Das Bundesgericht in Detroit
Der Bundesgerichtshof in Detroit. Bildrechte: dpa

Abgas-Affäre VW-Manager zu sieben Jahren Haft verurteilt

Ein hochrangiger Manager des Volkswagenkonzerns ist in den USA zu sieben Jahren Haft und einer Geldstrafe verurteilt werden. Das Strafmaß liegt weit über der Forderung seines Verteidigers, aber weit unter dem Strafmaß, das ihm ohne Geständnis gedroht hätte.

Das Bundesgericht in Detroit
Der Bundesgerichtshof in Detroit. Bildrechte: dpa

Wegen Vertuschung und Abgasmanipulationen bei Volkswagen ist ein Manager des Autokonzerns in den USA zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Wie ein Sprecher des Bundesgerichts in Detroit mitteilte, wurde gegen Oliver S. außerdem eine Geldstrafe von 400.000 Dollar verhängt.

Das gleiche Gericht hatte erst im August einen VW-Ingenieur wegen dessen Rolle bei der Manipulation von Abgaswerten zu drei Jahren und vier Monaten und einer Geldstrafe von 200.000 Euro verurteilt. Die Verteidiger von Oliver S. hatten auf nicht mehr als 40 Monate Gefängnis und 100.000 Euro Strafe plädiert.

Anfängliche Gesamtstrafe von 169 Jahren

Der 48-Jährige war im Januar nach einem Urlaub in Florida auf dem Flughafen Miami verhaftet worden. Anfangs hatte wegen der ihm zur Last gelegten elf Straftaten eine Gesamtstrafe von 169 Jahren im Raum gestanden.

Weil der Angeklagte sich im Sommer schuldig bekannt hatte, verringerte die Staatsanwaltschaft ihre Forderung auf sieben Jahre. Die Strafverfolger werfen ihm vor, an einer Verschwörung zum Betrug beteiligt gewesen zu sein und gegen das US-Luftreinhaltegesetz verstoßen zu haben.

Über dieses Thema berichtet MDR AKTUELL auch im: Radio | 06.12.2017 | 23:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 06. Dezember 2017, 22:35 Uhr

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2 Kommentare

07.12.2017 14:09 OHNEWORTE 2

Jetzt muss man in Deutschland wohl Zweiklassen Haftanstalten bauen..... fuer die grossen Saubermaenner mit Schwimmbad , Bedienung und Casino,damit das Leben so angenehm wie moeglich ist.Sie werden ja noch gebraucht . Man muss nur gross genug bauen ,bei den vielen Autofirmen...,den vielen Machern und Manipulatoren . Nun ist zumindestens auch BMW dran... Saubere Luft-alles Manager der sauberen Luft. Gesiebte Luft ist natuerlich auch sauber.

06.12.2017 23:23 Baldur von Ascanien 1

Warum geht das bei uns nicht? Weil, hier alles MAASvoll sein muss. Blos nichts gegen die Wirtschaft. Das Volk/Verbraucher können ruhig beschissen werden. Bananenrepublik....................................