Präsentation von Ford Fahrzeugen.
Präsentation von Ford-Modellen bei einer Automesse. Bildrechte: dpa

Abgasskandal Ford zahlt bis zu 8.000 Euro Abwrackprämie

Der Autobauer Ford wehrt sich gegen den Generalverdacht, alle Dieselautos seien Stickoxidschleudern. Ford Deutschland versucht jetzt sogar, von dem Skandal zu profitieren und lockt Käufer mit einem "Umweltbonus".

Präsentation von Ford Fahrzeugen.
Präsentation von Ford-Modellen bei einer Automesse. Bildrechte: dpa

Ford Deutschland hat Umweltmaßnahmen aufgelegt, um gegen den Generalverdacht in der Autobranche anzugehen. Der Konzern stellte klar, man beteilige sich zwar am Diesel-Gipfel von Politik und Autoindustrie. Ford selbst sei jedoch weder in den Abgasskandal verwickelt, noch von den Kartell-Vorwürfen betroffen.

Ford kündigte einen sogenannten "Umweltbonus" von 2.000 bis 8.000 Euro bei Verschrottung alter Diesel-Fahrzeuge der Euro-Norm 1 bis 3 an, beim Kauf einen neuen Ford-Modells. Dabei will der Autobauer auch die Verschrottungskosten übernehmen.

Daneben können Ford-Kunden eine einjährige Mitgliedshaft bei einem Fahrradverleihsystem erhalten. Außerdem will der US-Konzern bis Ende 2018 weitere 2.500 Elektro-Transporter im Partnerprojekt mit der Deutschen Post DHL einsetzen.

Der Chef von Ford Deutschland, Gunnar Herrmann, beklagte im Zusammenhang mit dem Abgasskandal, dass alle Hersteller über einen Kamm geschoren würden. Er betonte in der "Bild"-Zeitung, Ford habe sich an die Gesetze gehalten.

Über dieses Thema berichtet MDR AKTUELL auch im: Radio und Fernsehen | 02.08.2017 | ab 06:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. August 2017, 17:15 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

2 Kommentare

02.08.2017 17:06 Fragender Rentner 2

Zitat von Oben: Daneben können Ford-Kunden eine einjährige Mitgliedshaft bei einem Fahrradverleihsystem erhalten.

Wozu diese Mitgliedschaft, wenn diese Autos angeblich so sauber sind?

Also, wenn ihre Autos stehen, dann stoßen sie auch keine Abgase aus.

Wenn sie die Fahrradkilometer gegen die eingesparte KM des Autos rechnen, so werden wirklich weniger Abgase in die Umwelt geblasen, ist eine saubere Rechnung von Ford.

02.08.2017 13:50 Bernd 1

Was wird wohl bei diesem Gipel herauskommen? Ich vermute ein billiges Softwareupdate mit geringer oder gar keiner Wirkung. Also diesmal wenigstens politisch abgesegnete Schummelsoftware.
Ausserdem finde ich, das dieser "Skandal" das alljährliche Sommerloch recht unterhaltsam stopft.