Auf der Weste eines Sicherheitsdienst-Mitarbeiter der Deutschen Bahn ist eine sogenannte BodyCam befestigt
Auf der Weste eines Sicherheitsdienst-Mitarbeiter der Deutschen Bahn ist eine sogenannte Bodycam befestigt. Bildrechte: dpa

Erfolgreiche Tests Bahn setzt Bodycams deutschlandweit ein

Bisher gab es nur Tests an einzelnen Bahnhöfen und in Zügen. Jetzt soll das gesamte Sicherheitspersonal der Bahn mit Körperkameras ausgerüstet werden. Damit sollen Angriffe auf die Mitarbeiter und Straftaten verhindert werden.

Auf der Weste eines Sicherheitsdienst-Mitarbeiter der Deutschen Bahn ist eine sogenannte BodyCam befestigt
Auf der Weste eines Sicherheitsdienst-Mitarbeiter der Deutschen Bahn ist eine sogenannte Bodycam befestigt. Bildrechte: dpa

Die Deutsche Bahn will ihr Sicherheitspersonal bundesweit mit Körperkameras ausstatten. Das teilte das Unternehmen in Berlin mit. Demnach sollen die sogenannten Bodycams ab dem Spätsommer an großen Bahnhöfen zum Einsatz kommen sowie bei der An- und Abreise zu Sport- und Großveranstaltungen.

Der Infrastrukturchef der Bahn, Ronald Pofalla, sagte, mit den Bodycams könne Beweismaterial gesichert werden. Außerdem schützten sie vor Angriffen. Die Kameras können auf Knopfdruck aktiviert werden. Die Aufzeichnungen sollen verschlüsselt gespeichert werden.

Test in Berliner Bahnhöfen und in Zügen

Die Bahn hat den Einsatz von Videokameras am Körper bereits getestet. Die sogenannten Bodycams kamen etwa in Berliner Bahnhöfen und Köln zum Einsatz und wurden auch testweise in Zügen ausprobiert.

Nach Angaben des Unternehmens verliefen die Tests erfolgreich. Bereits im Dezember teilte die Bahn mit, an den drei Berliner Bahnhöfen, die für den Pilotversuch ausgewählt worden seien, seien Mitarbeiter mit Körperkameras kein einziges Mal angegriffen worden.

Der Bahn zufolge haben die Körperkameras eine abschreckende Wirkung. Auf dem Bildschirm sei sichtbar, was gerade aufgezeichnet werde. Vor allem Betrunkene und aggressive Bettler ließen sich davon abschrecken. In mehreren Fällen hätten die Videoaufzeichnungen bereits in der Testphase zur Ergreifung von Straftätern geführt.

Über dieses Thema berichtete MDR AKTUELL auch im: Radio | 29.06.2017 | 09:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 29. Juni 2017, 09:46 Uhr

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5 Kommentare

30.06.2017 11:18 HERBERT WALLASCH, Pirna 5

Die berechtigte Frage ist doch ob mit oder ohne Ton, leider muß man bei solchen logischen Themen alles hinterfragen, der gesunde Menschenverstand ist da vielfach weit von der Realität entfernt.

29.06.2017 12:51 GEZ Einzahler 4

@Graf von Henneberg: ich wüsste nicht, warum sich ein normaler Bürger gegenüber einem Bahnmitarbeiter so verhalten soll. Es sei denn, man hat selbst Dreck am Stecken!

29.06.2017 12:43 Holzauge 3

Aber dem Bürger wird es verwehrt, Dash-Cams am eigenen Auto einzusetzen... Er will auch nur Beweise für einen Unfall sammeln, an dem er nicht Schuld ist.

29.06.2017 12:38 D.o.M. 2

Datenschützer ! Persönlichkeitsrechtschützer ! Täterschützer! Aktivisten ! Aufgemerkt ! Hier ist Gefahr im Verzug !

29.06.2017 11:38 Graf von Henneberg 1

Jaja Beweise sammeln, mit der Kamera. Da bleibt dem Bürger nur noch übrig, selbst Beweise mit eigener Kamera zu sammeln. Was für den einen Recht ist muß für den anderen billig sein. Wie soll denn der Bürger seine Rechte sonst vertedigen.