Verdacht des Subventionsbetrugs : Razzia bei Wiesenhof in Möckern
Ermittler der Staatsanwaltschaft haben die Wiesenhof-Hähnchenmast in Möckern durchsucht. Eine Unternehmenssprecherin sagte MDR 1 RADIO SACHSEN-ANHALT, gegen Wiesenhof werde wegen des Anfangsverdachts auf Subventionsbetrug ermittelt.
Neben dem Mastbetrieb in Möckern habe es auch am Wiesenhof-Stammsitz im niedersächsischen Visbek Durchsuchungen gegeben. Zudem seien Akten bei Behörden beschlagnahmt worden. Eine Sprecherin der zuständigen Staatsanwaltschaft Oldenburg wollte hingegen den Unternehmensnamen Wiesenhof nicht bestätigen. Bereits am Dienstag seien Büros eines Agrarbetriebs in Visbek bei Vechta, ein Betrieb in Möckern und Behörden in Sachsen-Anhalt durchsucht worden.
Ermittlungen in dem Fall waren bereits Anfang März bekannt geworden. Medienberichten zufolge geht es um Vorwürfe gegen Wiesenhof, jahrelang zu Unrecht Exportzuschüsse kassiert zu haben, ohne über die erforderlichen Schlachtzulassungen zu verfügen. Die Ermittlungsbehörden haben bislang allerdings keine Details bekannt gegeben. Wiesenhof hatte damals die Vorwürfe zurückgewiesen.
Außerdem Probleme mit Hygiene und Tierschützern
In den vergangenen Monaten hatte es wiederholt Schlagzeilen über den Betrieb in Möckern gegeben. Zuletzt war die Wiesenhof-Hähnchenmast in Möckern wegen hygienischer Mängel in die Kritik geraten. Kontrolleure hatten die Produktion Anfang März für zwei Tage gestoppt. 800.000 Hähnchen durften nicht in den Verkauf. Ein Widerspruch des Unternehmens war erfolglos: Das Landesverwaltungsamt entschied Anfang April, dass die Vögel maximal als Tierfutter verwendet werden dürfen.
Außerdem gibt es Vorwürfe wegen Tierquälerei bei einem Subunternehmer. In Niedersachsen laufen Ermittlungen wegen der Zustände in einer für Wiesenhof produzierenden Hühnerfarm. Tierschützer hatten mit einem heimlich gedrehten Video den Fall ins Rollen gebracht.



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