MDR/Jana Münkel
Eine Frau steht im Glühweinstand.
Stefanie Kobelt leitet das "Finnische Dorf" auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt. Dieses Jahr musste sie zum ersten Mal einen Evakuierungsplan für die Stadt einreichen. "Da mussten wir unsere Maßnahmen aufführen, falls irgendwas sein sollte, damit wir die Leute evakuieren können." Der Plan führt bei ihr aber nicht zu Verunsicherung, im Gegenteil: "Dadurch fühle ich mich sehr gut vorbereitet", erklärt Stefanie Kobelt. Bildrechte: MDR/Jana Münkel
Mann mit RB-Leipzig Schal steht vor einem Weihnachtsbaum.
Marcel Schindler war vor zwei Jahren in Frankreich auf einem Weihnachtsmarkt. "Da ist die Polizei mit Maschinenpistolen rumgelaufen. Dagegen ist das hier entspannt." Er fühlt sich sicher: "In Leipzig habe ich eben einfach ein sicheres Grundgefühl." Bildrechte: MDR/Jana Münkel
Ein Mann und eine Frau stehen vor einem Weihnachtsbaum.
Tanja Urban findet es gut, dass der Weihnachtsmarkt durch die Betonsperren abgesichert ist. "Da kommt keiner durch. Gerade wegen des Anschlags in Berlin letztes Jahr finde ich das so besser."

Matthias Muß hat in der Weihnachtszeit keine Lust, über Sicherheitsfragen nachzudenken. "Vielleicht verdränge ich das auch ein bisschen. Aber wenn man zuviel drüber nachdenkt, würde man gar nicht mehr auf den Weihnachtsmarkt gehen.“
Bildrechte: MDR/Jana Münkel
Eine Frau steht vor einem Weihnachtsbaum.
Kerstin Foelke würde ihr Sicherheitsgefühl auf einer Skala von Eins bis Zehn bei einer Neun einordnen. "Ich finde es gut, dass die Polizei präsent ist", sagt sie. "Wenn nämlich was passiert, schreien sonst alle: Warum sind sie nicht dagewesen?" Bildrechte: MDR/Jana Münkel
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