Wanderer, 1992
Bildrechte: dpa

Rennsteig Weltmeisterschaft im Wandern startet

Es ist nicht der Rennsteiglauf. Es ist kein Wintersport-Wettbewerb. Es ist die Weltmeisterschaft im Wandern. Die hat der Verein "Pummpälzweg" ins Leben gerufen. Am Wochenende fiel der Startschuss.

Wanderer, 1992
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1. Rennsteig Hiking World Championship - so lautet der offizielle Titel der Weltmeisterschaft im Wandern, die am Wochenende im Wartburgkreis, genauer in der Gemeinde Moorgrund, in Gumpelstadt, begonnen hat. Ausgerufen hat diese Weltmeisterschaft der Verein "Pummpälzweg". 240 Wanderer gingen auf verschiedenen Strecken an den Start, auch Teams aus Japan und Frankreich sind dabei.

Es ist ganz einfach, eine organisierte Form auf das Wandern hinzuweisen, auf die Schönheiten, die Besonderheiten, um den Gemeinschaftssinn des Wanderns herauszustellen und damit Thüringen attraktiver zu machen.

Werner Reinhold Wolf, Vorsitzender des Pummpälz-Vereins
Werner Wolf, Mitveranstalter der Wander-WM
Werner Wolf, Mitveranstalter der Wander-WM Bildrechte: MDR / Werner Wolf

Aber wie genau ist Wandern eigentlich definiert? Werner Wolf, der zu den Organisatoren gehört, beschreibt Wandern als Form des Gehens, auch Power-Walking oder Nordic-Walking zählen dazu. Hauptsache ein Fuß bleibt bei der Bewegung auf dem Boden. Alles andere zähle zu "Running". Für die Weltmeisterschaft haben die Veranstalter die Höchstgeschwindigkeit auf 7,5 Kilometer pro Stunde festgelegt. Das gelte unter Wander-Profis als übliches Tempo. Alles, was schneller ist, gehe ins Laufen. Und es soll ja kein Lauf sein, sagt Wolf. Kontrolliert wird das mit Hilfe von Chips, die die WM-Teilnehmer bekommen und mit denen sie sich an elektronischen Kontrollpunkten auf der Wanderstrecke einloggen.

Lange Strecken, lange Zeit

Nicht nur die Strecken, die bei dieser WM zurückgelegt werden, sind lang - sondern auch deren Zeitraum. In Gumpelstadt starteten am Wochenende die Wettbewerbe im Doppelmarathon. Dabei laufen die Teilnehmer an zwei Tagen zwei Marathons. Im Herbst, Ende Oktober, geht es dann weiter im Luther-Stammort Möhra mit dem Supermarathon - zwei Marathons an einem Tag - und dem Marathon - ein Marathon an einem Tag. Titel gibt's im Einzel, für das Team und für den Wander-Club zu holen.

Luther plant die Championship

Grund für diesen langen Zeitraum, über den sich die WM zieht, ist das Martin-Luther-Jubiläum. Anfang Mai jährt sich der Tag von Luthers Entführung zum 495. Mal und zum Reformatiostag im Herbst ist der Luther-Stammort Möhra ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer. Der "Pummpälzverein" nahm diese Jubiläen zum Anlass für den zeitlichen Ablauf der WM. Gewandert wird demzufolge nicht nur auf dem Rennsteig, sondern auch auf dem Luther- und natürlich auf dem Pummpälzweg.

Zuletzt aktualisiert: 30. April 2016, 19:40 Uhr

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1 Kommentar

01.05.2016 10:14 Anke Schmidt 1

Da heutzutage das gesamte Weltgeschehen schon von Schwachsinn geprägt ist, passt sich diese "Weltmeisterschaft im Wandern" völlig nahtlos darin ein.
Wer kommt nur auf eine solche "Idee", denn sie ist weder regelkonform kontrollierbar, noch ist keinerlei Sinn im "Wettkampfmodus" erkennbar (da es ja kein Wettkampf sein soll).
Wahrscheinlich stockt nur der Bratwurst- und Bierabsatz...zum Ankurbeln ist dazu natürlich kein noch so dämlicher Einfall zu schade!
Gut Runst
Anke Schmidt