Lebensmittelsicherheit : Wiesenhof-Hähnchen dürfen nicht verkauft werden
Rund 800.000 Hähnchen von Wiesenhof dürfen nicht in den Handel gelangen. Das hat das Landesverwaltungsamt in Halle entschieden. Wie die Behörde mitteilte, kann die vom 28. Februar bis zum 5. März produzierte und amtlich gesperrte Ware, im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes nicht als Lebensmittel verwendet werden. Es bestehe aber die Möglichkeit, Tierfutter daraus herzustellen.
Die Behörde hatte den Vertrieb der Hähnchen Ende Februar untersagt und deren Vernichtung angeordnet, weil Kontrolleure Hygienemängel im Schlacht- und Zerlegebetrieb in Möckern festgestellt hatten. Dagegen wehrte sich das Unternehmen mit einem Widerspruch. Den beteiligten Veterinären warf das Unternehmen unkorrekte Arbeit sowie "gezielte Indiskretionen" vor. Die fraglichen Hähnchen wurden bis zur endgültigen Entscheidung tiefgefroren.
Nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatte die Restaurantkette McDonald's einen vorübergehenden Abnahmestopp gegen Deutschlands größten Geflügelproduzenten verhängt. Bald darauf stockte der zuständige Landkreis das Aufsichtspersonal auf und setzte einen zusätzlichen Veterinär ein.
Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.


