Die US-Fahne spiegelt sich in Logo und Kühlergrill eines Volkswagen-Fahrzeugs.
Der Diesel-Skandal in den USA kostet Volkswagen noch mehr Geld. Bildrechte: dpa

Diesel-Skandal VW gibt Gewinnwarnung aus

Volkswagen hat wegen des Abgasskandals in den USA bereits Milliarden zurückgestellt. Der Autobauer braucht aber noch mehr Geld, um Rückkäufe und Nachrüstungen umzusetzen. Das schlägt sich auf das Ergebnis nieder. An der Börse gaben die Aktien von VW nach.

Die US-Fahne spiegelt sich in Logo und Kühlergrill eines Volkswagen-Fahrzeugs.
Der Diesel-Skandal in den USA kostet Volkswagen noch mehr Geld. Bildrechte: dpa

Volkswagen hat eine Gewinnwarnung für das dritte Quartal ausgegeben. Als Grund nannte der Autobauer in Wolfsburg, man müsse die Gelder für Rückkäufe und Nachrüstungen von Dieselfahrzeugen in den USA aufstocken. Die Umsetzung der Programme sei erheblich langwieriger und technisch anspruchsvoller als angenommen.

VW beziffert die negativen Sondereinflüsse auf rund 2,5 Milliarden Euro. Dadurch werde das operative Ergebnis im laufenden Geschäft belastet. An der Börse sorgte die Nachricht für eine Verkaufswelle. Die VW-Aktie rutschte ins Minus und war am Morgen mit Abstand der größte Verlierer im Dax.

Börsianer befürchten Fass ohne Boden

Eine Börsianer erklärte, an der Ankündigung von VW sehe man, dass die Diesel-Affäre noch lange nicht ausgestanden sei. Zudem hieß es, auf dem Frankfurter Parkett habe niemand mit einer Gewinnwarnung gerechnet. Ein Händler sagte, da stelle sich die Frage, inwiefern der Diesel-Skandal ein Fass ohne Boden sei.

Der Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Diesel-Autos in den USA hat Volkswagen bereits rund 20 Milliarden Euro gekostet.

Über dieses Thema berichtete MDR AKTUELL auch im: Radio | 29.09.2017 | 10:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 29. September 2017, 12:37 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

5 Kommentare

30.09.2017 19:18 GEWY38 5

"..., man müsse Gelder für Rückkäufe und Nachrüstungen von Dieselfahrzeugen in den USA aufstocken."
Und natürlich für die Bonuszahlungen am Jahresende.
Wetten dass.....!

29.09.2017 16:43 optinator 4

Ich komme gerade aus der Firma, ein Zulieferer von VW.
Jetzt wird wieder Druck gemacht auf Produkte die laufen, man nennt das KAPPA = Kapazitätserhöhung.

Dieser Druck wird von der Firmenleitung auf die Mitarbeiter weiter gegeben.
Das hier Inkompetenz seitens vieler Mitarbeiter in der Firma auch die Ursache ist das man ( ich ) am völligen physischen Ende bin, funktionieren muss, ist völlig egal.
wenn man an die Gehälter der "Nichtsnutze" die es in jeder Firma gib denkt, das sind Reserven. Aber Hauptsache verbal profilieren, das kommt halt gut an.

29.09.2017 16:15 Mensch 3

Solange Merkel an der Macht ist, gehen die Tributzahlungen an Amerika weiter.

29.09.2017 15:20 Fragender Rentner 2

Jetzt müssen sie schon wieder "etwas Geld" für die USA zurück legen.

Deshalb bekommen die Deutschen wohl nichts?

29.09.2017 15:05 Das sollte der "Händler"... 1

( Ein Händler sagte, da stelle sich die Frage, inwiefern der Diesel-Skandal ein Fass ohne Boden sei.)

... dann die Regierung Merkel und die Landesregierung Niedersachsen fragen. Die beide versucht haben, die Sache auszusitzen. Das klappt vielleicht im ADAC-Gau Deutschland, aber ganz sicher nicht in Übersee. Aus Schaden wird man bekanntlich klug und in dem Sinne hat VW seinen Bildungsauftrag noch längst nicht erledigt. Und das ist auch gut so.