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Lebensmittelsicherheit : Wiesenhof-Hähnchen dürfen nicht verkauft werden

Rund 800.000 Hähnchen von Wiesenhof dürfen nicht in den Handel gelangen. Das hat das Landesverwaltungsamt in Halle entschieden. Wie die Behörde mitteilte, kann die vom 28. Februar bis zum 5. März produzierte und amtlich gesperrte Ware, im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes nicht als Lebensmittel verwendet werden. Es bestehe aber die Möglichkeit, Tierfutter daraus herzustellen. 

Die Behörde hatte den Vertrieb der Hähnchen Ende Februar untersagt und deren Vernichtung angeordnet, weil Kontrolleure Hygienemängel im Schlacht- und Zerlegebetrieb in Möckern festgestellt hatten. Dagegen wehrte sich das Unternehmen mit einem Widerspruch. Den beteiligten Veterinären warf das Unternehmen unkorrekte Arbeit sowie "gezielte Indiskretionen" vor. Die fraglichen Hähnchen wurden bis zur endgültigen Entscheidung tiefgefroren.

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatte die Restaurantkette McDonald's einen vorübergehenden Abnahmestopp gegen Deutschlands größten Geflügelproduzenten verhängt. Bald darauf stockte der zuständige Landkreis das Aufsichtspersonal auf und setzte einen zusätzlichen Veterinär ein.

Zuletzt aktualisiert: 06. April 2012, 15:22 Uhr

32. Torsten:
Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Wiesenhof ist nicht das erste mal negativ in den Schlagzeilen. Dann holen wir uns einen Bohlen als Werbefigur und der Laden läuft wieder. Jeder der sich sein Fleisch für günstiges Geld kauft, ist Schuld. Es ist nicht Wiesenhof alleine. Die dummen Verbraucher wollen eben ein Brathähnchen für schlappe 2 Euro. Dann muss man eben in kauf nehmen Hühner zu bekommen welche mit Antibiotika vollgepumpt sind, nie die Sonne gesehen haben, voller Keime sind und irgendwann unter all dieser Qual vom Schlachter erlöst werden. Mir wird schlecht wenn ich darüber nachdenke. Und jeder der seinen Burger oder sein Steak kaut ist mitschuld an dieser Massentierhaltung und fortlaufenden Problematik.
08.04.2012
04:24 Uhr
31. Tinchen:
Das ist ja bei Wiesenhof nicht das erste Mal, dass die deswegen in der Kritik stehen, was auch richtig ist. Ich finde es toll von Mac Donalds, so konsequent zu reagieren. Wer möchte schon solches Fleisch essen ? Von dem unwürdigen Schicksal der Tiere, den Quälereien, Spritzen mit Antibiotika mal ganz abgesehen. Meines Erachtens nach gehört der Betrieb zugemacht. Aber unsere Regierung und deren Behörden schaffen sowas ja nicht. Die nehmen das alles billigend in Kauf. Schützt der Verbraucherschutz eigentlich die Verbraucher oder die Lobbyisten ?
07.04.2012
04:55 Uhr
30. Hippopodomus:
Ich habe selber mal in einer Geflügelschlachterei gearbeitet und weiß ungefähr was da so abgeht. Ich mache bis heute noch einen Bogen um dieses ach so gesunde Fleisch. Und dem Eigentümer von Wiesenhof dem Herrn W. ist es doch letztlich egal ob eine Wochenproduktion zu Tierfutter verarbeitet wird. Mit seinen Mitarbeitern verhält es sich ähnlich. Zuerst beschäftigte er Polen bis die ihm zu teuer wurden, dann dank der Grenzöffnung waren es Russen die er ausbeuten konnte und jetzt sind die Bulgaren und Rumänen dran. Also Leute kauft weiter billiges Geflügelfleisch das ist gut für den Cholesterinspiegel und dem Konto von Herrn W.
06.04.2012
19:10 Uhr
29. Stefan:
Als jemand, der im landwirtschaftlichen Umfeld arbeitet, kann ich nur sagen, daß es nicht um die Tierhaltung als solches geht und dies auch da garnicht weiter zur Diskussion steht. Es geht vorrangig um die nachgelagerten Bereiche, d.h. was passiert zwischen Landwirt und Ladentheke mit den Produkten. Und da unterscheiden sich konventionell und bio nur sehr wenig. Und insgesamt ist in dem Bereich so viel Geld verdient, daß Mißstände billigend in Kauf genommen werden. Auch wenn dann mal Strafzahlungen fällig sind. Für mich steht ausser Frage, daß diese Ware zum menschlichen Verzehr freigegeben wird. Aber im Hunde- und Katzenfutter ist es absolut unbedenklich. Ausserdem wurde da in der Vergangenheit schon ganz andere Ware verarbeitet.
06.04.2012
18:11 Uhr
28. Arno:
Wie gut das ich Vegi bin:-) hört ja doch nie auf das man die Tiere behandelt wie man Mitgeschöpfe behandeln soll.
06.04.2012
17:53 Uhr
27. Helmut Holzfuß:
Diese Vorkommnisse sind doch nur die "Spitze des Eisbergs". Dank immer mehr Abbau von Überwachungspersonal und Untätigkeit unserer Verbraucherministerin werden sich diese Fälle häufen.
06.04.2012
17:49 Uhr
26. Hans Wurst:
Prima, muß Mäckes mit seiner Marktmacht durchdrücken, was unser unfähiger Behördenwasserkopf nicht zustande bringt... Die Angst um den Verlust eines Großkunden bewirkt mehr als ein dududu der zuständigen Behörden. Na ja, wer hätte auch etwas anderes erwartet.
06.04.2012
17:19 Uhr
25. Gunter -:
Es ist schon erstaunlich,wieviele voreingenommene und auch nur an Ihren eigenen Vorteil denkende Menschen es gibt. Die sogenannte Massentierhaltung hat mit diesen Mißständen bei Wiesenhof garnichts zutun.Jeder ist doch nur darauf bedacht, billige Schnäppchen zukaufen. Auch sollten jede Menge Urlaubsreisen und Billigflüge abgegriffen werden.Ich hoffe nur,daß diese sogenannten Tierschützer nicht eines Tages ihr Essen selbst erzeugen müssen.
06.04.2012
16:48 Uhr
24. Ursula Heitmann:
Es ist wirklich eine Frechheit, die Tafeln dabei ins Spiel zu bringen. Aber hier die umsonst geschlachteten Tiere, die ihr Leben lassen mussten und anschließend offenbar nicht sachgerecht behandelt wurden....., diese noch zur Verarbeitung als Tierfutter anzubieten, ist genau so dreist. Ich möchte nicht, dass meine Kater schlechtes Fleisch bekommt.
06.04.2012
15:31 Uhr
23. rosemarie:
was für den Mensch nicht geniesbar ist soll für die tiere in ordnung sein finde ich nicht richtig was für die allgemeinheit schlecht ist sollen meine Tiere auch nicht bekommen
06.04.2012
14:59 Uhr

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