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Amtseinführung : Wer ist Bundesbildungsministerin Johanna Wanka?

Die 61-jährige - in Sachsen aufgewachsene - CDU-Politikerin Johanna Wanka war bereits zweimal Ministerin in zwei verschiedenen Bundesländern. Neun Jahre lang hatte sie das Amt der Wissenschaftsministerin in Brandenburg inne, bis die schwarz-rote Regierungskoalition zerbrach. Ein Jahr später übernahm sie überraschend das Amt der Wissenschaftsministerin in Niedersachsen und war die erste Ostdeutsche in einem westdeutschen Landeskabinett. Das Budget ihres Ministeriums in Niedersachsen betrug 1,7 Milliarden Euro und war damit sieben Mal so hoch wie in Brandenburg.

Experten vermuten, dass der Grund für ihren Wechsel nach Niedersachsen fehlende politische Karrieremöglichkeiten in Brandenburg waren. Zwischen beiden Ministerposten fungierte Wanka als CDU-Fraktionschefin im brandenburgischen Landtag - ein Amt, mit dem sie nicht warm wurde. Die Oppositionsrolle lag ihr nicht.

Mathematikerin, Rektorin, Ministerin

Die promovierte Mathematikerin gilt als konservativ und pragmatisch. Sie selbst sagt von sich, dass sie konsequent arbeite und stets ernsthaft nach Lösungen suche. In ihrer bisherigen Wissenschaftspolitik setzte sie sich – auch in ihrer Zeit als Vorsitzende der Kultusministerkonferenz (KMK) – für eine deutschlandweite einheitliche Regelung zu Studiengebühren ein. Im vorigen Sommer erklärte sie, dass in einigen Jahren alle Bundesländer die Gebühren erheben würden, um ihre Haushalte zu sanieren. Derzeit erheben nur Bayern und Niedersachsen Studiengebühren in Deutschland.

1951 im sächsischen Rosenfeld bei Torgau geboren, studierte Wanka Anfang der 70er-Jahre Mathematik in Leipzig. 1980 promovierte sie im gleichen Jahr wie ihre Vorgängerin Annette Schavan. Das Thema ihrer Doktorarbeit lautet "Lösungen von Kontakt- und Steuerproblemen mit potenzialtheoretischen Mitteln". Nach ihrem Aufstieg zur wissenschaftlichen Oberassistentin unterrichtete Wanka an der Technischen Hochschule Merseburg Mathematiker und Physiker. Nach der Wende wurde sie 1994 Rektorin an der inzwischen als Fachhochschule umstrukturierten Bildungseinrichtung.

Mitbegründerin von Neuem Forum in Merseburg

In der Wendezeit engagierte sich Wanka umgehend politisch. Für das Neue Forum, das sie in Merseburg mitgründete, saß sie 1990 bis 1994 im Kreistag. Schon in den 90er-Jahren war sie als Ministerin im Gespräch. Im März 2001 – in ihrem Amt als Wissenschaftsministerin – trat Wanka der CDU bei. Durch die schwarz-gelbe Wahlniederlage in Niedersachsen zu Jahresbeginn hätte sie ihren Ministerposten demnächst aufgeben müssen. Da kam der Anruf aus Berlin gerade recht.

Zuletzt aktualisiert: 14. Februar 2013, 11:20 Uhr

9. Paul Panzer:
In der DDR ohne Studiengebühren studiert, aber in der BRD auf Studiengebühren beharren. Wo sogar heute westdeutsche Politiker sagen, daß durch Studiengebühren Kinder aus armen Haushalten vom Studieren abgehalten werden. Aber in der DDR durften Arbeiterkinder studieren, so sie, zwar kein Geld, aber die richtige Gesinnung für den Staat mitbrachten. So wiederholt sich Geschichte. Einmal dürfen die ohne Geld nicht studieren und einmal die ohne Staatstreue. Spannend wird es dann, wenn jemand in beiden Systemen im Hochschulbereich agierte(e), und nichts dazu gelernt hat, in Sachen Ausschluß von jungen Menschen vom Studium.
10.02.2013
17:44 Uhr
8. hmüller:
zu speedy: Wir Ossis arbeiten dran- an der schleichenden Machtübernahme -bei den Wessis- wie gesehen nur Lug und Trug
10.02.2013
12:56 Uhr
7. Markus:
Honorarschwadronierer Woher weißt Du das denn hast Du Inseiterwissen das Sie in der FDJ und Genossin war! Vorsicht mit solchen Vermutungen! Es gilt als Verdächtigung! Laßt Sie ins Amt kommen!
10.02.2013
11:41 Uhr
6. pandera:
Hallo hmüller. Da hast Du eine gute Meinung. Da sie ihre Arbeit noch in der DDR geschrieben und verteidigt hat, kann man ihr vertrauen. Denn das Bildungsniveau in der DDR war Spitze. Nur, ob sieE ntscheidungen im Sinne einer gerechten Bildungspolitik trifft, gilt abzuwarten. Exs wäre begrüßenswert, wenn nun endlich ein einheitliches Bildungssystem für alle zutreffend ist. Diese förderalen Unterschiede gehören ins Mittelalter. (Wie viele BRD- Regelungen) Gruß pandera
10.02.2013
11:16 Uhr
5. Honorarschwadronierer:
Und Himmelswillen- eine Sächsin und Genossin im FDJ- Merkelregime - wie tief wird unser Land noch sinken
10.02.2013
10:42 Uhr
4. gitte:
Aber natürlich, hmüller! Denn in der DDR wurde das Abitur nach 12 Jahren abgelegt, da war nicht noch ein Jahr "Schauspielunterricht" nötig....
10.02.2013
08:57 Uhr
3. kerstin:
frag mal papa, ob er sie vielleicht kennt, wir waren zur gleichen Zeit an der Uni und papa hat auch in leipzig mathematik studiert... lieben gruß mama
09.02.2013
20:53 Uhr
2. Speedy:
Schleichend übernehmen lauter Ossis unsere Regierung, super gemacht Fr. Merkel. Gibt sie die Aufträge für Plagiatssuche bei Leuten die ihr zu Nahe kommen ? Das habe ich als Alptraum geträumt, ist doch Blödsinn, oder ?
09.02.2013
19:11 Uhr
1. hmüller:
Sicher traut Frau Dr.Merkel aus eigener Erfahrung Hochschulabschlüssen in der DDR mehr als Abschlüssen im Westen...
09.02.2013
18:11 Uhr

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