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Halle : Warnstreik bei Sparkassen-Dienstleister

Beim Sparkassen-Dienstleister "S-Direkt" in Halle sind am Montag rund 350 Mitarbeiter in einen Warnstreik getreten. Zu dem 48-stündigen Ausstand hatte die Gewerkschaft ver.di aufgerufen.

Am Montag gab es eine mehrstündige Kundgebung vor dem Firmensitz. Für Dienstag rief die Gewerkschaft die 800 Beschäftigten aller vier Schichten zu einer Demonstration auf. Ver.di fordert unter anderem einen Stundenlohn von neun Euro, 30 Tage Urlaub und vermögenswirksame Leistungen für die Beschäftigten. Der Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Stefan Wittmann, sagte, derzeit stehe den Beschäftigten lediglich der gesetzliche Mindesturlaub von 24 Tagen zu. Der Stundenlohn liege zwischen 7,01 und acht Euro. Laut Wittmann ist bei dem Unternehmen genügend Geld vorhanden, um die ver.di-Forderungen zu erfüllen.

Der Sparlassen-Dienstleister wollte sich aufgrund der laufenden Tarifverhandlungen nicht zu seinem Angebot für die Beschäftigten äußern. Wie "S-Direkt"-Sprecherin Sophia Gohl am Montag mitteilte, wird es bis zu einer Einigung aber "noch eine Weile" dauern. Ver.di hatte bereits im Mai zu einem Warnstreik aufgerufen. Daran hatten sich den Angaben zufolge 90 Prozent der Mitarbeiter beteiligt.

Kunden müssen mit Einschränkungen rechnen

"S-Direkt" betreibt in Halle ein Call-Center, das für Sparkassen-Filialen in ganz Deutschland unter anderem Marktforschung macht oder Termine vereinbart. Kunden müssen wegen des Ausstands mit Einschränkungen rechnen, etwa wenn sie telefonisch ihre EC-Karte sperren lassen oder sich bei Problemen mit dem Online-Banking beraten lassen wollen.

Zuletzt aktualisiert: 09. Juli 2012, 19:59 Uhr

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