Ein umgeknicktes Stoppschild steht auf einer Straße.
Das Feuer hat großflächige Zerstörungen hinterlassen. Bildrechte: dpa

Nach verheerenden Waldbränden Portugal ruft dreitägige Staatstrauer aus

Durch Dürren ist die Waldbrandgefahr in Südeuropa dieses Jahr extrem hoch. Immer wieder kommt es zu verheerenden Flächenbränden, oft ausgelöst von Brandstiftern. In den letzten Tagen sind mindestens 41 Menschen bei Waldbränden in Portugal und Spanien ums Leben gekommen. Portugal hat eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen, um der Todesopfer zu Gedenken.

Ein umgeknicktes Stoppschild steht auf einer Straße.
Das Feuer hat großflächige Zerstörungen hinterlassen. Bildrechte: dpa

Der portugiesische Regierungschef António Luís Santos da Costa hat eine dreitägige Staatstrauer für die Opfer der Waldbrände ausgerufen. Da Costa sprach den betroffenen Familien und Angehörigen seine Anteilnahme aus, wie die Zeitung "Diário de Notícias" berichtete. Die EU-Kommission in Brüssel setzte die Flaggen auf Halbmast.

Nach offiziellen Angaben starben in Portugal mindestens 37 Menschen. Der staatliche Wetterdienst teilte mit, dass sich die Waldbrandgefahr auf der iberischen Halbinsel infolge einer Regenfront und sinkender Temperaturen am Dienstag verringern wird.

Brandstiftungen und Dürre

Auch in Spanien wüteten Feuer. In der nordwestspanischen Provinz Galicien verloren vier Menschen bei Waldbränden ihr Leben. Neben der monatelangen extremen Dürre sind vermutlich Brandstiftungen für viele Flächenbrände verantwortlich. In Galicien gehen die Behörden von 132 Fällen aus. "Das sind keine 132 Brände, das sind 132 Angriffe", sagte eine Sprecherin der Regionalregierung im spanischen Radio.

Im Juni waren bei Bränden in der Mitte Portugals mindestens 63 Menschen ums Leben gekommen. Das Zentrum lag bei Pedrógão Grande, etwa 200 Kilometer nordöstlich von Lissabon. Im August brachen in der Mitte Portugals erneut mehr als 150 Waldbrände aus.

Über dieses Thema berichtet MDR AKTUELL auch im: Fernsehen | 17.10.2017 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. Oktober 2017, 17:59 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.